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Frankfurt am Main (ots) -
- Militärausgaben steigen weltweit, aber fehlende Spezialist:innen und offene
Stellen verzögern die Umsetzung von Projekten
- Alternde Belegschaft und Wettbewerb mit Big-Tech-Unternehmen verschärfen den
Fachkräftemangel
- Wachsender Skill-Gap durch den Einfluss von KI und digitaler Transformation
auf erforderliche Tätigkeitsprofile
Der europäische Luft- und Raumfahrt- sowie Verteidigungssektor boomt, doch der
Mangel an qualifizierten Fachkräften wird zur zentralen Wachstumsbremse.
Verteidigungsetats in Europa steigen stark - allein im Jahr 2024 sind die
Militärausgaben weltweit um 10 Prozent angestiegen - und zivile wie militärische
Programme werden ausgeweitet. Gleichzeitig geraten Projekte zunehmend ins
Stocken, weil Spezialist:innen fehlen. Das zeigt das neue White Paper "Mission
2030: Closing Talent Gaps in Aerospace & Defense"* von Manpower.
Angesichts geopolitischer Spannungen, hoher Investitionen und eines
beschleunigten technologischen Wandels hat sich das Marktumfeld für europäische
Aerospace-&-Defense-Unternehmen grundlegend verändert. Um die Chancen des Booms
zu realisieren, braucht es ein entschlossenes Umdenken in der Personalstrategie
- mit vorausschauendem Workforce Planning, gezieltem Upskilling und flexiblen
Talentmodellen. Dabei nicht unerheblich: 42 Prozent der Arbeitnehmenden im
Fertigungssektor gaben im Rahmen des Global Talent Barometer der ManpowerGroup
an, dass sie innerhalb der nächsten sechs Monate eine neue Stelle finden
wollten.
"In einer Phase tiefgreifender Umbrüche gewinnt strategisches Workforce Planning
massiv an Bedeutung, um sicherheitskritische Bereiche personell zukunftsfähig
aufzustellen. Der Arbeitsmarkt ist angespannt, qualifizierte Fachkräfte sind
hart umkämpft - und die Anforderungen steigen durch die Digitalisierung weiter",
sagt Kathrin Hess, Director Green Transformation & Defense bei der ManpowerGroup
Deutschland. "Unternehmen müssen heute flexibler und vorausschauender agieren,
wenn sie auch morgen noch lieferfähig und innovativ sein wollen."
Die größten Herausforderungen für Aerospace & Defense in Deutschland und Europa
- Struktureller Fachkräftemangel und hohe Attrition: Trotz
Beschäftigungswachstums gelingt es vielen Unternehmen nicht, offene
Schlüsselpositionen zu besetzen. Die Fluktuation liegt über dem Durchschnitt
anderer Industrien, während Wechselbereitschaft und Konkurrenz um Talente
weiter zunehmen. Langfristig unbesetzte Rollen verzögern Projekte und belasten
bestehende Teams.
- Alternde Belegschaften und demografischer Druck: Weltweit glauben 55 Prozent
der Arbeitgeber im Fertigungssektor, dass das Altern ihrer Mitarbeitenden und
anstehende Ruhestände deutliche Auswirkungen auf ihre Personalstrategie haben
werden. Während sichein erheblicher Teil der Belegschaft dem Ruhestand nähert,
fallen nachrückende Jahrgänge zudem kleiner aus. Der notwendige
Wissenstransfer gelingt häufig nicht schnell genug, wodurch kritisches
Know-how verloren zu gehen droht.
- Wettbewerb um Talente durch Big Tech: Technologieunternehmen ziehen begehrte
Ingenieur:innen, IT- und KI-Spezialist:innen mit attraktiven Gehältern und
Arbeitsmodellen an. Für Aerospace & Defense verschärft sich damit der
Wettbewerb um genau jene Profile, die für Innovation, Digitalisierung und
Sicherheit essenziell sind.
- Digitale Transformation und neue Skill-Anforderungen: Der Einsatz von KI sowie
Cybersecurity- und Automatisierungslösungen verändern Tätigkeitsprofile
rasant. Zwar kann KI bestimmte Aufgaben übernehmen oder unterstützen, doch für
deren sicheren und effizienten Einsatz ist ebenfalls Fachpersonal
erforderlich. Viele Ausbildungs- und Qualifizierungswege halten mit diesem
Tempo nicht Schritt, wodurch sich ein wachsender Skill-Gap zwischen Bedarf und
verfügbarer Qualifikation ergibt.
Aufwendige Recruiting-Prozesse werden zum wirtschaftlichen Risikofaktor
Diese Faktoren verdeutlichen, dass die Personalgewinnung in
sicherheitsrelevanten Bereichen zunehmend zum Engpass wird. 72 Prozent der
Arbeitgeber weltweit geben bereits an, Schwierigkeiten zu haben, die benötigten
qualifizierten Talente zu finden. Hohe Anforderungen an Qualifikation,
Zuverlässigkeit und Sicherheitsüberprüfungen verlängern Recruiting-Prozesse
zusätzlich. Das Ergebnis: Auftragsrückstände und unbesetzte Schlüsselpositionen
verstärken sich gegenseitig - Projekte verzögern sich, Lieferketten geraten
unter Druck und Unternehmen verlieren an Umsetzungsgeschwindigkeit.
Manpower versteht sich als Brückenbauer zwischen Unternehmen mit akutem Bedarf
und Fachkräften auf der Suche nach zukunftssicheren Perspektiven: "Wir sehen,
dass klassische Recruiting-Ansätze zunehmend an ihre Grenzen stoßen. Gefragt
sind integrierte Lösungen, die Flexibilität, Geschwindigkeit und Qualifizierung
zusammendenken", erklärt Hess. "Manpower setzt auf einen integrierten Ansatz,
der strategisches Workforce Planning, flexible Staffing-Modelle und gezielte
Upskilling- und Reskilling-Programme kombiniert", so Hess.
Ergänzend spielen datenbasierte Analysen eine zentrale Rolle, um Bedarfe
frühzeitig zu erkennen und Talentpools vorausschauend aufzubauen. Besonders in
Bereichen wie IT-Sicherheit, Engineering, Fertigung und Projektmanagement ist
ein flexibles, datenbasiertes Workforce-Setup entscheidend.
Zu den vollständigen Ergebnissen und dem kostenlosen Download (https://campaign.
manpower.de/hubfs/Manpower/defense/pdf/Manpower-Aerospace-and-Defense-Mission-20
30-report_DE.pdf)
*Transparenzhinweis: Das White Paper wurde auf Basis verschiedener Quellen
erstellt, darunter auch Studien, Marktanalysen sowie öffentlich zugängliche
Daten von Drittanbietern. Die in der Pressemitteilung genannten Kennzahlen und
Prognosen beziehen sich auf die im White Paper ausgewiesenen Quellen.
Manpower GmbH & Co. KG
Als einer der größten Personaldienstleister in Deutschland vermittelt Manpower
seit 1965 gewerbliches Personal und qualifizierte Fachkräfte in passende
Arbeitsplätze. Mit einem weit verzweigten Netzwerk an Kunden in der Industrie,
Gewerbebetrieben, Technik und Handwerk ist Manpower für Bewerber und
Bewerberinnen nicht nur eine zuverlässige Anlaufstelle für die Themen Zeitarbeit
und Personalvermittlung, sondern auch ein vertrauenswürdiger Partner, für den
der Mensch im Mittelpunkt steht - damit Talente nicht nur vermittelt, sondern
auch weiterentwickelt und nachhaltig beschäftigungsfähig gemacht werden.
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