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Hohenlohekreis (ots) - A6 / Öhringen: Update zum Gefahrgut-Unfall
Am Freitag kam es auf der Autobahn 6 in Fahrtrichtung Mannheim kurz vor der
Anschlussstelle Öhringen zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein
Gefahrguttransporter umkippte, wir berichteten.
(https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110971/6350593
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110971/6350609). Zeugen beobachteten,
dass das Sattelzuggespann kurz nach der Anschlussstelle Neuenstein mit hoher
Geschwindigkeit und unsicherer Fahrweise unterwegs war. Der Lkw soll mehrfach
nach rechts und links von der Fahrbahn abgekommen und mit der Mittelschutzplanke
kollidiert sein, bevor er nach rechts in die Böschung abkam und zur Seite
kippte. Vermutlich lag beim 41-jährigen Fahrer des Gespanns ein medizinischer
Notfall vor. Er wurde durch den Unfall schwer verletzt, in der Fahrerkabine
eingeklemmt und durch Rettungskräfte befreit. Es entstand Sachschaden von rund
220.000 Euro am Sattelzug und von rund 70.000 Euro an den Schutzplanken. Während
der Unfallaufnahme ereignete sich auf der Gegenfahrbahn in Richtung Nürnberg ein
weiterer Verkehrsunfall mit fünf beteiligten Fahrzeugen und mehreren
Leichtverletzten. Ob sich dieser durch die Fahrweise von Schaulustigen
ereignete, ist Gegenstand der Ermittlungen. Aufgrund des geladenen
Gefahrenstoffes im Sattelzugauflieger musste die Unfallstelle in einem Umkreis
von 150 Metern evakuiert werden. Die evakuierten Personen wurde in einer
Sporthalle untergebracht und versorgt. Kurz nach dem Unfall wurden bereits
Ausleitungen an den Anschlussstellen Neuenstein und Öhringen eingerichtet. Die
Pkws, die sich zwischen diesen und der Unfallstelle befanden, wurden
rückgeführt. Durch das hohe Verkehrsaufkommen, die Baustellensituation und den
eingerichteten, notwendigen Gefahrenbereich kam es jedoch trotzdem zu langen
Wartezeiten der im Stau befindlichen Verkehrsteilnehmer. Aufgrund der
aufwendigen Sicherung der Ladung und notwendigen Bergung des Fahrzeugs musste
die A6 im Bereich der Unfallstelle bis zum Folgetag in beide Richtungen voll
gesperrt bleiben. Nach einer Fahrbahnreinigung wurde die A6 in Richtung Nürnberg
am Samstag gegen 11:30 Uhr wieder freigegeben. In Richtung Mannheim dauerte die
Vollsperrung bis 16:45 Uhr an. Die endgültige Freigabe erfolgte nach Bergung des
Sattelzugs gegen 18 Uhr. Der Inhalt des Gefahrguttransports befindet sich in
einem Zwischenlager und muss vor dem Transport an den ursprünglichen
Verwendungsort nochmals umgepumpt werden.
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OTS: Polizeipräsidium Heilbronn
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