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Berlin (ots) - Die Soziale Selbstverwaltung in der gesetzlichen Renten- und
Krankenversicherung ist ein Beispiel für gelebte demokratische Beteiligung.
Anlässlich der Woche des bürgerschaftlichen Engagements vom 11. bis 20.
September und des Internationalen Tags der Demokratie am 15. September
informieren die Deutsche Rentenversicherung Bund und der Verband der
Ersatzkassen e. V. (vdek) mit ihrer gemeinsamen Initiative "Mitreden! Bei Rente
und Gesundheit" über die Möglichkeiten, sich in der Sozialversicherung
ehrenamtlich einzubringen.
"Demokratie bedeutet mehr, als alle paar Jahre ein Kreuz zu machen. Sie lebt
davon, dass Menschen sich einmischen, Verantwortung übernehmen und ihre
Erfahrungen und Perspektiven einbringen", sagt Rüdiger Herrmann, Vorsitzender
der Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung Bund. "Die Soziale
Selbstverwaltung bietet dafür eine konkrete Möglichkeit. Ehrenamtliche
Vertreterinnen und Vertreter der Versicherten und Arbeitgeber gestalten die
gesetzliche Renten- und Krankenversicherung aktiv mit."
Auch Dieter F. Märtens, alternierender Vorsitzender des Verwaltungsrats der
Techniker Krankenkasse (TK), betont: "Wer sich in der Sozialen Selbstverwaltung
engagiert, übernimmt Verantwortung für andere. Die Ehrenamtlichen kennen die
Lebens- und Arbeitswelt der Menschen aus eigener Erfahrung und bringen diese
Perspektive in die Entscheidungen der Sozialversicherung ein. Das ist
praktizierte Mitbestimmung und damit ein wichtiger Teil unserer Demokratie."
Ehrenamtliche gestalten die Sozialversicherung mit
Versicherte und Arbeitgeber wählen ihre ehrenamtlichen Vertreterinnen und
Vertreter alle sechs Jahre bei der Sozialwahl. Sie ist, nach der Bundestags- und
Europawahl, die drittgrößte Wahl in Deutschland. Die nächste Sozialwahl findet
2029 statt. Im vergangenen Dezember hatte der Bundestag den Weg für die digitale
Stimmabgabe geebnet. Damit können Millionen Versicherte bei der nächsten Wahl
entscheiden, ob sie ihre Stimme klassisch per Brief oder auch bequem und sicher
online abgeben möchten. In den Vertreterversammlungen der Rentenversicherung und
den Verwaltungsräten der Krankenkassen wirken die gewählten Ehrenamtlichen dann
an wichtigen Entscheidungen mit - etwa bei Haushaltsfragen, Satzungsleistungen
und Verwendung von Beitragsmitteln.
Darüber hinaus übernehmen Ehrenamtliche Verantwortung in Widerspruchsausschüssen
und bei der Deutschen Rentenversicherung Bund auch als Versichertenberaterinnen
und Versichertenberater. Widerspruchsausschüsse sind eine unabhängige,
verwaltungsinterne Instanz. Sie überprüfen strittige Verwaltungsentscheidungen
und können dazu beitragen, dass diese aus Sicht der Versicherten erneut und
objektiv betrachtet werden. Die ehrenamtlichen Versichertenberaterinnen und
Versichertenberater der gesetzlichen Rentenversicherung unterstützen Menschen
beispielsweise bei Rentenanträgen und Fragen zum Versicherungskonto.
"Die Arbeit der Selbstverwaltung zeigt, dass demokratische Beteiligung und
bürgerschaftliches Engagement ganz konkret sein kann", erklärt Herrmann. "Es
geht um Entscheidungen und Leistungen, die das Leben der Menschen unmittelbar
betreffen."
Interessen der Beitragszahlenden in politische Prozesse einbringen
Die Soziale Selbstverwaltung bringt die Erfahrungen und Interessen der
Versicherten und Arbeitgeber auch in die politische Diskussion ein. Bei
gesetzlichen Neuregelungen kann sie auf praktische Auswirkungen für die
Beitragszahlenden hinweisen und damit eine Verbindung zwischen den Erfahrungen
der Menschen und der politischen Gestaltung der sozialen Sicherung herstellen.
"Wer von einer gesetzlichen Neuregelung betroffen ist, sollte auch die
Möglichkeit haben, seine Perspektive einzubringen", sagt Märtens. "Die
Selbstverwaltung übernimmt hier eine wichtige Brückenfunktion: Sie bündelt
Erfahrungen aus der Praxis und trägt sie in die politische Diskussion."
Bürgerschaftliches Engagement stärkt die Demokratie
Die Beteiligung in der Sozialen Selbstverwaltung steht dabei beispielhaft für
bürgerschaftliches Engagement: Menschen schließen sich zusammen, vertreten
gemeinsame Interessen und übernehmen Verantwortung für andere. "Dieses
Engagement brauchen wir auch für eine starke soziale Sicherung", so Herrmann.
"Unterschiedliche Perspektiven und konstruktiver Austausch machen die
Sozialversicherung besser und tragen zu einer demokratischen Gesellschaft bei."
Mitreden bei Rente und Gesundheit
Mit der Initiative "Mitreden! Bei Rente und Gesundheit" informieren die Deutsche
Rentenversicherung Bund und die Ersatzkassen gemeinsam über die Soziale
Selbstverwaltung. Im Mittelpunkt stehen die Menschen, die sich ehrenamtlich
engagieren, die Aufgaben der Selbstverwaltung und die Möglichkeiten der
Versicherten, sich einzubringen. Denn Mitreden bedeutet nicht nur, bei einer
Sozialwahl eine Stimme abzugeben. Mitreden bedeutet auch, sich zu informieren,
Fragen zu stellen, Interessen zu vertreten, sich zusammenzuschließen und
Verantwortung zu übernehmen. "Eine lebendige Demokratie braucht Menschen, die
sich einbringen", unterstreicht Märtens. "Die Soziale Selbstverwaltung zeigt:
Demokratie findet nicht nur in Parlamenten statt. Sie findet auch dort statt, wo
Menschen gemeinsam Verantwortung für unser Gemeinwesen übernehmen."
Weitere Informationen zur Sozialen Selbstverwaltung und zur Initiative
"Mitreden! Bei Rente und Gesundheit" finden Interessierte unter "
http://www.sozialwahl.de/ " sowie auf den Social-Media-Kanälen der Initiative
bei Instagram
(https://www.instagram.com/mitreden_sozialwahl/?igsh=dXlybXo1M2pxZnh0) und
LinkedIn (https://www.linkedin.com/company/mitreden/) .
Pressekontakt:
Una Großmann
Deutsche Rentenversicherung Bund
Hohenzollerndamm 46-47
10713 Berlin
E-Mail: mailto:pressestelle@drv-bund.de
Michaela Gottfried
Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek)
Askanischer Platz 1
10963 Berlin
E-Mail: mailto:presse@vdek.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/50838/6351277
OTS: Deutsche Rentenversicherung Bund
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