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Gais, Schweiz (ots) - Beleidigungen als "Scherz", tagelanges Schweigen, subtile
Drohungen oder digitale Grenzverletzungen - was im Alltag vieler Paare als
normale Konfliktdynamik abgetan wird, kann bereits frühe Formen von Gewalt
darstellen. Dennoch fehlt es in der Paartherapie häufig an klarer Sprache und
systematischer Einordnung. Mit seinem Fortbildungs- und Mentoring-Programm zur
Gewaltprävention in der Arbeit mit Paaren schließt das Institut BeziehungsWeise
genau diese Lücke. Wie das funktioniert, erfahren Sie hier.
Paartherapie beginnt selten in ruhigem Fahrwasser. Im Gegenteil: Meist suchen
Paare erst dann Unterstützung, wenn die Belastung bereits hoch ist, Vorwürfe
dominieren und Eskalationen zum Alltag gehören. Im Rahmen professioneller
Sitzungen offenbaren sich dabei Abwertungen, Provokationen, Bloßstellen vor
Dritten, Nachspionieren oder körperliches Bedrängen. Nicht selten werden solche
Dynamiken im therapeutischen Sprachgebrauch schlicht als "Teufelskreislauf",
"Kommunikationsproblem" oder "hochstrittige Beziehung" bezeichnet. Dass es sich
dabei unter Umständen bereits um Gewalt in Beziehungen handeln kann, bleibt
hingegen oft unausgesprochen. "Wenn Gewalt nicht klar als solche benannt wird,
fehlt nicht nur die fachliche Einordnung, sondern vor allem der nötige Schutz.
Dadurch steigt das Risiko weiterer Eskalation", warnt Tamara Scherer von
TherapeutenWEGE (https://www.therapeutenwege.com/) , einer Marke der HE Academy
& Concept GmbH.
"Gewaltprävention in Paarbeziehungen beginnt nicht erst bei körperlichen
Übergriffen, sondern bei der Fähigkeit, frühe Dynamiken präzise zu erkennen und
professionell einzuordnen", fügt sie hinzu. Unter dieser Prämisse entwickelten
Barbara Fluch und Silke Grabenberger, beide seit vielen Jahren in der Paar- und
Sexualtherapie tätig, mit Unterstützung von Tamara Scherer am Institut
BeziehungsWeise ein strukturiertes Fortbildungs- und Mentoring-Programm für
Therapeuten sowie psychosoziale Fachpersonen - nicht als Ersatz, sondern als
Ergänzung klassischer Paartherapie. Ausgangspunkt war die wiederkehrende
Erfahrung aus der Praxis: Nicht mangelndes Engagement verhindert klare
Interventionen, sondern fehlende Konzepte, Diagnosetools und
Handlungssicherheit. Die drei Expertinnen verbindet dabei die Überzeugung, dass
Gewalt kein individuelles Defizit oder Beziehungsthema, sondern schlicht eine
Grenze ist, die eine klare fachliche Haltung erfordert.
Gewalt erkennen, benennen und differenzieren: So bringt das Institut
BeziehungsWeise Struktur in die therapeutische Arbeit mit Paaren
Im Zentrum des Fortbildungsprogramms steht die präzise Unterscheidung zwischen
Konflikt, Krise und Gewaltdynamik. Vermittelt werden diagnostische Kriterien und
Instrumente, mit denen sich Gewalt in Beziehungen erkennen lässt - auch in ihren
frühen, psychischen, emotionalen oder digitalen Formen. Gaslighting,
systematische Schuldzuweisungen, Kommunikationsentzug oder bildbasierte Gewalt
werden dabei ebenso thematisiert wie Macht- und Kontrolldynamiken. "Fachpersonen
brauchen eine gemeinsame Sprache und klare Kriterien, um Verantwortung korrekt
zuzuordnen und Betroffene zu schützen", erläutert Tamara Scherer hierzu. Neben
inhaltlicher Wissensvermittlung geht es daher auch um die Entwicklung einer
tragfähigen professionellen Haltung, welche die nötige Sicherheit im
therapeutischen Setting schafft.
