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Sperrfrist: 27.04.2026 05:00
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Köln (ots) - +++ Achtung Sperrfrist für alle Ausspielwege: 27. April 2026, 5.00
Uhr +++
86 Prozent der Deutschen fänden es richtig, wenn Beamte, Selbstständige und
Politiker in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen würden. Jeder Zehnte
(10 Prozent) fände das falsch. Breite Zustimmung erfährt der Vorschlag in allen
Alters- und Einkommensgruppen und von Anhängern aller im Bundestag vertretenen
Parteien. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des WDR ergeben, für
die infratest dimap im April bundesweit 2.084 Menschen aus der deutschsprachigen
Bevölkerung ab 16 Jahren befragt hat.
Mehrheitlich unterstützt (67 Prozent) wird auch eine stärkere Orientierung der
Rente an den Beitragsjahren, so dass Menschen, die später in das Berufsleben
einsteigen, grundsätzlich länger arbeiten müssen; jeder Vierte (25 Prozent)
fände das falsch. Eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die
durchschnittliche Lebenserwartung wird hingegen mehrheitlich abgelehnt (64
Prozent); 29 Prozent würden einen solchen Schritt begrüßen. Auch ein System, in
dem die Beiträge zur Rentenversicherung gesenkt, die gesetzliche Rente auf ein
Minimum reduziert und stärker auf die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und
Bürger gesetzt wird, sehen die Befragten kritisch: 69 Prozent fänden das falsch,
23 Prozent richtig.
Die repräsentative Umfrage ist Teil der ARD-Aktion "Deine Meinung zählt!".
Ergänzend hat es dafür eine Online-Mitmachaktion gegeben, an der sich im April
mehr als 70.000 Menschen beteiligt haben. Die Ergebnisse von "Deine Meinung
zählt!" fließen am Montag u.a. in die "Arena mit Markus Söder" ein (Das Erste,
21 Uhr).
Befragungsdaten
- Grundgesamtheit: Deutschsprachige Bevölkerung ab 16 Jahren in Deutschland
- Fallzahl: 2.084 Befragte
- Erhebungszeitraum: 7. bis 14. April 2026
- Erhebungsverfahren: Zufallsbasierte Telefon- und Online-Befragung
- Schwankungsbreite: 2 Prozentpunkte bei einem Anteilswert von 50%
Die Fragen im Wortlaut:
- Im Folgenden geht es um einzelne Ansätze für eine mögliche Neuausrichtung der
Rentenpolitik in Deutschland. Geben Sie bitte für jeden Ansatz an, ob dieser
aus Ihrer Sicht in die richtige oder falsche Richtung geht.
1. Die Einbeziehung von Beamten, Selbstständigen und Politikern in die
gesetzliche Rentenversicherung
2. Die Beiträge zur Rentenversicherung senken, die gesetzliche Rente auf ein
Minimum reduzieren und stärker auf die Eigenverantwortung der Bürger setzen
3. Das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung koppeln, d.h. wenn die
durchschnittliche Lebenserwartung um ein Jahr steigt, steigt auch das
Renteneintrittsalter automatisch um einige Monate
4. Eine stärkere Orientierung der Rente an den Beitragsjahren, so dass Menschen,
die später in das Berufsleben einsteigen, auch länger arbeiten.
Pressekontakt:
WDR Kommunikation
Tel.: 0221 220 7100
E-Mail: kommunikation@wdr.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7899/6262747
OTS: WDR Westdeutscher Rundfunk
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