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Bielefeld (ots) - Im Jahr 2025 flossen durch die Einnahmen des Hauptzollamtes
(HZA) Bielefeld rund 19,28 Milliarden Euro in die Staatskasse.
"Der engagierte und zuverlässige Einsatz von über 800 Zöllnerinnen und Zöllnern
hat maßgeblich dazu beigetragen, das starke Vorjahresergebnis von 17,2
Milliarden Euro Einnahmen erneut deutlich zu steigern. Mit der
Rekordeinnahmesumme von rund 19,28 Milliarden Euro gehört unser Hauptzollamt
erneut zu den einnahmestärksten Finanzbehörden in Deutschland.", erklärte Arnd
Hilwig, Leiter des HZA Bielefeld, anlässlich der Vorstellung der Jahresbilanz.
"Mit knapp vier Prozent der Einnahmen des Bundeshaushalts leistet das
Hauptzollamt Bielefeld in Ostwestfalen-Lippe einen starken Beitrag zur
Finanzierung staatlicher Aufgaben.", so Hilwig.
In der beachtlichen Einnahmesumme schlagen sich neben den Verbrauchsteuern, wie
Tabaksteuer, Alkoholsteuer, Kaffeesteuer, Strom- und Energiesteuer auch die
Kraftfahrzeugsteuer, die Einfuhrumsatzsteuer sowie die Zölle nieder.
Erhebung von Abgaben
Das Hauptzollamt Bielefeld hat im Jahr 2025 rund 19,28 Milliarden Euro für die
Kassen des Bundes, der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen
eingenommen. Die größten Einnahmequellen waren dabei die Verbrauchsteuern, die
Kraftfahrzeugsteuer sowie die Einfuhrumsatzsteuer. Bei den Verbrauchsteuern ist
die Tabaksteuer mit rund 17,6 Milliarden Euro stärkste Steuereinnahme beim
Hauptzollamt. Darüber hinaus machten die Einnahmen aus der Strom- und
Energiesteuer mit rund 191 Millionen Euro, der Alkoholsteuer mit knapp 150
Millionen Euro und der Kaffeesteuer mit gut 108 Millionen Euro einen nicht
unerheblichen Teil des Gesamtergebnisses aus. Die Einfuhrumsatzsteuer belief
sich auf rund 774 Millionen Euro sowie die Kraftfahrzeugsteuer auf rund 342
Millionen Euro.
Außerdem konnten gut 66 Millionen Euro an Zöllen durch die Dienststellen des HZA
Bielefeld erhoben und zum Großteil an die Europäische Union abgeführt werden.
Zollämter
Die Anzahl der über die Zollämter des Hauptzollamtes Bielefeld abgefertigten Im-
als auch der Exporte bewegten sich insgesamt auf konstantem Niveau. Während die
Importe etwas zurückgingen gab es bei der Anzahl der Exporte einen leichten
Anstieg: Es wurden insgesamt knapp 2,0 Millionen Warenpositionen eingeführt (in
2024 gut 2,2 Millionen) sowie knapp 7,8 Millionen Warenpositionen ausgeführt (in
2024 knapp 7,5 Millionen).
"Als Zollverwaltung wollen wir Partner der heimischen Wirtschaft sein. Mit
elektronischen Abfertigungsverfahren sichern wir einen reibungslosen
Warenverkehr und sorgen damit für funktionierende Lieferketten. Der Zoll leistet
zugleich einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Wirtschaft und Bevölkerung
angesichts globaler Krisen und wachsender internationaler Herausforderungen.",
stellt Hilwig fest.
Tabak- und Steuerzeichenstelle Bünde
Seit 1993 versorgt die zentrale Dienststelle die deutsche bzw. weltweite
Tabakindustrie mit deutschen Steuerzeichen. Im Verbrauchsteuerrecht stellt die
Erhebung der Tabaksteuer eine Besonderheit dar, weil sie über die Verwendung von
Steuerzeichen abgewickelt wird. Dank einer effizienten Arbeitsweise führten die
rund 30 tatkräftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dem Bundeshaushalt
Tabaksteuereinnahmen in Höhe von rund 17,6 Milliarden Euro zu.
