|
Wiesbaden (ots) - Angesichts der aktuellen Debatte über die Reform des
Rentensystems weist das Statistische Bundesamt (Destatis) auf seine Sonderseite
zum Thema Rente (www.destatis.de/rente) im eigenen Webangebot hin. Dort sind
relevante Ergebnisse zu den Bereichen Demografie, Erwerbstätigkeit, Einkommen
und Staatsaushalt gebündelt, unter anderem mit diesen Inhalten:
Bevölkerung im Rentenalter nimmt zu
16,7 Millionen Personen im Rentenalter ab 67 Jahren gab es im Jahr 2024 in
Deutschland. Nach der 16. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung wächst
diese Zahl - je nach Entwicklung der Lebenserwartung - bis Ende der 2030er-Jahre
um weitere vier bis fünf Millionen auf mindestens 20,5 Millionen. Der Anteil der
Personen im Rentenalter an der Gesamtbevölkerung wird je nach
Berechnungsvariante in diesem Zeitraum von 20 % auf 25 bis 27 % zunehmen. Ein
Grund dafür ist der Übergang der Generation der Babyboomer vom Erwerbsleben in
den Ruhestand. Auf sie folgen deutlich kleinere Jahrgänge. Mit Hilfe der
animierten Bevölkerungspyramide lässt sich zudem ablesen, wie viele Menschen der
Vorausberechnung zufolge beispielsweise im Jahr 2060 im Erwerbsalter sein werden
- und wie viele mindestens 70 Jahre alt.
(https://service.destatis.de/bevoelkerungspyramide/#!)
Ältere Menschen sind häufiger erwerbstätig
Ältere Menschen sind häufiger erwerbstätig als früher. 2025 waren nach
Erstergebnissen des Mikrozensus 19,9 % der 67-Jährigen erwerbstätig, 2015 lag
die Quote in der Altersgruppe bei 13,3 %. Nach wie vor gehen viele von ihnen
vorzeitig in den Ruhestand: 2025 waren 60,9 % der 63-Jährigen erwerbstätig.
Allerdings ist die Quote in der Altersgruppe gestiegen: 2015 lag sie noch bei
38,9 %. Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen von gesundheitlichen
Einschränkungen über versicherungsrechtliche Besonderheiten wie langjährige
Beitragszahlungen oder Frühverrentungsangeboten von Unternehmen bis hin zum
Wunsch nach mehr Freizeit.
18 % der Staatsausgaben für die gesetzliche Rentenversicherung
Für die Geldleistungen der gesetzlichen Rentenversicherung gab der Staat im Jahr
2024 knapp 394,7 Milliarden Euro aus. Das waren 18,4 % der Staatsausgaben
insgesamt. Der Anteil ist im Zehn-Jahres-Vergleich gesunken: 2014 hatte er noch
bei 19,7 % gelegen (261,2 Milliarden Euro).
Pressekontakt:
Statistisches Bundesamt
Pressestelle
www.destatis.de/kontakt
Telefon: +49 611-75 34 44
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/32102/6279413
OTS: Statistisches Bundesamt
|