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Bayern (ots) - Die Zerschlagung der Gehaltsrefinanzierung in der Pflege durch
die Bundesregierung wird die Personalsituation der Pflegeeinrichtungen in Bayern
massiv verschlechtern. Davor warnt der Landesvorsitzende des Bundesverbandes
privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa), Kai Kasri. "In Bayern haben wir
durch die Einführung von Springerpools und durch eine konsequente
Entbürokratisierung enorm viel erreicht. Die so entstandenen Möglichkeiten der
Personalgewinnung werden nun aber von den Reformen auf Bundesebene wieder
zunichte gemacht", sagte Kasri im Rahmen der Mitgliederversammlung der
bayerischen bpa-Landesgruppe.
Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz wurde in der vergangenen Woche die
bisherige Refinanzierung von Tarifsteigerungen in der häuslichen Krankenpflege
und der außerklinischen Intensivpflege ausgesetzt. Tarifungebundene
Einrichtungen werden gegenüber tarifgebundenen Diensten und Kliniken sogar noch
einmal schlechter gestellt.
"Das nimmt den Diensten jeden Spielraum, um Maßnahmen zur Personalgewinnung und
-bindung umzusetzen. Gleichzeitig wird der Abwerbedruck aus den Krankenhäusern
massiv befördert. Die ambulante Versorgung im Freistaat wird darunter spürbar
leiden."
Kasri forderte die bayerische Landesregierung auf, sich für Korrekturen dieser
Fehlentwicklung einzusetzen. "Vor allem darf eine solche Wettbewerbsverzerrung
mit der anstehenden Pflegereform nicht auch noch in andere Bereiche der
pflegerischen Versorgung übernommen werden. Letztlich wackelt damit die
Versorgung der Hälfte aller Pflegebedürftigen in Bayern, die durch nicht
tarifgebundene Einrichtungen versorgt werden."
Pressekontakt:
Für Rückfragen: Joachim Görtz, Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle,
Tel.: 089/890 44 83 20, www.bpa.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/17920/6315675
OTS: bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.
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