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Berlin (ots) -
- Deutsche Energy Terminal GmbH beantragt Erlaubnis zur Einleitung von
Chlor-Biozid vom schwimmenden LNG-Terminal "Excelsior" in die Jade
- Gefahr für Umwelt und Gesundheit: Biozid-Einleitungen können zu potenziell
krebserregenden Stoffen im Wasser führen
- DUH fordert Ablehnung des Erlaubnisantrags
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat eine Einwendung gegen einen Antrag der
LNG-Terminal-Betreiberfirma Deutsche Energy Terminal GmbH (DET) zur
Inbetriebnahme einer Elektrochlorierungsanlage, die mit der kontinuierlichen
Einleitung von Chlor-Bioziden ins Wasser der Jade verbunden ist, beim
Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
(NLWKN) eingereicht. Konkret sieht der Antrag der DET vor, neben dem
schwimmenden LNG-Terminal "Höegh Esperanza" nun auch die "Excelsior" mit
Chlor-Biozid zu reinigen und das belastete Abwasser anschließend in die Jade zu
leiten. Ursprünglich war der Betrieb nur mit Ultraschallreinigungsverfahren
genehmigt worden. Auch das geplante Onshore-Terminal in Wilhelmshaven, dessen
Bau die DUH im Bündnis mit NABU und BUND im Eilverfahren stoppen konnte, soll
die Biozid-Reinigungsmethode nutzen - die Belastung könnte sich langfristig also
nochmals erhöhen. Die DUH fordert die umgehende Ablehnung des Erlaubnisantrags
durch das NLWKN.
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: "In Wilhelmshaven wird
erneut deutlich, dass die vielen LNG-Terminals an Deutschlands Küsten nicht nur
eine Hypothek im Kampf gegen den Klimaschutz sind, sondern auch enorme
Umweltschäden verursachen. Das Wattenmeer ist ein Zentrum der biologischen
Vielfalt und Zuhause für hunderte Arten. Die Einleitung von toxischen Bioziden
in direkter Nähe zum Nationalpark Wattenmeer ist fatal für alle Lebewesen und
das Ökosystem der Jade. Im Wasser bildet das Biozid chlorierte
Kohlenwasserstoffe und Bromverbindungen, die mit der Entstehung von Krebs und
der Beeinträchtigung der menschlichen Fortpflanzung in Verbindung stehen. Wir
fordern die strikte Ablehnung des Antrags und eine Umrüstung der Terminals.
Keine andere Betreiberfirma in Deutschland verwendet sonst Biozid."
Pressekontakt:
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer
0160 90354509, mailto:mueller-kraenner@duh.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, mailto:presse@duh.de
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OTS: Deutsche Umwelthilfe e.V.
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