Das mehrmonatige Online-Ausbildungsprogramm folgt dabei stets einem klar
strukturierten modularen Prozess: Wöchentliche Calls, Gruppen- und
Einzelsupervision sowie ein umfassender Memberbereich mit Videos, Workbooks und
Leitfäden ermöglichen eine direkte Integration in den Praxisalltag. So lernen
Therapeuten sowie psychosoziale Fachpersonen, im Rahmen welcher Wege Paararbeit
verantwortbar ist, wann gewaltfördernde Bedingungen im Fokus stehen und wann
Grenzen gezogen oder Prozesse sogar beendet werden müssen. "Klare Regeln im
Setting, transparente Vereinbarungen gegen Gewalt und eine konsequente
Priorisierung von entsprechendem Schutz sind unverzichtbar", so Tamara Scherer.
Damit unterscheidet sich das Programm von allgemeinen Fort- und Weiterbildungen,
die Paararbeit zwar thematisieren, Gewalt gar nicht oder nur am Rande behandeln.
Geballte Expertise als Basis: Was hinter dem Fortbildungs- und
Mentoring-Programm des Instituts BeziehungsWeise steckt
Die inhaltliche Substanz des Programms basiert dabei auf der langjährigen
praktischen und wissenschaftlich fundierten Arbeit seiner Schöpferinnen: So
vereint Barbara Fluch als Paar - und Sexualtherapeutin, Lehrtherapeutin und
diplomierte Sozialpädagogin umfassende Erfahrung in der Begleitung von Menschen
in Lebenskrisen, bei Ängsten, Traumatisierungen, Suchtthemen, Trauerprozessen
sowie bei Konflikten in Beziehung und Beruf. Ihr Blick auf Macht, Ohnmacht und
geschlechtsspezifische Dynamiken ist ebenso Teil ihrer therapeutischen Praxis
wie die Arbeit an Selbstwert und persönlicher Entwicklung. Silke Grabenberger
versteht Psychotherapie währenddessen als individuellen Veränderungsprozess, der
einen sicheren, tragfähigen Rahmen benötigt. Ihre Qualifikationen als
Psychotherapeutin mit Fachspezifikum für Systemische Familientherapie, als
Diplomsozialarbeiterin sowie ihr Masterstudium in Klinischer Sozialarbeit bilden
dabei die Grundlage für eine differenzierte systemische Perspektive.
"Wir wollen sowohl langjährigen als auch Fachpersonen, die am Anfang ihres
Berufsweges stehen, zeigen, wie sie sich im Umgang mit Gewalt sicher fühlen.
Sicherheit schafft Klarheit, schützt Betroffene und ermöglicht
verantwortungsvolles Handeln - präventiv und genau dann, wenn es notwendig wird.
Wir sind überzeugt, dass professionelle Beziehungskompetenz nicht nur einzelnen
Paaren hilft, sondern unsere gesamte Gesellschaft stärkt", beschreiben Barbara
Fluch und Silke Grabenberger den Kerngedanken hinter ihrem Angebot. Um diesen
Anspruch letztlich auch in ein tragfähiges System übersetzen zu können, haben
sie sich bei der Entwicklung, Gestaltung und Optimierung ihres Fortbildungs- und
Mentoring-Programms umfassend von Tamara Scherer und dem Team von
TherapeutenWEGE unterstützen lassen. Die ehemalige Psychologin und
Psychotherapeutin brachte dabei ihre konzeptionelle und strategische Expertise
ein, um ein praxisnahes Programm auszuarbeiten, das therapeutische Qualität mit
nachhaltiger Umsetzbarkeit verbindet.
Sie arbeiten mit Paaren oder Beziehungssystemen und wollen das Thema Gewalt
dabei professionell sowie präventiv behandeln können? Dann melden Sie sich jetzt
bei Barbara Fluch und Silke Grabenberger vom Institut BeziehungsWeise
(http://www.gemeinsam-gegen-gewalt.com) und buchen Sie ein unverbindliches
Beratungsgespräch!
Pressekontakt:
TherapeutenWEGE - HE Academy & Concept GmbH
E-Mail: mailto:kontakt@tamarascherer.com
Web: https://www.therapeutenwege.com
Ruben Schäfer
E-Mail: mailto:redaktion@dcfverlag.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/181595/6261389
OTS: TherapeutenWEGE - HE-Academy & Concept GmbH
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