|
--------------------------------------------------------------
Mehr SOS-Infos
https://ots.de/av4xnu
--------------------------------------------------------------
München (ots) - Die Klimakrise verstärkt die weltweite Kinderarmut. Darauf
weisen die SOS-Kinderdörfer zum Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut am
17. Oktober hin. Drei von zehn armutsbetroffenen Kindern leben in Regionen, in
denen sowohl die Kinderarmut als auch die Gefahr von Extremwetterereignissen
überproportional hoch sind. In diesen Regionen haben Kinder wegen ihres
niedrigen sozioökonomischen Status ungenügenden Zugang zu Gesundheitsdiensten
und sozialen Dienstleistungen. Das schwächt ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber
den Folgen von Extremwettern und potenziert ihre Not. "Kinder treffen die Folgen
des Klimawandels härter, weil sie noch in der Entwicklung sind und sich selbst
weniger schützen können. Das gilt besonders für armutsbetroffene Kinder. Die
Gefahren, denen sie bei Klimakatastrophen ausgesetzt sind, zeigen auf grausame
Weise, wie schlecht es um die Klimagerechtigkeit steht. Wir im globalen Norden
tragen die Hauptverantwortung für die Klimakrise. Zum Schutz der Kinder müssen
wir in Ländern des globalen Südens gezielt in krisenfeste Gesundheitssysteme und
widerstandsfähige Gemeinden investieren", sagt Boris Breyer, Pressesprecher der
SOS-Kinderdörfer weltweit.
Auswirkungen von Klimakatastrophen
- Die Folgen von Dürren bedrohen die Lebensgrundlage von 1,8 Milliarden Kindern.
Dürren vernichten Ernten, führen zu Nahrungsmittelknappheit und -teuerung.
2025 waren 35,5 Millionen Kinder akut unterernährt. Besonders betroffen:
Kinder im Sudan und Südsudan. Bewaffnete Konflikte und langanhaltende Dürren
erhöhen dort massiv das Sterberisiko von unterernährten Kindern. Laut
Weltwetterorganisation könnte das Klimaphänomen El Niño das Ausmaß von Dürren
in den Regionen in den kommenden Monaten noch vergrößern.
- Gemäß UN sind rund 370 Millionen Kinder an Flüssen und in Küstenregionen der
Gefahr von Überschwemmungen ausgesetzt. Armutsbetroffene Kinder und ihre
Familien leben häufig in Gebieten mit mangelhafter Wasser-, Sanitär- und
Hygieneversorgung. 2024 etwa hatten 634 Millionen Kinder keinen Zugang zu
sicherem Trinkwasser. Damit steigt das Risiko, dass Kinder Trinkwasser aus
Wasserquellen beziehen, die aufgrund der Überschwemmungen mit
Krankheitserregern verunreinigt sind. Das erhöht ihr Risiko, zum Beispiel an
Cholera zu erkranken. Zugleich laufen viele der Kinder wegen ihres mangelnden
Zugangs zu Gesundheitsdiensten im Krankheitsfall Gefahr, nicht ausreichend
medizinisch versorgt zu werden.
- 205 Millionen Kinder leben in Regionen, in denen es vermehrt zu großen Bränden
kommen kann. Klimabedingte Auslöser sind etwa Hitzewellen und Dürren, auch
Entwaldung erhöht das Brandrisiko. Eine Folge von Flächenbränden wie auch von
Dürren und Überschwemmungen ist die Vertreibung von Kindern. Insgesamt sind
zwischen 2016 und 2023 über 62 Millionen Kinder wegen Klimaschocks innerhalb
ihres Landes vertrieben worden. Armutsbetroffene Familien verfügen zumeist
kaum über Sozialschutz. Aus Existenznot sehen sie daher den einzigen Ausweg in
negativen Bewältigungsstrategien. Dazu gehören etwa die Frühverheiratung von
Töchtern und die Billigung von Kinderarbeit.
So helfen die SOS-Kinderdörfer
Für die SOS-Kinderdörfer weltweit sind Klimaschutz, Kinderschutz und die
Armutsbekämpfung eng miteinander verbunden. Damit Kinder und ihre Familien
aufgrund der Klimakrise nicht aus ihrer Heimat vertrieben werden, führt die
Hilfsorganisation etwa Programme zu klimaresistenten Anbaumethoden durch. Auch
erhalten alleinerziehende Mütter Mikro-Kredite für Unternehmensgründungen. Die
SOS-Kinderdörfer fördern die Schul- und Weiterbildung von armutsbetroffenen
Kindern sowie das Umweltwissen von Kindern und Jugendlichen.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Boris Breyer
Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 0160 - 984 723 45
E-Mail: mailto:boris.breyer@sos-kd.org
http://www.sos-kinderdoerfer.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/1658/6371313
OTS: SOS-Kinderdörfer weltweit e.V.
|