Seite zu Favoriten hinzufügen / Link zu ihrer Webseite einrichten 

Deutschland

Top-News



HZA-BI: Bielefelder Zoll stellt Jahresbilanz 2025 vor / Rekordergebnis: Mit über 19,2 Milliarden Euro konnten die Einnahmen nochmal gesteigert werden (FOTO)

2.06.2026 18:40 Uhr Hauptzollamt Bielefeld

Bielefeld (ots) - Im Jahr 2025 flossen durch die Einnahmen des Hauptzollamtes (HZA) Bielefeld rund 19,28 Milliarden Euro in die Staatskasse.

"Der engagierte und zuverlässige Einsatz von über 800 Zöllnerinnen und Zöllnern hat maßgeblich dazu beigetragen, das starke Vorjahresergebnis von 17,2 Milliarden Euro Einnahmen erneut deutlich zu steigern. Mit der Rekordeinnahmesumme von rund 19,28 Milliarden Euro gehört unser Hauptzollamt erneut zu den einnahmestärksten Finanzbehörden in Deutschland.", erklärte Arnd Hilwig, Leiter des HZA Bielefeld, anlässlich der Vorstellung der Jahresbilanz. "Mit knapp vier Prozent der Einnahmen des Bundeshaushalts leistet das Hauptzollamt Bielefeld in Ostwestfalen-Lippe einen starken Beitrag zur Finanzierung staatlicher Aufgaben.", so Hilwig.

In der beachtlichen Einnahmesumme schlagen sich neben den Verbrauchsteuern, wie Tabaksteuer, Alkoholsteuer, Kaffeesteuer, Strom- und Energiesteuer auch die Kraftfahrzeugsteuer, die Einfuhrumsatzsteuer sowie die Zölle nieder.

Erhebung von Abgaben

Das Hauptzollamt Bielefeld hat im Jahr 2025 rund 19,28 Milliarden Euro für die Kassen des Bundes, der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen eingenommen. Die größten Einnahmequellen waren dabei die Verbrauchsteuern, die Kraftfahrzeugsteuer sowie die Einfuhrumsatzsteuer. Bei den Verbrauchsteuern ist die Tabaksteuer mit rund 17,6 Milliarden Euro stärkste Steuereinnahme beim Hauptzollamt. Darüber hinaus machten die Einnahmen aus der Strom- und Energiesteuer mit rund 191 Millionen Euro, der Alkoholsteuer mit knapp 150 Millionen Euro und der Kaffeesteuer mit gut 108 Millionen Euro einen nicht unerheblichen Teil des Gesamtergebnisses aus. Die Einfuhrumsatzsteuer belief sich auf rund 774 Millionen Euro sowie die Kraftfahrzeugsteuer auf rund 342 Millionen Euro.

Außerdem konnten gut 66 Millionen Euro an Zöllen durch die Dienststellen des HZA Bielefeld erhoben und zum Großteil an die Europäische Union abgeführt werden.

Zollämter

Die Anzahl der über die Zollämter des Hauptzollamtes Bielefeld abgefertigten Im- als auch der Exporte bewegten sich insgesamt auf konstantem Niveau. Während die Importe etwas zurückgingen gab es bei der Anzahl der Exporte einen leichten Anstieg: Es wurden insgesamt knapp 2,0 Millionen Warenpositionen eingeführt (in 2024 gut 2,2 Millionen) sowie knapp 7,8 Millionen Warenpositionen ausgeführt (in 2024 knapp 7,5 Millionen).

"Als Zollverwaltung wollen wir Partner der heimischen Wirtschaft sein. Mit elektronischen Abfertigungsverfahren sichern wir einen reibungslosen Warenverkehr und sorgen damit für funktionierende Lieferketten. Der Zoll leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Wirtschaft und Bevölkerung angesichts globaler Krisen und wachsender internationaler Herausforderungen.", stellt Hilwig fest.

