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Norderstedt (ots) - Moderne Klebesysteme eröffnen neue Funktionen, effizientere
Prozesse und nachhaltigere Lösungen - mit Material-, Anwendungs- und
Digitalkompetenz.
In einem Smartphone kommen rund 70 verschiedene Klebebänder zum Einsatz. Sie
halten das Gehäuse staub- und wasserdicht, fixieren Kameralinsen, Mikrofon und
Touchscreen-Schichten, sichern den Akku und übernehmen Aufgaben bei
Leitfähigkeit, Wärme- und Lichtmanagement. Was im fertigen Produkt kaum sichtbar
ist, entscheidet oft über Funktion, Qualität, Reparierbarkeit und Lebensdauer.
Dahinter steckt eine hoch entwickelte Technologie, basierend auf präzise
abgestimmten Materialzusammensetzungen: Klebkraft und Halteleistung lassen sich
gezielt steuern, beispielsweise wenn Verbindungen zugleich extrem belastbar und
kontrolliert trennbar sein müssen. Damit rückt Klebetechnologie in den Fokus
zentraler Industriefragen: Wie lassen sich Produkte funktionaler,
Fertigungsprozesse effizienter und Lösungen nachhaltiger gestalten?
Bei tesa beginnt Klebetechnologie deshalb nicht erst beim Produkt, sondern beim
Verständnis der Anwendung: Welche Funktion soll ein Bauteil erfüllen, wie lässt
es sich effizient fertigen, reparieren oder später wieder trennen? Entscheidend
ist dabei das Zusammenspiel von Materialwissen, Anwendungskompetenz, digitaler
Analyse und industrieller Umsetzbarkeit. tesa verbindet dafür eine
leistungsfähige digitale Infrastruktur mit dem gezielten Ausbau von
KI-Anwendungen - etwa um Entwicklungsprozesse zu unterstützen, Anwendungen
präziser auszulegen und Produktionsprozesse effizienter zu steuern. So wird aus
technologischer Expertise konkreter Zusatznutzen im industriellen Alltag der
Kunden.
"Unsere Kunden suchen keine einzelne Klebelösung, sondern Antworten auf konkrete
industrielle Herausforderungen: Wie wird ein Produkt leichter, reparierbarer,
effizienter oder zuverlässiger produzierbar? Genau dort entsteht Mehrwert über
das reine Verbinden hinaus - durch Materialkompetenz, Anwendungserfahrung und
digitale Unterstützung, gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern", sagt Dr.
Kourosh Bahrami, CEO von tesa.
Wie relevant die Verbindung von Material, Anwendung und digitaler Kompetenz
wird, zeigt die Automobilindustrie. Dort arbeitet tesa mit Partnern an Lösungen,
die neue Produktfunktionen ermöglichen und zugleich Anforderungen an Effizienz,
Qualität und Kreislauffähigkeit erfüllen müssen. Gerade bei Automotive-Displays
zeigt sich, wie anspruchsvoll diese Balance aus sicherer Verbindung,
industrieller Verarbeitung und späterer Trennbarkeit ist.
Debonding-on-Demand-Lösungen verbinden Bauteile im Einsatz zuverlässig, lassen
sich bei Bedarf aber gezielt ablösen. Display-Baugruppen können so in der
Produktion nachgearbeitet, im Servicefall ausgetauscht und später leichter
recycelt werden. Klebetechnologie wird damit zu einem Hebel für reparierbare
Produkte und zirkuläres Design. Ein weiteres Beispiel sind holografische
Displays, bei denen Klebetechnologie dazu beiträgt, die Windschutzscheibe zur
transparenten Infotainment-Schnittstelle zu machen.
Auch in der Fertigung zeigt sich der strategische Wert moderner
Klebetechnologie. Klebelösungen müssen heute nicht nur zuverlässig halten,
sondern sich präzise applizieren, automatisiert verarbeiten und stabil in
Serienprozesse integrieren lassen. Der Zusatznutzen entsteht dort, wo
Klebetechnologie Prozesssicherheit erhöht, manuelle Schritte reduziert und
Qualität reproduzierbar macht. In der Kabelbaumfertigung unterstützen
entwickelte Roboterköpfe die Automatisierung bisher überwiegend manueller
Taping-Schritte. Sie bringen Klebebänder mit hoher Genauigkeit auf,
kontrollieren Parameter und sichern eine gleichbleibende Qualität. Für Kunden
zählt dabei nicht allein das Material, sondern die gesamte Lösung: technische
Beratung, Materialauswahl, Prozessentwicklung, Automatisierung und Integration
in den industriellen Ablauf.
Nachhaltigkeit entsteht direkt aus der Anwendung: durch reparierbare
Komponenten, kontrolliert lösbare Verbindungen, effizientere Prozesse und
ressourcenschonendere Produktion. Auch die eigenen Werke richtet tesa darauf
aus: Klimaneutrale Produktion bis 2030. "Kleben ist eine Schlüsseltechnologie
moderner Industrie, weil sie mehrere Anforderungen vereint: Funktion, Effizienz,
Automatisierung und Nachhaltigkeit. Erfolgreich ist Innovation für uns erst
dann, wenn sie im industriellen Alltag unserer Kunden Wirkung zeigt - indem sie
Produkte besser, Prozesse stabiler und Lösungen skalierbarer macht", sagt Dr.
Bahrami. Genau darin liegt die strategische Bedeutung moderner Klebetechnologie:
Sie bleibt im Produkt oft unsichtbar, kann aber entscheidend dafür sein, wie
effizient, resilient und nachhaltig Industrie künftig produzieren kann.
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N: Henrike Riemann
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