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Osnabrück (ots) - Das Hauptzollamt Osnabrück hat auch im vergangenen
Kalenderjahr (KJ) 2025 wieder einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der
Staatseinnahmen und Sozialsysteme sowie für die Sicherheit für Staat und Bürger
geleistet. Dies sind die Zahlen:
- 34,6 Millionen Euro erhobene Zölle
- 396,9 Millionen Euro erhobene Verbrauchsteuern
- 10,7 Millionen Euro nacherhobene/zurückgeforderte Zölle und
Verbrauchsteuern
- 87,3 Millionen Euro erstattete Strom- und Energiesteuern
- 92,5 Millionen Euro durch Vollstreckungsmaßnahmen eingenommen
- 18,3 Millionen Euro Schaden an den Sozialsystemen durch
Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung ermittelt
- 86,6 kg Rauschgift sichergestellt
- 53.678 Zigaretten sichergestellt
- 197 Waffen sichergestellt
- 10.863 Euro Zahlungsmittel vorläufig sichergestellt
- 1 Verstoß gegen den Artenschutz festgestellt
- 45 Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz (AMG) festgestellt
- 22 Grenzbeschlagnahmen durchgeführt
Sehr zufrieden mit den guten Ergebnissen für das abgelaufene Jahr zeigt sich der
Leiter des Hauptzollamtes Osnabrück, Dr. Thomas Möller, zusammen mit seinen 580
Stammbeschäftigten und 92 Nachwuchskräften.
Erfreulich ist dabei das Jahresergebnis bei den Einnahmen. Insgesamt haben die
Osnabrücker Zöllnerinnen und Zöllner 937,2 Millionen Euro Abgaben erhoben. Ein
mehr als positives Bild zeichnet die Bilanz der Finanzkontrolle Schwarzarbeit
(FKS)des Hauptzollamtes Osnabrück. Die von der FKS aufgedeckte Schadenssumme
aufgrund von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten beläuft sich auf mehr als 18,3
Millionen Euro.
"Diese erfolgreiche Bilanz ist das Ergebnis der engagierten Arbeit der
Zöllnerinnen und Zöllner des Hauptzollamtes Osnabrück", so Dr. Thomas Möller.
Die Bilanz im Einzelnen
Erhebung von Steuern und Abgaben
Zuständig für die Einnahme von Abgaben sind beim Hauptzollamt Osnabrück die
Beschäftigten des Sachgebietes B - Abgabenerhebung. Diese konnten Verbrauch- und
Verkehrsteuern für den Fiskus i. H. v. ca. 613,6 Millionen Euro einnehmen.
Hierbei handelte es sich um Energie-, Strom-, Tabak-, Branntwein-, Kaffee-,
Bier-, Schaumwein- und Zwischenerzeugnissteuer sowie Kraftfahrzeugsteuer.
Die Einnahmen aus Zöllen i. H. v. ungefähr 34,6 Millionen Euro für Waren aus
Drittstaaten fließen vorrangig in den Haushalt der Europäischen Union. Die für
den Bundeshaushalt erhobene Einfuhrumsatzsteuer beziffert sich auf ca. 289
Millionen Euro.
Kfz-Steuer
Das Hauptzollamt Osnabrück betreut im Rahmen der Kfz-Steuererhebung rund 1,5
Millionen Fahrzeuge (Pkw, Lkw, Anhänger). Das festgesetzte Steueraufkommen
beträgt rund 216,7 Millionen Euro.
Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV)
Für die an der Binnengrenze zu dem Königreich der Niederlande erforderliche
Bekämpfung des Rauschgiftschmuggels sind die Beschäftigten des Sachgebietes C -
Kontrollen zuständig, welche mobile Kontrollen durchführen und dabei von
Rauschgiftspürhunden unterstützt werden.
Die Beschäftigten beschlagnahmten rund 30 kg Ecstasy-Tabletten, 10,7 kg
Amphetamine, 26,1 kg Haschisch, 3,6 kg Marihuana und 16,2 kg sonstige
Betäubungsmittel. Im Zuge der Bekämpfung des Tabakschmuggels wurden auch 53.678
Zigaretten sichergestellt.
