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Osnabrück (ots) - Volksmusik-Star Norbert Rier (66), Sänger der Kastelruther
Spatzen und Bauer, sorgt sich um die Not der Landwirte in seiner Heimat Südtirol
infolge extremer Hitze. "Natürlich haben wir auch mit der Trockenheit zu tun.
Der Sommer mit seinem Extremwetter war nicht leicht. Bei uns in Südtirol war es
extrem lange extrem heiß. Auch vom Futter her wurde es eng. Viele Bauern mussten
die Viehzahlen reduzieren", sagte Rier der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz).
Auf die Nachfrage, ob das bedeute, dass früher geschlachtet wurde, weil nicht
genug Gras auf den Weiden stand, bestätigte der Musiker und Landwirt: "Genau.
Leider ist das so. Es wird natürlich immer alles fleißig zusammengemäht. Man
fühlt sich ja auch als Landschaftspfleger."
Als vordringliche Sorge von Landwirten bezeichnete Rier die Bürokratie: "Das
größte Problem ist sicher die Bürokratie, all die EU-Richtlinien und das ganze
Drumherum. Die jungen Bauern wachsen damit auf. Die können das inzwischen online
machen. Auf dem Gebiet war ich von der alten Garde und bin froh, dass ich mich
zurückziehen kann." Rier, der neben der Musik eine Haflingerzucht und
Viehwirtschaft betrieb, hat die Verantwortung für seinen landwirtschaftlichen
Betrieb inzwischen in jüngere Hände gelegt: "Im letztem Frühjahr habe ich
unseren 'Fuschghof' an den Alexander übergeben, unseren Sohn. Der ist jetzt der
Bauer. Natürlich hilft man aber noch mit, wo es gebraucht wird."
Sorgen um seine Gesundheit oder ein Ende der Kastelruther Spatzen entkräftete
Rier nach einem Schlaganfall und einer Herz-Operation im vergangenen Jahr: "Das
passt schon noch! Ich stehe wieder ganz normal auf der Bühne. Wir haben uns noch
keinen Zeitpunkt für das Ende überlegt." Auch das Touren bewältige die Band nach
wie vor im eigenen Pkw: "Wir fahren mit zwei Autos und wechseln uns am Steuer
ab. Fliegen ist umständlich, mit den Flugplätze außerhalb und der Wartezeit, bis
man endlich eingecheckt hat. Mit der Bahn wird's auch nicht besser. Im Auto
geht's gut." Ärger mit Radarkontrollen vermeidet der Sänger pragmatisch: "Man
muss sich einfach an die Geschwindigkeiten halten, dann geht's schon. Ein
bisschen Toleranz gibt's ja immer noch oben drauf. Und dann haben die Autos
heutzutage ja dieses Ding, das die Geschwindigkeit regelt, wie heißt es noch?
Den Tempomat!"
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