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Berlin (ots) - Zu dem am Donnerstag veröffentlichten Entwurf eines
GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes (https://www.bundesgesundheitsministerium.de
/service/gesetze-und-verordnungen/detail/gkv-beitragssatzstabilisierungsgesetz)
fand gestern eine Expertenanhörung im Bundesgesundheitsministerium statt. Oliver
Meermann, Mitglied des Bundesvorstandes der Johanniter-Unfall-Hilfe, sieht den
Entwurf äußerst kritisch: "Das Ziel, den Krankenversicherungsbeitrag stabil zu
halten, ist nachvollziehbar und wichtig. Der Gesetzgeber sollte aber genau
hinschauen, wo er den Rotstift ansetzt. Der nun vorgelegte Gesetzentwurf kommt
einem finanziellen Würgegriff sowohl für den Rettungsdienst, als auch für die
Pflege gleich. In beiden Bereichen werden bereits seit Jahren
Versorgungsengpässe im Gesundheitssystem abgefedert. Ausgerechnet hier sollen
nun die Tarifsteigerungen per Gesetz unwirtschaftlich gemacht werden."
Kevin Grigorian, Experte der Johanniter für den Rettungsdienst, ergänzt: "Es ist
problematisch und realitätsfern, dass das Bundesgesundheitsministerium die
Finanzierung von Rettungsdienst, Krankenfahrdienst und Pflege auf die
Grundlohnrate begrenzen will. Die Menschen im Rettungsdienst und in der Pflege
arbeiten bereits jetzt an der Belastungsgrenze und kämpfen mit dem
Fachkräftemangel. Währenddessen steigen die Einsatzzahlen im Rettungsdienst und
die Arbeitsbelastung in der Pflege permanent. Gerade mit Blick auf den
demographischen Wandel ist eine leistungsgerechte Vergütung unabdingbar, um die
Versorgungssicherheit aufrechtzuerhalten. Die Menschen, die tagtäglich anderen
Menschen in Notlagen helfen oder sie im Alltag unterstützen, verdienen gute
Rahmenbedingungen."
Unsere vollständige Stellungnahme findet sich hier (https://www.johanniter.de/jo
hanniter-unfall-hilfe/veroeffentlichungen/stellungnahmen/stellungnahme/johannite
r-bewerten-geplante-gkv-reform-kritisch-18616/)
Über die Johanniter-Unfall-Hilfe
Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit mehr als 33.000 Beschäftigten, rund 44.000
ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und 1,2 Millionen Fördermitgliedern eine
der großen Hilfsorganisationen in Deutschland und zugleich ein bedeutendes
Unternehmen der Sozialwirtschaft. Die Johanniter engagieren sich in den
Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege
von alten und kranken Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter
Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen
Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im
Ausland.
Pressekontakt:
Juliane Flurschütz, Stellvertretende Pressesprecherin
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Bundesgeschäftsstelle
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OTS: Johanniter Unfall Hilfe e.V.
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