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Hamburg (ots) - Frisch gebackenes Brot, der Duft von Blumen oder der einer
geliebten Person: Gerüche sind eng mit Erinnerungen, Emotionen und
Lebensqualität verknüpft. Der Welt-Duft-Tag am 27. Juni erinnert an die
Bedeutung des Geruchssinns. Für viele Menschen ist Riechen jedoch keine
Selbstverständlichkeit. Der teilweise oder vollständige Verlust des
Riechvermögens kann ein Symptom von Erkrankungen wie einer chronischen
Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP) sein - einer chronischen Erkrankung der
oberen Atemwege, die häufig unterschätzt wird und mit einem hohen Leidensdruck
einhergeht.
Seh- und Hörtests sind Routine, während der Geruchssinn hingegen selten
überprüft wird. Dabei gehört Riechen evolutionär zu unseren ältesten Sinnen und
wirkt tief in unser Gefühlsleben hinein.[1,2] Gerüche warnen uns nicht nur vor
Gefahren wie Rauch oder verdorbenem Essen, sie beeinflussen auch, was wir mögen,
wem wir vertrauen und zu wem wir uns hingezogen fühlen.[1] Über feine
Geruchssignale tauschen Menschen unbewusst Informationen über Gesundheit,
Emotionen und Bindungen aus.[1] Weil der Geruchssinn im Gehirn besonders eng mit
den Emotionszentren verknüpft ist, können Gerüche Erinnerungen und Gefühle
unmittelbar auslösen.[1] Ist dieser Sinn beeinträchtigt oder geht sogar gänzlich
verloren, hat das oft weitreichende Folgen: für den Genuss von Nahrung, für
soziale Beziehungen, für Intimität und damit nicht zuletzt für die
Lebensqualität und die seelische Gesundheit.[1]
Erkrankung CRSwNP: häufig, unsichtbar, chronisch
Schätzungen zufolge sind etwa zwei bis vier Prozent der europäischen Bevölkerung
von einer CRSwNP betroffen.[3] Häufig tritt die Erkrankung erstmals im mittleren
Lebensalter auf und ist definiert als chronische Entzündung der Nasenschleimhaut
und der Nasennebenhöhlen, die mindestens zwölf Wochen anhält und mit der Bildung
von Nasenpolypen einhergeht.[4] " Bei der chronischen Rhinosinusitis mit
Nasenpolypen handelt es sich nicht um ein lokales Problem der Nase, sondern sie
ist Teil einer systemischen Entzündung im ganzen Körper", sagt Prof. Boris
Haxel, Direktor der HNO-Klinik, Schwarzwald-Baar Klinikum,
Villingen-Schwenningen . Deshalb müssen nicht nur die Symptome in der Nase
behandelt, sondern die zugrunde liegende Entzündung systemisch berücksichtigt
werden.[5] Typische Beschwerden sind eine dauerhaft verstopfte oder laufende
Nase, Druck- oder Schmerzgefühle im Gesicht sowie Riechstörungen bis hin zum
vollständigen Verlust des Riechvermögens.[6] Die Ursache dafür ist eine
anhaltende Entzündung der Nasen- und Nebenhöhlenschleimhaut, bei der das
Immunsystem überreagiert und es dadurch zu Schleimhautschwellungen und
Polypenbildung kommt.[4] Diese Form der chronischen Nasennebenhöhlenentzündung
ist von außen nicht sichtbar - die Auswirkungen sind dennoch tiefgreifend. Viele
Betroffene berichten, dass sie gesellschaftliche Situationen meiden, weil
Unsicherheiten im Umgang mit Gerüchen entstehen.[7] Auch Schlafstörungen, Ängste
und Depressionen sind keine Seltenheit.[7] Studien zeigen, dass die
Lebensqualität von Menschen mit CRSwNP deutlich eingeschränkt sein kann.[7]
Hinzu kommt: Die Erkrankung tritt häufig gemeinsam mit anderen Erkrankungen der
Atemwege auf, insbesondere mit Asthma.[8] Treffen mehrere Erkrankungen zusammen,
können sich die Beschwerden verstärken.[8]
Riechstörungen ernst nehmen und früh erkennen