Kontrolleinheiten Verkehrswege
Die Kontrolleinheit Verkehrswege Bielefeld an den beiden Dienstorten in Anröchte
und Bielefeld sowie die Kontrolleinheit Flughafen Reiseverkehr in
Paderborn/Lippstadt führen die zollamtliche Überwachung des Warenverkehrs durch,
die aufgrund von EU-Recht und nationalen Bestimmungen nach dem Wegfall der
Kontrollen an den Binnengrenzen weiterhin vorgeschrieben ist. Einer der
Schwerpunkte der Überwachungs- und Kontrolltätigkeit ist traditionell die
Bekämpfung des Drogen- und Zigarettenschmuggels auf den Autobahnen sowie den
Bundes- und Landstraßen im HZA-Bezirk. Die Zöllnerinnen und Zöllner konnten
dabei unter anderem gut 93 Kilogramm Marihuana, gut 37 Kilogramm Amphetamin (in
fester sowie flüssiger Form) - der Großteil davon waren Ecstasy-Tabletten,
jeweils rund 3,6 Kilogramm Kokain und Heroin, knapp ein Kilogramm
Methylamphetamin (Crystal Meth) sowie rund 1,8 Kilogramm sonstige
Betäubungsmittel (beispielsweise psychoaktive Pilze - "Magic Mushrooms") und gut
15 Kilogramm in Deutschland nicht zugelassener Medikamente bzw. Dopingmittel (in
fester sowie flüssiger Form) aus dem Verkehr ziehen. Zudem konnten gut 475.000
Stück unversteuerte Zigaretten sichergestellt werden.
Besonders erwähnenswerte Dogenaufgriffe gab es im März und Mai bei Kontrollen
von Autos mit niederländischer bzw. polnischer Zulassung an der Bundesautobahn
2. Dabei wurden bei Gütersloh über 35 Kilogramm Ecstasy-Tabletten, verpackt in
zwei Kartons und bei Hamm rund 3,6 Kilogramm Kokain in einem Rucksack
sichergestellt. Die Gesamtmenge an sichergestelltem Marihuana stammt vor allem
aus zwei Großaufgriffen im Speditions- bzw. Logistikbereich (83 Kilogramm).
Größere Mengen an Schmuggelzigaretten wurden im Juni in einem Auto an der
Bundesautobahn 44 in der Soester Börde (knapp 150.000 Stück) sowie im November
in einem Kleintransporter an der Bundesautobahn 2 bei Gütersloh (250.000 Stück)
und ebenfalls an der Bundesautobahn 2 in einem Auto bei Bielefeld (2.780 Stück
Einweg E-Zigaretten) aufgefunden.
"Als bedeutender Bestandteil der deutschen Sicherheitsarchitektur trägt der Zoll
maßgeblich zur Inneren Sicherheit bei. Mit unseren Kontrollen decken wir
kriminelle Aktivitäten auf und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur
Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Die Zahlen zeigen, dass sich der
risikoorientierte Ansatz der Kontrollen bewährt. Unsere Präsenz auf Autobahnen
in der Region wird auch künftig sichtbar sein", sagte Arnd Hilwig. Die
Kontrolleinheiten des Hauptzollamtes richten das Augenmerk darüber hinaus auch
auf Kontrollen von Kiosken, Shisha-Shops sowie Shisha-Bars im Rahmen der
Steueraufsicht. Bei diesen Kontrollen konnten die Zöllnerinnen und Zöllner unter
anderem gut 335 Liter unversteuerte Substitute für Tabakwaren (beispielsweise
Liquids für E-Zigaretten) sowie über 190 Kilogramm unversteuerten
Wasserpfeifentabak sicherstellen.