Tabak- und Steuerzeichenstelle Bünde

Seit 1993 versorgt die zentrale Dienststelle die deutsche bzw. weltweite Tabakindustrie mit deutschen Steuerzeichen. Im Verbrauchsteuerrecht stellt die Erhebung der Tabaksteuer eine Besonderheit dar, weil sie über die Verwendung von Steuerzeichen abgewickelt wird. Dank einer effizienten Arbeitsweise führten die rund 30 tatkräftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dem Bundeshaushalt Tabaksteuereinnahmen in Höhe von rund 17,6 Milliarden Euro zu.

Kontrolleinheiten Verkehrswege

Die Kontrolleinheit Verkehrswege Bielefeld an den beiden Dienstorten in Anröchte und Bielefeld sowie die Kontrolleinheit Flughafen Reiseverkehr in Paderborn/Lippstadt führen die zollamtliche Überwachung des Warenverkehrs durch, die aufgrund von EU-Recht und nationalen Bestimmungen nach dem Wegfall der Kontrollen an den Binnengrenzen weiterhin vorgeschrieben ist. Einer der Schwerpunkte der Überwachungs- und Kontrolltätigkeit ist traditionell die Bekämpfung des Drogen- und Zigarettenschmuggels auf den Autobahnen sowie den Bundes- und Landstraßen im HZA-Bezirk. Die Zöllnerinnen und Zöllner konnten dabei unter anderem gut 93 Kilogramm Marihuana, gut 37 Kilogramm Amphetamin (in fester sowie flüssiger Form) - der Großteil davon waren Ecstasy-Tabletten, jeweils rund 3,6 Kilogramm Kokain und Heroin, knapp ein Kilogramm Methylamphetamin (Crystal Meth) sowie rund 1,8 Kilogramm sonstige Betäubungsmittel (beispielsweise psychoaktive Pilze - "Magic Mushrooms") und gut 15 Kilogramm in Deutschland nicht zugelassener Medikamente bzw. Dopingmittel (in fester sowie flüssiger Form) aus dem Verkehr ziehen. Zudem konnten gut 475.000 Stück unversteuerte Zigaretten sichergestellt werden.

Besonders erwähnenswerte Dogenaufgriffe gab es im März und Mai bei Kontrollen von Autos mit niederländischer bzw. polnischer Zulassung an der Bundesautobahn 2. Dabei wurden bei Gütersloh über 35 Kilogramm Ecstasy-Tabletten, verpackt in zwei Kartons und bei Hamm rund 3,6 Kilogramm Kokain in einem Rucksack sichergestellt. Die Gesamtmenge an sichergestelltem Marihuana stammt vor allem aus zwei Großaufgriffen im Speditions- bzw. Logistikbereich (83 Kilogramm). Größere Mengen an Schmuggelzigaretten wurden im Juni in einem Auto an der Bundesautobahn 44 in der Soester Börde (knapp 150.000 Stück) sowie im November in einem Kleintransporter an der Bundesautobahn 2 bei Gütersloh (250.000 Stück) und ebenfalls an der Bundesautobahn 2 in einem Auto bei Bielefeld (2.780 Stück Einweg E-Zigaretten) aufgefunden.

"Als bedeutender Bestandteil der deutschen Sicherheitsarchitektur trägt der Zoll maßgeblich zur Inneren Sicherheit bei. Mit unseren Kontrollen decken wir kriminelle Aktivitäten auf und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Die Zahlen zeigen, dass sich der risikoorientierte Ansatz der Kontrollen bewährt. Unsere Präsenz auf Autobahnen in der Region wird auch künftig sichtbar sein", sagte Arnd Hilwig. Die Kontrolleinheiten des Hauptzollamtes richten das Augenmerk darüber hinaus auch auf Kontrollen von Kiosken, Shisha-Shops sowie Shisha-Bars im Rahmen der Steueraufsicht. Bei diesen Kontrollen konnten die Zöllnerinnen und Zöllner unter anderem gut 335 Liter unversteuerte Substitute für Tabakwaren (beispielsweise Liquids für E-Zigaretten) sowie über 190 Kilogramm unversteuerten Wasserpfeifentabak sicherstellen.

