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Berlin (ots) - Eine Verbändeallianz der Agrar-, Lebensmittel- und
Biokraftstoffwirtschaft begrüßt den heutigen Ausschussbeschluss gegen die
Risikoeinstufung von Soja
Führende Verbände der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft begrüßen den heutigen
Beschluss des ITRE-Ausschusses (Industrie, Forschung und Energie) des
Europäischen Parlaments. Die Abgeordneten haben sich mehrheitlich für einen
Antrag der Fraktionen EVP, EKR und Renew ausgesprochen und damit dem Parlament
empfohlen, die von der EU-Kommission geplante pauschale "High-iLUC"-Einstufung
von Soja zu stoppen.
"Der ITRE-Ausschuss hat erkannt, dass das Vorhaben der EU-Kommission eine akute
Gefahr für den Proteinplan und für die Versorgungssicherheit Europas darstellt",
stellt der UFOP-Vorsitzende Torsten Krawczyk fest. Die Branche warnt die
Kommission seit Monaten davor, die weitreichenden Kollateralschäden eines
faktischen Ausschlusses von Sojaöl als Rohstoff für die Biokraftstoffherstellung
und -anrechnung kleinzureden.
Die Folge wäre eine weitreichende Negativspirale: Die Resilienz der europäischen
Versorgungssicherung wie auch die Auswahl nachhaltiger Biokraftstoffe wären
erheblich beeinträchtigt; besonders die EU-Ziele für eine verbesserte heimische
Proteinversorgung würden konterkariert. Zugleich droht der Kommissionsentwurf,
die strategischen Optionen Europas zur Defossilisierung der Kraftstoffe unnötig
zu beschränken und die Klimaziele im Verkehrssektor zu untergraben.
Vorreiter-Unternehmen, die massiv in nachweislich entwaldungsfreie Lieferketten
investiert haben, befürchten, dass ihre Leistungen abgestraft werden.
Nach dem Etappensieg im zuständigen Ausschuss richtet die Verbändeallianz ihren
Blick nun auf das Plenum des Europäischen Parlaments: "Wir appellieren an alle
Mitglieder des EU-Parlaments, Einspruch gegen das Vorhaben der Kommission
einzulegen. Das Vorhaben muss mit Blick auf seine weitreichenden Auswirkungen
grundlegend neu bewertet werden", so der Präsident des Deutschen
Bauernverbandes, Joachim Rukwied.
Jaana Kleinschmit von Lengefeld, Präsidentin von OVID, fordert: "Europa braucht
eine Energie- und Klimapolitik, die tatsächliche Entwaldungsrisiken auf Basis
aktueller wissenschaftlicher Daten bekämpft, ohne dabei nachhaltige
Biokraftstoffe, die heimische Proteinversorgung und die industrielle
Wertschöpfung zu schwächen."
Über die Verbändeallianz:
In der Allianz organisieren sich führende Verbände der Agrar- und
Lebensmittelindustrie:
- Bundesverband Bioenergie e. V. (BBE)
- Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e. V. (BGA)
- Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e. V. (BVE)
- DER AGRARHANDEL - Bundesverband Agrarhandel und Verein der Getreidehändler der
Hamburger Börse e. V. (DAH)
- Deutscher Bauernverband e. V. (DBV)
- Deutscher Raiffeisenverband e. V. (DRV)
- Deutscher Sojaförderring e. V.
- Deutscher Verband des Großhandels mit Ölen, Fetten und Ölrohstoffen e. V.
(GROFOR)
- Donau Soja Verein
- OVID Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland e. V.
- Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP)
- Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie e. V. (VDB)
Pressekontakt:
Ansprechpartner
Dr. Ulrich Hettinger
Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin
mailto:hettinger@ovid-verband.de
http://www.ovid-verband.de
http://www.BildungsBissen.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/77329/6301068
OTS: OVID Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschl
and e. V.
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