Finanzkontrolle Schwarzarbeit
Die Beschäftigten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) prüften bei ihrem
Kampf gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung insgesamt 857 Arbeitgeber
und kontrollierten dabei 13.258 Personen an ihren Arbeitsstellen. Die
Zöllnerinnen und Zöllner leiteten im zurückliegenden Jahr 3.486 Straf- sowie
2.218 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Zudem konnten 3.153 Strafverfahren und
2.130 Ordnungswidrigkeitenverfahren abgeschlossen werden. Durch die
abgeschlossenen Ermittlungsverfahren der FKS wurde eine Schadenssumme von über
34 Millionen Euro aufgedeckt und Verstöße mit Bußgeldern in Höhe von knapp zwei
Millionen Euro sanktioniert. Die Gerichte verhängten Freiheitsstrafen von
insgesamt rund 37 Jahren. Einen Anstieg gab es bei den Geldstrafen mit gut
965.000 Euro (2024: knapp 843.000 Euro).
Hinweis
Alle Ergebnisse der FKS sind vollumfänglich aufgeschlüsselt nach Branchen,
Bundesländern, Hauptzollämtern und Tatbeständen unter:
www.zoll.de/statistikveroeffentlichung einsehbar.
"Der Zoll in Deutschland trägt mit seinem konsequenten Vorgehen zur Bekämpfung
von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung entscheidend zur Sicherung der
Sozialsysteme bei und ermöglicht so faire Arbeits- und Wettbewerbsbedingungen.
Mit dem neuen Gesetz zur Modernisierung und Digitalisierung der
Schwarzarbeitsbekämpfung erhält die FKS weitere Befugnisse und stellt sich somit
noch effektiver auf.", sagt der Leiter des Hauptzollamtes Bielefeld Hilwig.
Vollstreckung
Neben der Vollstreckung von zolleigenen Forderungen (z.B. Zölle,
Verbrauchsteuern und Kfz-Steuer) waren auch im vergangenen Jahr vor allem die
Bundesagentur für Arbeit, die Krankenkassen, soweit es sich um
bundesunmittelbare Körperschaften des öffentlichen Rechts handelte, die
Berufsgenossenschaften sowie andere Bundesbehörden Auftraggeber der sogenannten
Gerichtsvollzieher des Bundes. Die zentrale Vollstreckungsstelle des HZA
Bielefeld, die für die Bezirke Bielefeld und Münster zuständig ist, erreichten
im letzten Jahr gut 223.000 Vollstreckungsersuche (2024: gut 207.000). Etwa 72,3
Millionen Euro an offenen Forderungen konnten in 2025 beigetrieben werden (2024:
rund 66,9 Millionen Euro). Viele der im Jahr 2025 gepfändeten oder
beschlagnahmten Waren (wie beispielsweise Uhren, Schmuck, Goldmünzen, Bilder,
Elektronikartikel, Fahrzeuge oder Werkzeuge) wurden über die zolleigene
Versteigerungsplattform www.zoll-auktion.de öffentlich versteigert.
KFZ -Steuer
Das Hauptzollamt Bielefeld betreut im Rahmen der Kfz-Steuererhebung gut 2,4
Millionen Fahrzeuge mit einem festgesetzten Steueraufkommen von knapp 342
Millionen Euro.
Karriere beim Zoll
Der Zoll mit über 49.000 Beschäftigten an über 700 Standorten in ganz
Deutschland bietet von Ausbildungsplätzen, über duale Studienplätze, bis hin zu
Stellenangeboten für Quereinsteiger interessante und sichere Jobs in
vielfältigen und spannenden Themenbereichen und Aufgabengebieten. Für den
Ausbildungsbeginn zum 1. März 2027 läuft bereits das Bewerbungsverfahren. Wer
eine Ausbildung im mittleren Dienst oder ein duales Studium zum 1. September
2027 anstrebt, kann sich noch bis zum 15. Oktober 2026 beim Hauptzollamt
Bielefeld bewerben.
Weitere Informationen und Stellenangebote finden Sie unter: www.zoll-karriere.de
<http://www.zoll-karriere.de/> und www.zoll.de <http://www.zoll.de/>
Rückfragen bitte an:
Hauptzollamt Bielefeld
Sascha Gawenda
Telefon: 0521 / 3047 - 1090
E-Mail: Sascha.Gawenda@zoll.bund.de
www.zoll.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/121223/6287103
OTS: Hauptzollamt Bielefeld
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