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Osnabrück (ots) - Étienne Bousquet-Cassagne, der Verlobte von Ralf Schumacher,
sieht in der Sprachbarriere einen wesentlichen Grund für die Harmonie in ihrer
Beziehung: "Es ist auch ein großer Vorteil, dass wir nicht dieselbe Sprache
sprechen", sagte Bousquet-Cassagne der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz). "Auf
Englisch und Deutsch kenne ich all die Schimpfwörter nicht, die man sich sonst
an den Kopf wirft."
Das Paar verbindet trotz eines Altersunterschieds von 14 Jahren eine tiefe
Vertrautheit. "Ralf ist Krebs, ich bin Jungfrau. Das passt gut. Wir teilen die
gleichen Leidenschaften, wir haben den gleichen Geschmack. Wir reden viel und
streiten wenig", erklärte der Franzose. Auch der ehemalige Formel-1-Pilot zieht
eine durchweg positive Bilanz der bisherigen gemeinsamen Zeit: "Wir haben jetzt
schon vier Jahre miteinander verbracht und es gab so gut wie keine schlechten
Momente."
Ihre Beziehung hatten die beiden vor knapp zwei Jahren öffentlich gemacht. Auf
die Frage, wie sich ihr Leben seitdem verändert habe, entgegnete Ralf
Schumacher: "Eigentlich gar nicht. Am Anfang war die Aufmerksamkeit noch größer,
aber im Freundeskreis waren wir auch vorher schon als Paar unterwegs. Und
offensichtlich ist das ein sehr guter Freundeskreis - weil es von Anfang an
respektiert wurde und nie was nach außen gedrungen ist."
Für Schumacher bedeutete der Schritt an die Öffentlichkeit gleichzeitig sein
offizielles Coming-out. Auf der Social-Media-Plattform Instagram sah sich das
Paar danach auch mit homophoben Anfeindungen konfrontiert. "Die Entscheidung zum
Coming-out musste reifen. Irgendwann war mir klar, dass es sowieso ein Thema
wird. Und dann macht man es lieber selbstbestimmt. Ich wollte nicht den
Schlagzeilen hinterherlaufen, als hätte ich irgendjemandem irgendwas zu
erklären", betonte der 50-Jährige. Im Ganzen seien die Reaktionen jedoch "sehr
positiv" gewesen. "Online habe ich bewusst nicht alles gelesen, was da so
kommentiert wurde. Wenn jemand anderer Meinung ist, juckt mich das nicht."
Deutliche Worte findet Ralf Schumacher im Hinblick auf das anhaltende Interesse
an seiner Ex-Frau Cora Schumacher. "Was Cora betrifft: Da stört mich am meisten,
dass überhaupt noch gefragt wird - ob sie zur Hochzeit kommt oder was auch
immer. Wir sind jetzt 15 Jahre getrennt. Cora hatte inzwischen selbst mehrere
Beziehungen. Ich hoffe, dass sie glücklich ist", stellte der Ex-Rennfahrer klar.
Eine gemeinsame Basis gebe es nicht mehr: "Aber sie ist nicht mehr Teil meines
Lebens und umgekehrt ist es genauso."
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