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Berlin (ots) - Bio-LNG ist im Schwerlastverkehr längst praxiserprobt:
Kraftstoff, serienreife Fahrzeuge und Tankstellen sind verfügbar, der Einsatz
ist wirtschaftlich attraktiv und senkt die Treibhausgasemissionen. Auf der IAA
Transportation zeigt die Branche, warum Bio-LNG schon heute im Logistikalltag
funktioniert - und welches Potenzial für einen breiteren Einsatz besteht.
Bio-LNG hat sich im Schwerlastverkehr etabliert. Im ersten Halbjahr 2026 wurden
an deutschen Tankstellen insgesamt 84.284 Tonnen abgesetzt. Dabei lag der
Biomethananteil im zweiten Quartal (43.292 Tonnen) bei 100 Prozent: Die gesamte
erfasste LNG-Menge stammte damit aus erneuerbarer Biomasse.
"Der Markt ist bereit: Kraftstoff, Fahrzeuge und Tankstellen sind verfügbar. Für
Transportunternehmen schaffen die vorhandene Infrastruktur und langfristig
stabile Bezugspreise genau die Planungssicherheit, die sie im täglichen Geschäft
benötigen", sagt Dr. Timm Kehler, Vorstand von Die Gas- und
Wasserstoffwirtschaft.
Die Voraussetzungen für einen breiten Einsatz sind vorhanden: Bio-LNG ist an
mehr als 200 Tankstellen in Deutschland verfügbar. LNG-Lkw erreichen bis zu
1.800 Kilometer, lassen sich in kurzer Zeit betanken und bewältigen im Regional-
und Fernverkehr dieselben Aufgaben wie Diesel-Lkw.
"Regionale Reststoffe machen Bio-LNG unabhängiger von internationalen fossilen
Energiemärkten. Das stärkt die heimische Versorgung, hält Wertschöpfung in der
Region und verbessert die Planbarkeit. Herkunft und Verarbeitung bleiben dabei
nachvollziehbar", erklärt Stefan Schreiber, Vorstand der Verbio SE. Das
Unternehmen deckt die vollständige Bio-LNG-Wertschöpfungskette ab: Verbio
verarbeitet landwirtschaftliche Reststoffe zu Biomethan, verflüssigt es in einer
eigenen Verflüssigungsanlage zu Bio-LNG und stellt den erneuerbaren Kraftstoff
für den Schwerlastverkehr über ein wachsendes Tankstellennetz an 46 eigenen und
Partnertankstellen bereit.
Wie der Einsatz im täglichen Lieferverkehr funktioniert, zeigt EDEKA
Minden-Hannover. Rund 600 Fahrzeuge der etwa 650 Lkw umfassenden Flotte sind
bereits mit Bio-LNG unterwegs. An allen Logistikstandorten steht inzwischen die
entsprechende Infrastruktur zur Verfügung.
"Bio-LNG funktioniert in unserem Logistikalltag: mit hoher Reichweite, voller
Leistungsfähigkeit und ohne Einschränkungen in der operativen Verfügbarkeit.
Gleichzeitig senken wir die Emissionen unserer Lieferverkehre messbar: Im Jahr
2026 sparen wir durch die Umstellung auf Bio-LNG 40.000 t CO2eq ein", sagt
Thomas Steinlein, Geschäftsführer der EDEKA Handelsgesellschaft Minden-Hannover
mbH Logistik.
Auf der IAA Transportation zeigt Die Gas- und Wasserstoffwirtschaft gemeinsam
mit Alternoil, BDO, GasCom, IVECO, LIQVIS, Rolande, Shell, Verbio, ViGo und
Volvo die gesamte Bio-LNG-Wertschöpfungskette - von Produktion und
Kraftstoffbereitstellung über Tanktechnik und Fahrzeuge bis zu
Wirtschaftlichkeitsberechnung und Flottenpraxis. Der Gemeinschaftsstand befindet
sich in Halle 12, Stand B60.
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DIE GAS- UND WASSERSTOFFWIRTSCHAFT e.V.
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