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Berlin (ots) - Seit dem 13.09.2026 schließt Russland die Goethe-Institute in
Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg. Die SPD-Bundestagsfraktion kritisiert
die Entscheidung als schweren Rückschlag für den kulturellen und
gesellschaftlichen Austausch. Die Institute stärken die Verbindungen zwischen
Deutschland und der russischen Zivilgesellschaft über Regierungen hinaus.
Nancy Faeser , zuständige Berichterstatterin:
"Die Schließung der Goethe-Institute in Russland ist ein schwerer Rückschlag für
den kulturellen und gesellschaftlichen Austausch zwischen Deutschland und der
russischen Zivilgesellschaft. Die Goethe-Institute schaffen Verbindungen, die
über Regierungen und politische Konflikte hinausreichen.
Für die Menschen in Russland, die die deutsche Sprache lernen und die
Bibliotheken der Goethe-Institute besuchen, ist die Schließung ein herber
Rückschlag. Die Bibliotheken in Moskau und Sankt Petersburg zählten 2025 rund
6.700 Besucherinnen und Besucher sowie rund 35.000 Ausleihen.
Dass die russische Regierung diesen Schritt gewählt hat, ist nicht überraschend,
doch nicht minder konfrontativ. Nach dem versuchten Drohnenanschlag am Flughafen
Leipzig/Halle am 4. August, bei dem alle Spuren nach Russland zeigen, hat die
Bundesregierung besonnen, aber deutlich reagiert. Nun eskaliert Russland weiter
die Lage und beendet mit der Schließung der Goethe-Institute eine Infrastruktur,
die über Jahrzehnte Begegnung, Spracherwerb und kulturelle Verständigung
geschaffen hat."
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