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Sachsen-Anhalt/Politik (ots) - Halle. Die Industrie- und Handelskammer
Halle-Dessau (IHK) warnt vor den Folgen einer Abschottungspolitik in
Sachsen-Anhalt. "Die AfD nutzt eine Rhetorik, die die Weltoffenheit in Frage
stellt", sagte IHK-Präsident Sascha Gläßer der in Halle erscheinenden
Mitteldeutschen Zeitung (Montag-Ausgabe). Das Land müsse offen bleiben für
ausländische Fachkräfte, die hier in der Chemie, in der Pharmabranche oder bei
IT-Firmen gebraucht werden. "Wenn Sachsen-Anhalt ein Land wird, das sagt: ,Wir
wollen euch nicht', dann isolieren wir uns selbst und werden wirtschaftlich
abgehängt", erklärt Gläßer. Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung würde auf zwei
Arbeitnehmer, die in Rente gehen, nur ein junger nachkommen. Sachsen-Anhalt sei
daher auch auf Zuwanderung angewiesen.
Zugleich sprach sich der IHK-Chef dafür aus, Migration und Fachkräftesicherung
getrennt zu betrachten. Flüchtlinge ohne Arbeit im Land sollten nach seiner
Ansicht einer gemeinnützigen Tätigkeit nachgehen. Die IHK unterstützt dafür ein
Projekt des Landes.
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