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Sperrfrist: 27.04.2026 05:00
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Köln (ots) - +++ Achtung Sperrfrist für alle Ausspielwege : 27. April 2026, 5.00
Uhr +++
Knapp zwei Drittel der Deutschen (64 Prozent) würden eine Wiedereinführung der
Vermögenssteuer befürworten. 29 Prozent sprechen sich dagegen aus. Das hat eine
repräsentative Umfrage im Auftrag des WDR ergeben, für die infratest dimap im
April bundesweit 2.084 Menschen aus der deutschsprachigen Bevölkerung ab 16
Jahren befragt hat.
Zustimmung erhält eine Rückkehr zur Vermögenssteuer, die seit 1997 nicht mehr
erhoben wird, neben Sympathisanten von Linke (88 Prozent), Grünen (87 Prozent)
und SPD (84 Prozent) auch von Menschen, die der Union nahestehen (62 Prozent).
Unter AfD-Anhängern sind 52 Prozent dagegen und 42 Prozent dafür.
Eine Erhöhung der Erbschaftssteuer auf hohe Erbschaften wird ebenfalls
mehrheitlich (61 Prozent) unterstützt; jeder Dritte (32 Prozent) ist dagegen.
Auch hierfür zeigen sich Anhänger von Grünen (88 Prozent), Linke (85 Prozent),
SPD (78 Prozent) und Union (64 Prozent) mehrheitlich offen, während unter
Sympathisanten der AfD 62 Prozent dagegen sind und jeder Dritte (33 Prozent)
dafür.
Insgesamt halten es derzeit 81 Prozent der Befragten für ungerecht, wie der
wirtschaftliche Wohlstand in Deutschland verteilt ist. Für 15 Prozent ist der
Wohlstand im Land dagegen gerecht verteilt. Anhänger aller im Bundestag
vertretenen Parteien kritisieren die Wohlstandsverteilung in Deutschland
mehrheitlich als ungerecht. Besonders ausgeprägt ist das
Ungerechtigkeitsempfinden in den mitteldeutschen Bundesländern Sachsen,
Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie in der Region Berlin und Brandenburg, wo es
jeweils 90 Prozent ungerecht finden, wie der Wohlstand verteilt ist.
Grundsätzlich hat das Prinzip der Leistungsgerechtigkeit in der deutschen
Bevölkerung die meisten Anhänger: Für 42 Prozent ist es am wichtigsten, dass
derjenige, der mehr leistet, auch mehr verdient. Jeder Dritte (32 Prozent)
unterstützt in erster Linie die Verteilungsgerechtigkeit und findet es am
wichtigsten, dass Unterschiede bei Einkommen und Vermögen nicht zu groß werden.
23 Prozent befürworten vor allem das Prinzip der Bedarfsgerechtigkeit, man solle
sich besonders um die Schwachen in der Gesellschaft kümmern.
Die repräsentative Umfrage ist Teil der ARD-Aktion "Deine Meinung zählt!".
Ergänzend hat es dafür eine Online-Mitmachaktion gegeben, an der sich im April
mehr als 70.000 Menschen beteiligt haben. Die Ergebnisse von "Deine Meinung
zählt!" fließen am Montag u.a. in die "Arena mit Markus Söder" ein (Das Erste,
21 Uhr).
Befragungsdaten
- Grundgesamtheit: Deutschsprachige Bevölkerung ab 16 Jahren in Deutschland
- Fallzahl: 2.084 Befragte
- Erhebungszeitraum: 7. bis 14. April 2026
- Erhebungsverfahren: Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung
- Schwankungsbreite: 2 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 50%
Die Fragen im Wortlaut:
- Wenn Sie jetzt einmal an den wirtschaftlichen Wohlstand hier in Deutschland
denken: Ist Ihrer Meinung nach der Wohlstand alles in allem gerecht verteilt
oder ist er das nicht?
- Es gibt ja unterschiedliche Vorstellungen darüber, was gerecht ist. Es folgen
nun einige Aussagen hierzu. Geben Sie bitte an, was Ihnen persönlich davon am
wichtigsten ist.
1. Dass derjenige, der mehr leistet, auch mehr verdient.
2. Dass Unterschiede bei Einkommen und Vermögen nicht zu groß werden.
3. Dass man sich besonders um die Schwachen in der Gesellschaft kümmert.
- Es werden derzeit verschiedene Wege diskutiert, die Bürgerinnen und Bürger
stärker an der Finanzierung des Gemeinwesens zu beteiligen. Gehen die
folgenden Vorschläge für Sie in die richtige oder in die falsche Richtung?
1. eine Vermögenssteuer einzuführen
2. die Erbschaftssteuer für hohe Erbschaften anzuheben
Pressekontakt:
WDR Kommunikation
Tel.: 0221 220 7100
Email: kommunikation@wdr.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7899/6262746
OTS: WDR Westdeutscher Rundfunk
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