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Hattingen (ots) - Rolex, Patek Philippe oder Audemars Piguet: Hochwertige
Uhrensammlungen erreichen schnell sechsstellige Werte. Trotzdem lagern viele
Besitzer ihre Stücke weiterhin zu Hause und unterschätzen dabei Risiken wie
Einbruch, Diebstahl oder unzureichenden Versicherungsschutz. Gerade bei
wachsenden Sammlungen stellt sich deshalb die Frage, wann klassische
Aufbewahrungslösungen nicht mehr ausreichen.
Wer Uhren im Wert von 100.000 Euro oder mehr besitzt, sollte bei der Sicherheit
nicht improvisieren. Entscheidend ist nicht nur, wo die Sammlung liegt, sondern
wie sie geschützt, versichert und im Ernstfall dokumentiert ist. Nachfolgend
wird erklärt, welche Risiken Besitzer hochwertiger Uhrensammlungen häufig
unterschätzen, worauf es bei Aufbewahrung und Versicherung ankommt und welche
Sicherheitslösungen sich für Vermögenswerte im sechsstelligen Bereich eignen.
Wenn die Sammlung wächst, muss die Sicherheit mitwachsen
Menschen, die Uhren sammeln, tun dies aus einer großen Faszination für das
Handwerk. Die Uhren haben einen hohen emotionalen Wert für sie und sind Ausdruck
einer Leidenschaft, die weit über das materielle Gut hinausgeht. Umso wichtiger
ist die korrekte Verwahrung der Uhren. Denn meist konzentriert sich ein
erheblicher Vermögenswert auf wenige kleine Gegenstände, die sich leicht
transportieren lassen. Mehrere hunderttausend Euro können auf kleinstem Raum
lagern - und bei Einbruch innerhalb kürzester Zeit mitgenommen werden.
Dabei entsteht das Sicherheitsproblem häufig schleichend. Was mit einer
einzelnen hochwertigen Uhr beginnt, entwickelt sich durch weitere Käufe oder
Wertsteigerungen mit der Zeit zu einer umfangreichen Sammlung. Während deren
Gesamtwert wächst, bleibt die ursprüngliche Aufbewahrung jedoch nicht selten
unverändert. Eine Schublade, ein Schrank oder ein einfacher Möbeltresor, der für
die ersten Stücke noch ausreichend erschien, wird dann weiterhin genutzt. Genau
an diesem Punkt lohnt sich eine nüchterne Bestandsaufnahme. Wie hoch ist der
aktuelle Gesamtwert? Welche Einzelwerte befinden sich darunter? Und entspricht
das bestehende Sicherheitskonzept überhaupt noch der heutigen Sammlung?
Tresor und Versicherung müssen aufeinander abgestimmt sein
Ein verbreitetes Missverständnis herrscht im Übrigen bei der
Versicherungssituation. Immer wieder glauben Sammler, ein Tresor sei ein Garant
für die vollständige Versicherung bei Schadenfall. Doch je nach Vertrag können
Versicherer konkrete Anforderungen an die Aufbewahrung stellen. Dazu gehören
unter anderem der zertifizierte Widerstandsgrad eines Wertschutzschrankes,
dessen fachgerechte Aufstellung beziehungsweise Verankerung, weitere Sicherungen
des Gebäudes oder eine Einbruchmeldeanlage. Ebenso können Einzelwert- und
Wertsachengrenzen sowie vertragliche Entschädigungsgrenzen eine Rolle spielen.
Eine allgemeingültige Sicherheitsklasse lässt sich deshalb auch bei einem
Sammlungswert von 100.000 Euro nicht nennen. Welche Anforderungen gelten, hängt
vom jeweiligen Versicherungsvertrag und von der individuellen Risikobewertung
ab. Sinnvoll ist daher die umgekehrte Reihenfolge: Zunächst werden Werte und
Versicherungssituation geklärt, anschließend lässt sich die Aufbewahrung passend
dazu dimensionieren.
Gleichzeitig darf sich das Konzept nicht auf den Tresor beschränken. Türen und
Fenster, Alarmtechnik, Standort und Verankerung sowie Zugangsberechtigungen und
der Umgang mit Schlüsseln oder Codes greifen ineinander. Auch Diskretion spielt
eine Rolle: Öffentliche Beiträge über die eigene Sammlung, Verkaufsplattformen
oder leicht erkennbare Routinen können unnötig Informationen darüber preisgeben,
welche Werte vorhanden sind und wie mit ihnen umgegangen wird.
Gute Dokumentation wird im Schadenfall entscheidend
Darüber hinaus sollten Sammler ihre Uhren dokumentieren. Wichtig ist, dass sich
Besitz, Identität und gegebenenfalls Wert nachvollziehen lassen. Dazu gehören
insbesondere Hersteller und Modell, Referenz- und Seriennummer, Kaufbelege,
aussagekräftige Fotos sowie vorhandene Zertifikate und Papiere. Soweit es der
Versicherungsvertrag verlangt, können zudem aktuelle Wertnachweise erforderlich
sein. Eine separate digitale oder externe Sicherung dieser Unterlagen
verhindert, dass Dokumentation und Wertgegenstände im Ernstfall gleichzeitig
verloren gehen.
Gerade die Bewertung verdient Aufmerksamkeit, denn Kaufpreis, Marktwert und
Wiederbeschaffungswert müssen nicht identisch sein. Entscheidend für den
Versicherungsschutz ist letztlich, welcher Wert nach den konkreten
Vertragsbedingungen maßgeblich ist. Wer seine Sammlung erweitert oder deutliche
Wertveränderungen feststellt, sollte deshalb nicht nur das Sicherheitskonzept,
sondern auch die vereinbarten Versicherungssummen überprüfen.
Sicherheit muss zur tatsächlichen Nutzung passen
Anders als manche Wertgegenstände liegen Luxusuhren meist nicht dauerhaft an
einem Ort. Sie werden getragen, gewechselt und gepflegt. Dadurch entsteht ein
Konflikt: Einerseits soll die Sammlung zuverlässig geschützt sein, andererseits
möchten Besitzer jederzeit auf einzelne Stücke zugreifen können. Eine geeignete
Aufbewahrung berücksichtigt deshalb nicht nur das Sicherheitsniveau, sondern
auch den tatsächlichen Umgang mit der Sammlung.
Das betrifft ebenso die Entscheidung zwischen eigener Aufbewahrung und
Bankschließfach. Ein Schließfach kann für bestimmte Werte sinnvoll sein,
schränkt bei regelmäßig getragenen Uhren jedoch die unmittelbare Verfügbarkeit
ein. Welche Variante besser passt, lässt sich nicht pauschal beantworten.
Nutzung, Wert, Versicherung und persönliche Situation müssen gemeinsam
betrachtet werden. Am Ende geht es um ein abgestimmtes System, das immer wieder
an die aktuelle Situation angepasst wird.
Über Thomas Sinning:
Thomas Sinning ist Sicherheitsexperte und seit 2006 in der Tresorbranche tätig.
Mit seinem Unternehmen PREMIUMTRESORE entwickelt er individuelle
Hochsicherheitslösungen für anspruchsvolle Privat- und Geschäftskunden. Dabei
setzt er auf deutsche Fertigung, persönliche Beratung und technisch durchdachte
Konstruktionen, die sich bewusst von standardisierten Massenprodukten abheben.
Pressekontakt:
Thomas Sinning PREMIUMTRESORE
Vertreten durch: Thomas Sinning
E-Mail: mailto:ts@premiumtresore.de
Website: https://www.premiumtresore.de
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OTS: Thomas Sinning PREMIUMTRESORE
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