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Osnabrück (ots) - Angesichts fast leerer Gasspeicher und voraussichtlich
ausbleibender Preissenkungen im Sommer warnt der
Verbraucherzentralen-Bundesverband (vzbv) vor einer Kostenexplosion für
Haushalte im kommenden Herbst und Winter.
"Niemand weiß, wann und ob die Krise rasch und dauerhaft beendet wird. Wenn
nicht, drohen auch für die nächste Heizperiode deutlich höhere Preise, vor allem
beim Gas", sagte vzbv-Chefin Ramona Pop im Interview mit der "Neuen Osnabrücker
Zeitung" (noz). Die Wette darauf, die Speicher im Sommer mit billigem Gas zu
füllen, sei "mehr als riskant", betonte Pop. Dies gelte auch nach der
kurzzeitigen Öffnung der Straße von Hormus. Der Grund: ein "politisches
Versäumnis" trotz der Erfahrungen aus dem Ukraine-Krieg: "Es könnte sich rächen,
dass nicht ausreichend vorgesorgt wurde", so die Verbraucherschützerin.
Angesichts der möglichen Preissprünge müsse die Regierung Vorkehrungen treffen,
um steigende Kosten für Verbraucher abzufedern: "Gut möglich, dass die Regierung
wieder über eine Gaspreisbremse nachdenken muss, wenn es kalt wird und die
Iran-Krise fortdauert", erklärte Pop. Es müsse verhindert werden, dass Menschen
ihre Wohnungen nicht mehr heizen können.
"Zusätzlich raten wir allen Verbrauchern, Anbieterwechsel zu prüfen und noch vor
dem Winter nach günstigeren Neuverträgen Ausschau zu halten, bevor es zu spät
ist."
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