|
München (ots) -
- Der Wohntraum lebt: Das Kaufinteresse der Gen Z ist in den vergangenen Jahren
sogar gestiegen
- Die Gen Z bleibt dran: Wenn der Immobilienkauf zunächst nicht möglich ist,
würden 41 Prozent länger oder mehr sparen, 33 Prozent den Kauf verschieben
- Familie verändert die Ausgangslage: 66 Prozent der kaufinteressierten 23- bis
30-jährigen Mieterinnen und Mieter rechnen mit familiärer Unterstützung beim
Immobilienkauf. Mit erwarteter Unterstützung halten 67 Prozent Wohneigentum
für machbar, ohne sind es 32 Prozent
- Politik muss Startbedingungen verbessern: Entlastungen bei der
Grunderwerbsteuer und staatliche Nachrangdarlehen würden gerade jungen
Menschen stark helfen
Fünf Jahre nach dem ersten Schwerpunkt auf die Gen Z nimmt Interhyp erneut die
junge Generation in den Blick. Das Ergebnis: Der Wunsch nach Wohneigentum bleibt
stark. Die jungen Menschen sind dafür bereit, länger zu sparen, ihre Pläne zu
verschieben oder ihre Vorstellungen vom Wunschobjekt anzupassen. Gleichzeitig
zeigt die Wohntraumstudie, wie stark die familiäre Ausgangslage beeinflusst, ob
junge Menschen einen Immobilienkauf für machbar halten.
Der Wohntraum lebt, auch bei der Gen Z
Ein schönes Zuhause bleibt ein zentraler Wunsch der Menschen in Deutschland. 68
Prozent der Mieterinnen und Mieter wünschen sich, einmal im Eigentum zu leben,
für rund die Hälfte der Befragten ist die eigene Immobilie ein Lebensziel oder
großer persönlicher Traum. Wer bereits Eigentum besitzt, ist mit dieser
Entscheidung in 97 Prozent der Fälle zufrieden.
Auch bei der Gen Z ist der Wunsch nach den eigenen vier Wänden stark ausgeprägt.
93 Prozent der 23- bis 30-Jährigen ist ein schönes Zuhause wichtig. Unter den
zur Miete wohnenden jungen Menschen ist das Kaufinteresse im Vergleich zu 2021
sogar gestiegen: Damals zählten 73 Prozent der 18- bis 25-jährigen Mieterinnen
und Mieter zu den Kaufinteressierten, heute sind es 80 Prozent der 23- bis
30-jährigen Mieterinnen und Mieter. Rund die Hälfte der 23- bis 30-Jährigen sagt
zudem, ihr Wunsch nach Eigentum sei in den vergangenen Jahren stärker geworden,
nur bei 15 Prozent hat sich der Wunsch abgeschwächt.
"Die junge Generation hat den Traum vom eigenen Zuhause keineswegs aufgegeben.
Im Gegenteil: Wohneigentum steht auch für viele junge Menschen für Sicherheit
und Stabilität in einer Zeit, die von zahlreichen Unsicherheiten geprägt ist.
Gleichzeitig trifft der Wohntraum zunehmend auf die Realität. Und dann stellt
sich sehr schnell die Frage: Was kann ich mir tatsächlich leisten?", sagt Thomas
Kreil, Managing Director Privatkundengeschäft bei Interhyp.
Der Wunsch bleibt, der Weg wird pragmatischer
Die Antwort der Gen Z auf diese Frage ist nicht, den Wohntraum einfach
aufzugeben. Wenn der Immobilienkauf zunächst nicht möglich ist, würden 41
Prozent der 23- bis 30-jährigen Mieterinnen und Mieter mit Kaufwunsch länger
oder mehr sparen und 33 Prozent den Kauf auf einen späteren Lebensabschnitt
verschieben. Nur fünf Prozent würden sich bewusst auf ein langfristiges Leben
zur Miete einstellen.
Auch beim Wunschobjekt zeigt sich die junge Generation kompromissbereit: 65
Prozent der Kaufinteressierten 23- bis 30-Jährigen könnten sich vorstellen,
außerhalb oder ländlicher zu wohnen, 41 Prozent würden weniger Wohnfläche
akzeptieren und 40 Prozent einen anderen Immobilientyp wählen.