Finanzkontrolle Schwarzarbeit

Die Beschäftigten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) prüften bei ihrem Kampf gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung insgesamt 857 Arbeitgeber und kontrollierten dabei 13.258 Personen an ihren Arbeitsstellen. Die Zöllnerinnen und Zöllner leiteten im zurückliegenden Jahr 3.486 Straf- sowie 2.218 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Zudem konnten 3.153 Strafverfahren und 2.130 Ordnungswidrigkeitenverfahren abgeschlossen werden. Durch die abgeschlossenen Ermittlungsverfahren der FKS wurde eine Schadenssumme von über 34 Millionen Euro aufgedeckt und Verstöße mit Bußgeldern in Höhe von knapp zwei Millionen Euro sanktioniert. Die Gerichte verhängten Freiheitsstrafen von insgesamt rund 37 Jahren. Einen Anstieg gab es bei den Geldstrafen mit gut 965.000 Euro (2024: knapp 843.000 Euro).

Hinweis

Alle Ergebnisse der FKS sind vollumfänglich aufgeschlüsselt nach Branchen, Bundesländern, Hauptzollämtern und Tatbeständen unter: www.zoll.de/statistikveroeffentlichung einsehbar.

"Der Zoll in Deutschland trägt mit seinem konsequenten Vorgehen zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung entscheidend zur Sicherung der Sozialsysteme bei und ermöglicht so faire Arbeits- und Wettbewerbsbedingungen. Mit dem neuen Gesetz zur Modernisierung und Digitalisierung der Schwarzarbeitsbekämpfung erhält die FKS weitere Befugnisse und stellt sich somit noch effektiver auf.", sagt der Leiter des Hauptzollamtes Bielefeld Hilwig.

Vollstreckung

Neben der Vollstreckung von zolleigenen Forderungen (z.B. Zölle, Verbrauchsteuern und Kfz-Steuer) waren auch im vergangenen Jahr vor allem die Bundesagentur für Arbeit, die Krankenkassen, soweit es sich um bundesunmittelbare Körperschaften des öffentlichen Rechts handelte, die Berufsgenossenschaften sowie andere Bundesbehörden Auftraggeber der sogenannten Gerichtsvollzieher des Bundes. Die zentrale Vollstreckungsstelle des HZA Bielefeld, die für die Bezirke Bielefeld und Münster zuständig ist, erreichten im letzten Jahr gut 223.000 Vollstreckungsersuche (2024: gut 207.000). Etwa 72,3 Millionen Euro an offenen Forderungen konnten in 2025 beigetrieben werden (2024: rund 66,9 Millionen Euro). Viele der im Jahr 2025 gepfändeten oder beschlagnahmten Waren (wie beispielsweise Uhren, Schmuck, Goldmünzen, Bilder, Elektronikartikel, Fahrzeuge oder Werkzeuge) wurden über die zolleigene Versteigerungsplattform www.zoll-auktion.de öffentlich versteigert.

KFZ -Steuer

Das Hauptzollamt Bielefeld betreut im Rahmen der Kfz-Steuererhebung gut 2,4 Millionen Fahrzeuge mit einem festgesetzten Steueraufkommen von knapp 342 Millionen Euro.

Karriere beim Zoll

Der Zoll mit über 49.000 Beschäftigten an über 700 Standorten in ganz Deutschland bietet von Ausbildungsplätzen, über duale Studienplätze, bis hin zu Stellenangeboten für Quereinsteiger interessante und sichere Jobs in vielfältigen und spannenden Themenbereichen und Aufgabengebieten. Für den Ausbildungsbeginn zum 1. März 2027 läuft bereits das Bewerbungsverfahren. Wer eine Ausbildung im mittleren Dienst oder ein duales Studium zum 1. September 2027 anstrebt, kann sich noch bis zum 15. Oktober 2026 beim Hauptzollamt Bielefeld bewerben.

Weitere Informationen und Stellenangebote finden Sie unter: www.zoll-karriere.de <http://www.zoll-karriere.de/> und www.zoll.de <http://www.zoll.de/>

Rückfragen bitte an:

Hauptzollamt Bielefeld Sascha Gawenda Telefon: 0521 / 3047 - 1090 E-Mail: Sascha.Gawenda@zoll.bund.de www.zoll.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/121223/6287103 OTS: Hauptzollamt Bielefeld


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Hauptzollamt Bielefeld
Für den Inhalt übernehmen wir keine Verantwortung