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Berlin (ots) - Heute hat die OECD die Ergebnisse der PISA-Studie 2025
vorgestellt. Die Ergebnisse zeigen dringenden Handlungsbedarf bei
Bildungsqualität und Chancengerechtigkeit. Die SPD-Fraktion macht sich für beste
Bildung und gleiche Chancen für jedes Kind stark.
Saskia Esken, Berichterstatterin für schulische Bildung:
"Die Ergebnisse der aktuellen PISA-Studie sind erneut ein Weckruf für die
Bildungspolitik. Denn die Leistungsfähigkeit unseres Schulsystems lässt zu
wünschen übrig. Natürlich entspricht es nicht unserem Anspruch, bei den
Kompetenzwerten im internationalen Vergleich allenfalls Mittelmaß zu liefern und
bei den Kernkompetenzen Lesen und Rechnen weiter abzustürzen. Doch obendrein
hängt in kaum einem anderen Industrieland der Bildungserfolg der Kinder und
Jugendlichen so stark von der sozialen Herkunft ab wie in Deutschland. Und es
sind diese Kinder, die jetzt noch weiter abrutschen. Es schmerzt, dass die
Bildungsgerechtigkeit weiter unser wunder Punkt ist. Unseren Schulen gelingt es
nicht, die Nachteile auszugleichen, in die viele Kinder schon hineingeboren
werden. In kaum einem anderen Land entscheidet die soziale Herkunft so stark
über die Chancen und den Lebensweg der Menschen.
Wir haben in der vergangenen Legislatur mit dem Startchancenprogramm das größte
Bildungsprogramm des Bundes auf den Weg gebracht. Trotz schwieriger
Haushaltslage investieren wir zehn Jahre lang jedes Jahr eine Milliarde Euro
Bundesmittel zusätzlich und ganz gezielt in die Förderung benachteiligter
Schülerinnen und Schüler. Derzeit erreichen wir mit dem Programm etwa 10 Prozent
der Schulen - mit einer erweiterten Finanzierung durch einen höheren Beitrag der
sehr hohen Vermögen und Erbschaften in unserem Land könnte dieser Anteil gut auf
30 bis 50 Prozent gesteigert werden.
Bedeutsam ist ein besonderer Fokus auf den Kernkompetenzen des Lesens und
Rechnens, die als Grundlage für eine erfolgreiche Bildung früh gefestigt werden
müssen. Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule leistet
nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Er
schafft zudem Raum für die gezielte Förderung der Kinder auch am Nachmittag.
Weil alle erkannt haben und längst wissen, dass es in der Bildung auf den Anfang
ankommt, wird der richtige Ansatz des Startchancenprogramms nun auch in der
Umsetzung des neuen Kita-Qualitätsentwicklungsgesetzes (Startchancen- und
-Qualitätsentwicklungsgesetz - SCQEG) angewendet - damit die Unterstützung schon
früh genau da ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Bundesweite
Qualitätsstandards für die Kinderbetreuung ebenso wie eine frühe Erhebung des
Entwicklungsstands und bei Bedarf eine gezielte Sprach- und
Entwicklungsförderung sind weitere wichtige Bausteine. Für die SPD ist aber auch
klar: Bildung muss gebührenfrei sein - auch in der Kita! Wir wollen die
frühkindliche Bildung in der Kita perspektivisch ohne Elternbeiträge
finanzieren.
Die Ergebnisse der PISA-Studie zeigen, dass wir in dem Bemühen um bessere
Bildung für alle Kinder nicht nachlassen dürfen und uns jederzeit um zusätzliche
Mittel für eine Ausweitung der Programme bemühen müssen. Sehr hohe Einkommen und
Vermögen müssen einen höheren Beitrag zum Gemeinwesen in Deutschland leisten und
damit auch für mehr Bildungsgerechtigkeit. Alle Kinder haben beste
Bildungschancen verdient."
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