"Die Gen Z ist bereit zu sparen, zu warten und bei der Immobilie Kompromisse
einzugehen. Das widerspricht auch dem verbreiteten Klischee einer Generation,
der Disziplin oder Verzicht gerne abgesprochen werden. Unsere Studie zeigt
vielmehr: Der Wunsch nach Eigentum ist da, aber die jungen Menschen gehen sehr
realistisch mit ihren Möglichkeiten um", sagt Kreil.
Die finanzielle Vorbereitung spielt eine wichtige Rolle. 23- bis 30-jährige
Eigentümerinnen und Eigentümer berichten rückblickend, durchschnittlich rund
acht Jahre für Wohneigentum gespart zu haben. Gleichaltrige Mieterinnen und
Mieter mit Kaufwunsch, die derzeit sparen, tun dies bislang durchschnittlich
seit 4,7 Jahren. 31 Prozent der jungen Eigentümerinnen und Eigentümer legten
regelmäßig eine feste Rate zurück, bei den gleichaltrigen Mieterinnen und
Mietern mit Kaufwunsch sind es 19 Prozent. Gleichzeitig zeigt die Studie: Wer
wenig oder gar nicht für Wohneigentum spart, nennt vor allem begrenzte
finanzielle Spielräume durch das eigene Einkommen und hohe Lebenshaltungskosten
als Gründe.
Familiäre Unterstützung verändert die Ausgangslage
Gerade beim Aufbau von Eigenkapital stehen junge Menschen vor einer
Herausforderung. Ein Blick in die Finanzierungspraxis von Interhyp zeigt die
Größenordnung: Junge Käuferinnen und Käufer im Alter von 18-30 Jahren bringen
aktuell im Schnitt rund 95.000 Euro Eigenkapital in ihre Finanzierung ein.
Wie junge Kaufinteressierte selbst auf ihre finanziellen Möglichkeiten blicken,
zeigt die Wohntraumstudie: Nur rund die Hälfte der 23- bis 30-jährigen
Mieterinnen und Mieter mit Kaufwunsch hält den Erwerb von Wohneigentum für
sicher oder eher möglich.
Die spannende Frage ist also: Was macht den Unterschied? Warum erscheint der
Immobilienkauf für die einen erreichbar und für die anderen nicht?
Ein Faktor, der mit dieser Einschätzung eng zusammenhängt, ist die Familie. 66
Prozent der kaufinteressierten 23- bis 30-jährigen Mieterinnen und Mieter
rechnen mit familiärer Unterstützung beim Immobilienkauf. Gemeint ist dabei
ausdrücklich nicht nur ein mögliches Erbe. Familiäre Unterstützung kann
beispielsweise auch eine Schenkung, ein privates Darlehen, eine Bürgschaft oder
eine andere Form der Unterstützung sein.
Der Unterschied bei der wahrgenommenen Machbarkeit ist deutlich: Von den jungen
Kaufinteressierten ohne erwartete familiäre Unterstützung halten 32 Prozent
Wohneigentum für machbar. Unter denjenigen, die Unterstützung erwarten, sind es
67 Prozent.
"Familiäre Unterstützung ist keine Voraussetzung für Wohneigentum. Rund ein
Drittel der jungen Eigentümerinnen und Eigentümer hat den Kauf ohne diese Hilfe
geschafft. Aber unsere Daten zeigen einen deutlichen Zusammenhang: Wer
Unterstützung aus der Familie erwarten kann, hält den eigenen Immobilienkauf
sehr viel häufiger für machbar. Wenn die familiäre Ausgangslage so stark mit der
wahrgenommenen Erreichbarkeit des eigenen Zuhauses zusammenhängt, ist das ein
Signal, das wir ernst nehmen sollten", sagt Thomas Kreil.
Machbarkeit beginnt mit einem realistischen Plan
Für Interhyp folgt daraus zweierlei: Zum einen braucht es bessere strukturelle
Startbedingungen. Zum anderen lohnt es sich für Kaufinteressierte, frühzeitig
Klarheit über die eigenen finanziellen Möglichkeiten zu schaffen.
