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München (ots) - Kernaussagen der Studie:
- 77 Prozent vertrauen Stiftungen beim verantwortungsvollen Mitteleinsatz für
gesellschaftliche Aufgaben - nur 38 Prozent dem Staat
- 89 Prozent zählen Stiftungen, Vereine und Verbände zu den wichtigsten Säulen
der Gesellschaft - bei den unter 30-Jährigen sind es sogar 95 Prozent
- 65 Prozent der jungen Befragten können sich vorstellen, im Laufe ihres Lebens
selbst zu stiften
Stiftungen genießen in Deutschland ein außergewöhnlich hohes Vertrauen: 77
Prozent der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger geben an, gemeinnützigen
Organisationen einen verantwortungsvollen Umgang mit Mitteln für
gesellschaftliche Aufgaben zuzutrauen. Dem Staat vertrauen in diesem Punkt nur
38 Prozent. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag der ChildInvest
Foundation, der Dachstiftung der SOS-Kinderdörfer weltweit.
Zivilgesellschaft als tragende Kraft
Während Politikverdruss steigt und die Zufriedenheit mit der Regierung
schwindet, zeigen die Ergebnisse die bedeutende Rolle der Zivilgesellschaft: 89
Prozent der Befragten zählen Stiftungen, Vereine und Verbände zu den wichtigsten
Säulen der Gesellschaft. Unter den unter 30-Jährigen liegt dieser Wert sogar bei
95 Prozent. Kirchen und Religionsgemeinschaften werden dagegen nur von 42
Prozent genannt, Unternehmen und die Wirtschaft von 30 Prozent.
"Die Ergebnisse zeigen, dass Stiftungen für viele Menschen ein glaubwürdiger und
relevanter Partner sind, wenn es um die Zukunft unserer Gesellschaft geht", sagt
Claudia Straßer, Vorständin der ChildInvest Foundation. "Das ist eine starke
Basis - aber sie ist an eine klare Erwartung geknüpft: Wer Vertrauen will, muss
Wirkung nachvollziehbar machen."
Junge Generation mit hohem Anspruch
Besonders ausgeprägt ist das Ansehen des gemeinnützigen Sektors bei jüngeren
Menschen: Zwei Drittel (65 %) dieser Altersgruppe können sich vorstellen, im
Laufe ihres Lebens selbst für einen gemeinnützigen Zweck zu stiften - 18
Prozentpunkte über dem Bevölkerungsdurchschnitt.
Gleichzeitig ist die Erwartung an Transparenz hoch: 86 Prozent aller Befragten,
unabhängig von Alter und Geschlecht, sind der Meinung, dass Stiftungen
verpflichtet sein sollten, die Wirkung ihrer Arbeit öffentlich nachzuweisen.
"Die junge Generation ist nicht naiv. Sie ist kritisch, engagiert und verlangt
nach Details. Wer Jüngere für die Philanthropie gewinnen will, muss den Zugang
zum Stiften möglichst niedrigschwellig gestalten und nachweisen, was mit
Stiftungsgeldern erreicht werden kann. Wo geht mein Geld hin? Was wird damit
erreicht? Wirkt es langfristig? Wirkungsnachweise sind keine lästige Pflicht,
sondern die Vertrauenswährung unserer Zeit", sagt Claudia Straßer.
Genau hier setzt die ChildInvest Foundation [CS1] [AH2] gemeinsam mit den
SOS-Kinderdörfern weltweit an. Mit dem Social Return on Investment (SROI) messen
sie die gesellschaftliche und wirtschaftliche Wirkung der eingesetzten Mittel.
So lassen sich Effekte wie verbesserte Zukunftsperspektiven und spätere
finanzielle Unabhängigkeit der geförderten Kinder und Jugendlichen sichtbar
machen.
Hohe Stiftungsbereitschaft trifft auf Wissenslücken
Bemerkenswert: Mehr als die Hälfte aller Befragten (53 %) kann sich
grundsätzlich vorstellen, im Laufe ihres Lebens zu stiften. Allerdings wissen
nur 13 Prozent, dass dafür nicht zwingend eine eigene Stiftung gegründet werden
muss, sondern auch in bestehende Strukturen eingezahlt werden kann. Hier sieht
die ChildInvest Foundation großes Potenzial für mehr philanthropisches
Engagement angesichts schrumpfender öffentlicher Investitionen in
Gemeinnützigkeit.
Zugleich geht ein erheblicher Teil der Befragten davon aus, dass Stiftungen vor
allem zum Steuersparen genutzt würden: 67 Prozent vertreten diese Ansicht. Bei
Männern liegt der Wert bei 75 Prozent, bei den über 60-Jährigen bei 74 Prozent.
"Diese Wahrnehmung nehmen wir ernst", sagt Straßer. "Gemeinnützige Stiftungen
unterliegen strengen Regeln und sind klar dem Gemeinwohl verpflichtet. Umso
wichtiger ist es, noch transparenter zu erklären, wie Stiftungsgelder wirken und
wofür sie eingesetzt werden."
Über die Studie
Im Auftrag der ChildInvest Foundation hat das Sozialforschungsinstitut forsa im
April 2026 eine bundesweite Befragung zum Thema Stiftungen und
gesellschaftliches Engagement durchgeführt. Im Rahmen eines repräsentativen
Panels wurden insgesamt 1.524 zufällig ausgewählte deutschsprachige Personen ab
18 Jahren befragt.
Weitere Informationen, die vollständigen Umfrageergebnisse sowie Vermittlung von
Interviews:
Anna Hansen
mailto:hansen@laut-und-deutlich.com
+49 30 330 99 777-3
Die ChildInvest Foundation ermöglicht es Privatpersonen und Unternehmen, gezielt
in die selbstbestimmte Zukunft von Kindern, Jugendlichen und Familien weltweit
zu investieren. Die unabhängige Förderstiftung unterstützt seit 25 Jahren die
Programme und Projekte der SOS-Kinderdörfer weltweit in über 130 Ländern.
Aktuell verwaltet die Stiftung ein Vermögen von knapp 70 Millionen Euro und
betreut rund 50 Treuhandstiftungen unter ihrem Dach.
[CS1]Finde ich gut, dass wir den Wirkungsaspekt in den Vordergrund stellen. Muss
das für die PM so zugespitzt sein? - Denn wir sind ja immerhin diejenige, die
den Weg zu Engagement ebnen können (einerseits durch verschiedene Arten des
Stiftens und andererseits durch den Zugang zu wirkungsvollen Projekten).
[AH2]Siehe Zitat - hier habe ich eine kleine Erweiterung eingefügt. Ansonsten
würde ich bei der Zusitzung bleiben.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Boris Breyer
Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 0160 - 984 723 45
E-Mail: mailto:boris.breyer@sos-kd.org
http://www.sos-kinderdoerfer.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/1658/6292217
OTS: SOS-Kinderdörfer weltweit e.V.
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