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"Politisches Versäumnis": Chefin der Verbraucherzentrale warnt vor möglichem Heiz-Schock im Winter/ Pop: Deutlich höhere Preise, "vor allem beim Gas"- Eventuell erneute Gaspreisbremse nötig

21.04.2026 03:06 Uhr Neue Osnabrücker Zeitung

Osnabrück (ots) - Angesichts fast leerer Gasspeicher und voraussichtlich ausbleibender Preissenkungen im Sommer warnt der Verbraucherzentralen-Bundesverband (vzbv) vor einer Kostenexplosion für Haushalte im kommenden Herbst und Winter.

"Niemand weiß, wann und ob die Krise rasch und dauerhaft beendet wird. Wenn nicht, drohen auch für die nächste Heizperiode deutlich höhere Preise, vor allem beim Gas", sagte vzbv-Chefin Ramona Pop im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz). Die Wette darauf, die Speicher im Sommer mit billigem Gas zu füllen, sei "mehr als riskant", betonte Pop. Dies gelte auch nach der kurzzeitigen Öffnung der Straße von Hormus. Der Grund: ein "politisches Versäumnis" trotz der Erfahrungen aus dem Ukraine-Krieg: "Es könnte sich rächen, dass nicht ausreichend vorgesorgt wurde", so die Verbraucherschützerin.

Angesichts der möglichen Preissprünge müsse die Regierung Vorkehrungen treffen, um steigende Kosten für Verbraucher abzufedern: "Gut möglich, dass die Regierung wieder über eine Gaspreisbremse nachdenken muss, wenn es kalt wird und die Iran-Krise fortdauert", erklärte Pop. Es müsse verhindert werden, dass Menschen ihre Wohnungen nicht mehr heizen können.

"Zusätzlich raten wir allen Verbrauchern, Anbieterwechsel zu prüfen und noch vor dem Winter nach günstigeren Neuverträgen Ausschau zu halten, bevor es zu spät ist."

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/58964/6259255 OTS: Neue Osnabrücker Zeitung


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Neue Osnabrücker Zeitung
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