"Zwischen dem Gefühl "Ich kann mir Wohneigentum nicht leisten" und einer
tatsächlich durchgerechneten Finanzierung liegt ein Unterschied. Unser Rat ist
deshalb immer mit der Frage zu beginnen: Welche Rate kann ich langfristig
tragen, wie viel Eigenkapital kann und will ich einsetzen und welcher
Immobilienpreis ergibt sich daraus? Wenn ich meine finanziellen Möglichkeiten im
Detail kenne, kann ich deutlich gezielter auf Immobiliensuche gehen", sagt
Kreil.
Politik muss die Startbedingungen verbessern
Individuelle Finanzierungsplanung allein kann strukturelle Einstiegshürden
jedoch nicht beseitigen. Gerade Erwerbsnebenkosten stellen für junge
Kaufinteressierte eine zusätzliche Hürde dar, weil sie in der Regel aus eigenen
Mitteln getragen werden müssen. Interhyp spricht sich deshalb unter anderem für
Freibeträge bei der Grunderwerbsteuer für Ersterwerber aus. Auch staatliche
Bürgschaften sowie eigenkapitalersetzende oder zinsvergünstigte Nachrangdarlehen
können Haushalte unterstützen, die über ein stabiles Einkommen verfügen, denen
aber ausreichend Eigenkapital fehlt.
"Wir sehen ganz klar: Junge Menschen wünschen sich Wohneigentum. Aber
Eigeninitiative allein kann nicht alle strukturellen Hürden ausgleichen. Hier
ist die Politik gefragt. Wir brauchen Entlastungen bei den Erwerbsnebenkosten
und Instrumente, die gerade Haushalten ohne großes Familienkapital den Einstieg
erleichtern. Damit der Traum vom eigenen Zuhause für junge Menschen nicht nur
ein Traum bleibt", sagt Kreil.
Über die Interhyp Wohntraumstudie:
Seit dem Jahr 2011 führt Interhyp die Wohntraumstudie durch. Die Studie
untersucht regelmäßig die Wünsche, Einstellungen und Einschätzungen der Menschen
in Deutschland rund um Wohnen und Wohneigentum.
Methodik 2026: Insgesamt wurden im Zeitraum vom 18.8. bis 1.9.2026 1.523
Menschen befragt. Um belastbare Aussagen zur jungen Generation treffen zu
können, wurde deren Anteil in der Stichprobe gezielt erhöht. Unter den Befragten
sind 407 Personen zwischen 23 und 30 Jahren sowie 173 Personen zwischen 18 und
22 Jahren. Für repräsentative Aussagen zur Gesamtbevölkerung wurde dieser
Gen-Z-Boost durch eine statistische Gewichtung ausgeglichen.
Über Interhyp:
Die Interhyp Gruppe ist eine der führenden Adressen für private
Baufinanzierungen in Deutschland. Mit den Marken Interhyp, die sich direkt an
die Endkundinnen und -kunden richtet, und Prohyp, die sich an
Einzelvermittlerinnen und -vermittler und institutionelle Partner wendet, hat
das Unternehmen 2025 ein Finanzierungsvolumen von 26,4 Milliarden Euro
erfolgreich bei seinen über 500 Finanzierungspartnern platziert. Dabei verbindet
die Interhyp Gruppe die vielfach ausgezeichnete Kompetenz ihrer
Finanzierungsspezialistinnen und -spezialisten mit der Leistungsfähigkeit der
eigenentwickelten Baufinanzierungsplattform HOME sowie kundenorientierten
Digitalangeboten. Die Interhyp Gruppe beschäftigt rund 1.400 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter und ist an über 140 Standorten persönlich vor Ort für ihre
Kundinnen und Kunden und Partner präsent.
Pressekontakt:
Valeria Honal, Senior Unternehmenssprecherin, Interhyp AG,
August-Everding-Straße 24, 81671 München, Telefon: +49 (89) 20307 1281, E-Mail:
presse@interhyp.de; https://www.interhyp.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/12620/6375291
OTS: INTERHYP AG
|