Steueraufsicht und Außenprüfung
Steuerfestsetzungen beruhen auf Angaben, die die Beteiligten selbst machen. Das
Sachgebiet D - Prüfungsdienst des Hauptzollamtes Osnabrück überprüft
nachträglich Unternehmen im Auftrag des Sachgebietes B - Abgabenerhebung, bei
denen aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit auch Zölle und Verbrauchsteuern
anfallen, und stellen durch Zoll- und Außenprüfungen die Steuergerechtigkeit und
die Gleichbehandlung der Steuerpflichtigen sicher. Vorgelagerte
Steueraufsichtsmaßnahmen helfen frühzeitig Verstöße aufzudecken.
Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS)
Die Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung ist ein bedeutender
Tätigkeitsschwerpunkt des Hauptzollamtes Osnabrück. Zuständig hierfür ist das
Sachgebiet E - Prüfungen und Ermittlungen Finanzkontrolle Schwarzarbeit mit
Standorten in Osnabrück, Nordhorn und Lohne.
Prüfungsschwerpunkte bildeten im KJ 2025 unter anderem das Bauhaupt- und
Baunebengewerbe, das Speditions-, Transport- und Logistikgewerbe das Hotel- und
Gaststättengewerbe sowie die Fleischwirtschaft. Die Kontrolle der Einhaltung des
gesetzlichen Mindestlohnes und des Branchen-Mindestlohnes ist Bestandteil der
Prüfungen. Im KJ 2025 überprüfte die FKS 519 Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber.
Daraus folgten 1.817 Strafverfahren und 1.232 Bußgeldverfahren, die wegen
Schwarzarbeit oder illegaler Beschäftigung i. S. d.
Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes (SchwarzArbG) geführt werden. Im vergangenen
Jahr konnten insgesamt 1.604 Strafverfahren und 996 Bußgeldverfahren
abgeschlossen werden.
Mit ihren Prüfungen und Ermittlungen deckten die Zöllnerinnen und Zöllner
Schäden i. H. v. ca. 18,3 Millionen Euro an den Sozialsystemen auf (u. a. durch
vorenthaltene und veruntreute Sozialversicherungsbeiträge, Sozialleistungsbetrug
u. A.). Aufgrund von Prüfungen und Ermittlungen der FKS konnten die
Landesfinanzbehörden auch ca. 179.930 Euro Steuerschäden ermitteln.
Die Gerichte verurteilten aufgrund der Ermittlungen des Hauptzollamtes Osnabrück
Täterinnen und Täter zu ca. 26,8 Jahren Freiheitsstrafe und 347.330 Euro
Geldstrafe. Das Hauptzollamt Osnabrück verhängte selbst Bußgelder i. H. v. ca.
880.000 Euro wegen ordnungswidrigem Verhalten.
Zentrale Vollstreckungsstelle Nordhorn
Bei der über Osnabrück hinaus für den gesamten Weser-Ems-Raum und Bremen
zuständigen Zentralen Vollstreckungsstelle des Hauptzollamtes Osnabrück mit Sitz
in Nordhorn (Sachgebiet G - Vollstreckung und Verwertung) gingen im letzten Jahr
255.909 Vollstreckungsersuchen ein.
Der Vollstreckungsinnendienst und die im Außendienst tätigen Vollziehungsbeamten
vollstreckten in 269.865 Vollstreckungsfällen ca. 92,5 Millionen Euro nicht nur
für die Zollverwaltung, sondern auch für andere öffentliche Stellen, z. B. die
Bundesagentur für Arbeit (BA) u. a.
Postverkehr/Grenzbeschlagnahmen
Bei den vier Zollämtern des Hauptzollamtes Osnabrück - Zollamt Fledder, Zollamt
Lingen, Zollamt Lohne und Zollamt Schüttorf - lag der Schwerpunkt der
Zollabfertigung im KJ 2025 auf der Einhaltung handelspolitischer Maßnahmen und
der Kontrolle von Verboten und Beschränkungen. Bei kumulierten 1,5 Millionen
angemeldeten Ausfuhrpositionen wurden annähernd 12.000 Positionen aufgrund hoher
Risikobewertungen eingehender geprüft. Insbesondere bei der Überwachung des
Außenwirtschaftsverkehrs vor dem Hintergrund der umfangreichen Sanktionen gegen
Russland wurden mangels fehlender Genehmigungen des Bundesamts für Wirtschaft
und Ausfuhrkontrolle 95 angemeldete Ausfuhren vollständig untersagt.