Der Welt-Duft-Tag bietet einen wichtigen Anlass, um sich den Wert des
Riechvermögens bewusst und gleichzeitig auf Erkrankungen aufmerksam zu machen,
bei denen es verloren gehen kann. Denn auch wenn nicht jeder Schnupfen Anlass
zur Sorge ist: Lässt das Riechvermögen nach und halten die Beschwerden über
Wochen an, sollte dies nicht als Bagatelle abgetan werden. Der Verlust des
Riechvermögens ist besonders einschneidend, da es im Gegensatz zu anderen Sinnen
kaum kompensiert werden kann. Viele Betroffene gewöhnen sich mit der Zeit daran,
schlechter oder gar nicht mehr zu riechen, oft ohne zu wissen, dass dies ein
behandelbares Symptom sein kann. Mehr Bewusstsein bedeutet auch mehr Verständnis
dafür, wie sehr der Verlust des Riechvermögens das Leben beeinflussen kann,
erläutert auch Prof. Thomas Hummel, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus,
Dresden: "Riechstörungen sind ein häufiges, aber oft übersehenes Symptom der
chronischen Rhinosinusitis mit Nasenpolypen. Entscheidend ist, Beschwerden
frühzeitig abzuklären, denn mit einer gezielten Behandlung lässt sich die
Lebensqualität vieler Betroffener deutlich verbessern." Menschen mit
Riechstörungen durch eine CRSwNP sollten sich frühzeitig bei
einer:einemHNO-Ärzt:in vorstellen, um einen Riechtest durchführen zu lassen,
z.B. mit sogenannten "Sniffin Sticks". Bei CRSwNP gibt es wirksame
Behandlungsmöglichkeiten - von entzündungshemmenden Nasensprays bis hin zu
gezielten operativen Eingriffen oder modernen Biologika-Therapien bei schweren
Verläufen.[4] Je früher anhaltende Riechstörungen erkannt werden, desto
schneller finden CRSwNP-Betroffene den Weg zur richtigen Diagnose und zu mehr
Lebensqualität im Alltag.
Über AstraZeneca
Die AstraZeneca GmbH ist die deutsche Tochtergesellschaft des
britisch-schwedischen Pharmaunternehmens AstraZeneca PLC. AstraZeneca
(LSE/STO/Nasdaq: AZN) ist ein globales, wissenschaftsorientiertes
biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Erforschung, Entwicklung und
Vermarktung von verschreibungspflichtigen Medikamenten in den Bereichen
Onkologie, seltene Krankheiten und Biopharmazeutika, einschließlich
Herz-Kreislauf, Nieren und Stoffwechsel sowie Atemwege und Immunologie,
konzentriert. AstraZeneca mit Sitz in Cambridge, Großbritannien, ist in über 125
Ländern tätig. Die innovativen Medikamente des Unternehmens werden von Millionen
von Patient:innen weltweit eingesetzt. Weitere Informationen auf
https://www.astrazeneca.de/ .
Referenzen
1. Croy I et al. Laryngorhinootologie 2023;102(S 01):S93-100.
2. Boesveldt S et al. Cell Tissue Res 2021;383(1):559-67.
3. Bachert C et al. JAA 2021;14:127-34.
4. Bachert C et al. Nat Rev Dis Primers 2020;6(1):86.
5. Giombi F et al. IJMS 2024;25(2):730.
6. Stuck BA et al. Rhinosinusitis: S2k-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für
Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie (DGHNO-KHC) und der
Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM). Stand:
April 2017. Online verfügbar unter: https://register.awmf.org/assets/guidelines/
017-049_und_053-012l_S2k_Rhinosinusitis_2022-12-abgelaufen.pdf . Letzter
Zugriff: 15.07.2025.
7. Mullol J et al. The Journal of Allergy and Clinical Immunology: In Practice
2022;10(6):1434-1453.e9.
8. Alobid I et al. Rhin 2011;49(5):519-24.
DE-96223 / 06-2026
Pressekontakt:
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Head of Corporate Affairs Biopharmaceuticals
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