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Halle (ots) - Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) fordert mehr
Befugnisse im Kampf gegen illegales Online-Glücksspiel. Die in Halle (Saale)
ansässige Behörde müsse schneller auf Veränderungen des Marktes reagieren und
über neue Maßnahmen entscheiden können, sagte GGL-Vorstand Ronald Benter der in
Halle (Saale) erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Dienstagsausgabe). Eine
Möglichkeit dafür sieht er bei der derzeit laufenden Evaluierung des
Glücksspielstaatsvertrags.
"Der illegale Markt ist sehr dynamisch. Deswegen müssen wir als Behörde auch
schneller werden", sagte Benter. Der Glücksspielstaatsvertrag enthalte derzeit
teilweise sehr detaillierte Vorgaben. Selbst wenn sich die GGL und die
Bundesländer über notwendige Anpassungen einig seien, könnten Änderungen des
Regelwerks mehrere Jahre dauern.
Benter plädiert deshalb dafür, der Behörde mehr Entscheidungsspielraum zu geben.
Solche Entscheidungen sollten in Abstimmung mit dem Verwaltungsrat der GGL
getroffen werden, in dem die Interessen der Länder vertreten seien. "Am Ende
haben wir die Expertise und sollten deswegen auch schneller auf Entwicklungen
reagieren und über neue Maßnahmen entscheiden können", sagte Benter.
Handlungsbedarf sieht die Glücksspielaufsicht zudem bei der Strafverfolgung
illegaler Anbieter im Ausland. Die GGL spricht sich dafür aus, dass
Staatsanwaltschaften auch gegen Personen Strafverfahren eröffnen können, die von
außerhalb Deutschlands illegales Glücksspiel für deutsche Nutzer anbieten. Dies
geschehe bislang so gut wie nie, sagte Benter. Verfahren könnten nach
Einschätzung der Behörde die Abschreckung erhöhen.
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Marc Rath
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