Im vergangenen Jahr ist erneut eine deutliche Zunahme des weltweiten
Warenversands im Postverkehr zu verzeichnen. Die Sicherheit der Verbraucherinnen
und Verbraucher zu gewährleisten und die Einhaltung der geltenden Gesetze
konsequent durchzusetzen, steht vor diesem Hintergrund weiterhin im Fokus der
Zollkontrollen. Es wurden 45 Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz, 36 Verstöße
im Bereich des gewerblichen Rechtsschutzes und der Produktsicherheit sowie ein
Verstoß gegen den Artenschutz festgestellt.
Oft mangelt es an der vorgesehenen CE-Kennzeichnung, einer
Typgenehmigungsnummer, einem verantwortlichen EU-Importeur oder der
erforderlichen Konformitätserklärung. Als Folge bleibt dann nur die
Wiederausfuhr oder die Vernichtung der Gegenstände. Das Hauptzollamt Osnabrück
appelliert daher, beim Onlinekauf wachsam zu sein, nur vertrauenswürdige
Anbieter zu nutzen und sich vorab beim zuständigen Zollamt über die
Einfuhrbestimmungen zu informieren.
Ausbildung beim Hauptzollamt Osnabrück
Um die zahlreichen und spannenden Aufgaben und Tätigkeiten des Zolls abzudecken,
sind bundesweit rund 49.000 Menschen im Einsatz. Im letzten Jahr haben insgesamt
43 Personen eine Ausbildung beim Hauptzollamt Osnabrück begonnen: 27 die
zweijährige Ausbildung zum Zöllner/Zöllnerin für den mittleren nichttechnischen
Zolldienst (Berufsbezeichnung Finanzwirtin oder Finanzwirt) sowie fünf im März
und elf im September das duale Studium zum Zöllner/Zöllnerin für den gehobenen
nichttechnischen Zolldienst (Abschluss Bachelor of Laws (LL.B.)).
Auch das Hauptzollamt Osnabrück sucht Verstärkung: Für den Ausbildungsbeginn am
1. September 2027 und den Studienbeginn am 1. September 2027 und 1. März 2028
können sich Interessierte noch bis zum 15. Oktober 2026 bzw. 15. April 2027
bewerben. Informationen zu Ausbildung und Studium erteilt das Hauptzollamt
Osnabrück gerne oder sind unter www.zoll-karriere.de leicht zu finden.
"Wir sind der ZOLL" - Tag der offenen Tür beim Hauptzollamt Osnabrück
Dr. Möller: "Zum 75-jährigen Bestehen des Zolls in der Bundesrepublik
Deutschland wird das Hauptzollamt Osnabrück am Samstag, 29. August 2026, 10:00
Uhr bis 16:00 Uhr, Meller Straße 272, 49082 Osnabrück, zum ersten Mal einen Tag
der offenen Tür unter dem Motto "Wir sind der ZOLL" veranstalten. Interessierte
Jugendliche sowie Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen den Zoll
kennenzulernen. Neben einer Zollhundevorführung, Einblicken in die
Zolltätigkeiten, der Vorstellung der Ausbildung und des dualen Studiums werden
auch Kinderaktionen (z. B. Hüpfburg, Bastelecke u. A.) angeboten. Die
Veranstaltung wird "rund um das Hauptzollamt Osnabrück" in der Meller Straße 272
stattfinden. Über rege Teilnahme würde ich mich sehr freuen!"
Rückfragen bitte an:
Hauptzollamt Osnabrück
Stefan Poller
Telefon: 0541 3301-1006
E-Mail: presse.hza-osnabrueck@zoll.bund.de
www.zoll.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/121236/6304829
OTS: Hauptzollamt Osnabrück
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