|
Berlin (ots) - "Die jüngsten Inflationszahlen sind alarmierend. Dennoch wäre
eine Zinserhöhung der EZB zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht. Die deutsche
Wirtschaft kämpft weiterhin mit einer schwachen Nachfrage, zurückhaltenden
Investitionen und hohen Kostenbelastungen. Höhere Zinsen würden die Finanzierung
von Investitionen zusätzlich verteuern und damit gerade den Mittelstand treffen,
der das Rückgrat unserer Wirtschaft bildet. Die Förderung von Wachstum muss
jetzt im Mittelpunkt stehen", fordert Dr. Dirk Jandura, Präsident des
Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der
Entscheidung der EZB zur Erhöhung des Leitzinses.
"Viele mittelständische Unternehmen finanzieren Modernisierungen,
Digitalisierung, Lagerhaltung oder die Transformation ihrer Geschäftsmodelle
über Kredite. Steigende Zinsen erhöhen diese Kosten unmittelbar und bremsen
notwendige Investitionen. Das schwächt Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und
Beschäftigung", so der Unternehmer.
"Es ist richtig, dass die EZB die Inflationsentwicklung sorgfältig beobachtet.
Dennoch sollte sie den Leitzins vorerst nicht erhöhen, denn eine Zinserhöhung
muss immer der letzte Schritt sein. Eine Verschärfung der Geldpolitik wäre in
der aktuellen Situation Gift für die deutsche Wirtschaft. Eine Reduktion der
unendlichen Berichtspflichten aus Brüssel würde hingegen schnell zu mehr
Beinfreiheit für uns Unternehmerinnen und Unternehmer führen und könnte die
wirtschaftliche Entwicklung (EU-weit) wirksam stärken", so Jandura abschließend.
Pressekontakt:
Iris von Rottenburg
Abteilungsleiterin Kommunikation
Frederike Röseler
Pressesprecherin
Tel: 030/590099520
Mail: presse@bga.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/6564/6292545
OTS: BGA Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e
.V.
|