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Berlin (ots) - In der 20. Berliner Rede zur Freiheit am Brandenburger Tor
stellte Prof. Dr. Veronika Grimm die Leitfrage in den Mittelpunkt: Wie kann
Europa seine freiheitliche Ordnung in einer Welt geopolitischer und
gesellschaftlicher Spannungen behaupten? Grimm, Mitglied des
Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung,
warb vor ca. 500 Gästen dafür, Freiheit als konkrete Gestaltungsaufgabe zu
verstehen - wirtschaftlich, technologisch und sicherheitspolitisch. Die Rede zur
Freiheit wird jedes Jahr von der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
ausgerichtet.
"Verantwortung verlangt die Bereitschaft, auch unbequeme Entscheidungen zu
treffen - um die Freiheit zukünftiger Generationen zu sichern und unsere
freiheitliche Ordnung zu schützen", so Grimm. Sie verankerte den
Freiheitsbegriff im normativen Kern des Grundgesetzes: Ausgangspunkt sei ein
Menschenbild, das die einzelne Person ins Zentrum stellt. Freiheit sei zugleich
Grundlage von gesellschaftlicher Leistungsfähigkeit und von Wohlstand. In
Anknüpfung an Hayek unterstrich Grimm die Bedeutung dezentraler Entscheidungen:
Wissen sei verteilt und könne nur genutzt werden, wenn Menschen handeln,
experimentieren, ins Risiko gehen und Verantwortung übernehmen dürften. Dafür
brauche es verlässliche Regeln, die Macht begrenzen und Willkür verhindern.
Mit Blick auf die Rolle Europas betonte Grimm: Voraussetzung für eine tragfähige
westliche Allianz sei, dass Europa selbst an wirtschaftlicher und
technologischer Stärke gewinne und damit in der Lage sei, substanzielle Beiträge
zu leisten. Partnerschaft setze Leistungsfähigkeit voraus.
Karl-Heinz Paqué, Vorstandsvorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung für die
Freiheit 2018-2026, betonte zu Beginn des Abends: "Freiheit ist kein abstrakter
Begriff. Freiheit zeigt sich immer ganz konkret: In den Möglichkeiten, die
Menschen haben. In den Entscheidungen, die sie treffen können, und auch in den
Grenzen, die ihnen gesetzt werden."
Im Anschluss diskutierten Prof. Dr. Veronika Grimm und Christian Dürr unter der
Moderation von Michael Bröcker. Christian Dürr argumentierte: "Das ist der
Freiheitskampf von heute. Es geht darum: Wie frei wollen wir leben? Das hat eine
ganz klare ökonomische Seite. Die hat nicht nur etwas mit Steuerpolitik zu tun,
sondern mit individueller Freiheit und Lebenschancen."
Dr. Maren Jasper-Winter, Vorstandsmitglied der Friedrich-Naumann-Stiftung für
die Freiheit, beschloss den Abend: "Entscheidend ist die Frage: Können Menschen
tatsächlich frei handeln und ihre Ideen umsetzen? Können sie gründen? Können sie
investieren? Können sie Entscheidungen treffen? Oder werden sie ausgebremst?
Genau dort entscheidet sich die Freiheit."
Die gesamte Rede (https://www.youtube.com/watch?v=GwxBpWAQfb4&t=1s) ist hier zu
sehen. Fotos (https://www.freiheit.org/de/rede-zur-freiheit) zur Veranstaltung
finden Sie hier.
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OTS: Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit
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