|
Nürnberg (ots) - Eine immowelt Analyse der Angebotspreise von Wohnungen in den
kreisfreien Städten und Landkreisen der ostdeutschen Bundesländer zeigt:
- In 74 von 76 untersuchten Städten und Landkreisen sind die Preise im Vergleich
zum Vorjahr gestiegen - im Schnitt um 3,8 Prozent
- Im Umland von 7 der 11 ostdeutschen Großstädte steigen die Preise stärker als
in der Kernstadt selbst
- Gera (+12,2 Prozent) mit stärkstem Preisanstieg; Halle (2.945 Euro pro
Quadratmeter) überholt Leipzig (2.626 Euro)
Der Wohnungsmarkt in Ostdeutschland zeigt sich im Jahresvergleich robust: In 74
der 76 untersuchten kreisfreien Städte und Landkreise sind die Angebotspreise
für Eigentumswohnungen gestiegen, im Durchschnitt um 3,8 Prozent. Die
Preisanstiege verlagern sich dabei zunehmend von den Städten in die umliegenden
ländlichen Regionen: Im Umland von 7 der 11 ostdeutschen Großstädte verteuerten
sich Eigentumswohnung stärker als in der jeweiligen Stadt. Das zeigt eine
aktuelle immowelt Analyse, in der die Angebotspreise von Bestandswohnungen zum
jeweils 1. September 2026 und 2025 verglichen wurden.
"Viele ostdeutsche Großstädte haben in den vergangenen Jahren deutlich an
Attraktivität gewonnen und entsprechend starke Preissteigerungen erlebt", sagt
immowelt Geschäftsführer Theo Mseka . "Dadurch wird der Preisabstand zum Umland
für Kaufinteressenten zunehmend relevant. Gerade bei hohen Finanzierungskosten
kann ein deutlich niedrigeres Preisniveau außerhalb der Kernstädte den Ausschlag
geben. Die stärkeren Preisanstiege in vielen Umlandkreisen deuten darauf hin,
dass diese Standorte zunehmend in den Fokus von Kaufinteressenten rücken."
7 von 11 Großstädte: Das Umland wächst schneller als die Stadt
Am deutlichsten zeigt sich der Effekt in Leipzig : In der Stadt selbst
verteuerten sich Bestandswohnungen binnen eines Jahres von 2.618 auf 2.626 Euro
pro Quadratmeter (+0,3 Prozent), während das Umland (Landkreise Leipzig und
Nordsachsen) im Schnitt um 5,2 Prozent zulegte. In Magdeburg stiegen die
Angebotspreise in den Umlandkreisen Börde, Jerichower Land und Salzlandkreis mit
durchschnittlich 4,2 Prozent mehr als doppelt so schnell wie in der
Landeshauptstadt selbst (+1,7 Prozent). Ein ähnliches Bild zeigt sich in Erfurt
(+2,8 Prozent gegenüber +3,9 Prozent im Umland), Cottbus (+0,2 Prozent gegenüber
+2,0 Prozent), Rostock (+1,1 Prozent gegenüber +2,7 Prozent) und Chemnitz (-0,9
Prozent gegenüber +1,9 Prozent). Selbst in Jena , wo die Wohnungspreise in der
Stadt bereits kräftig stiegen (+6,5 Prozent), legten die angrenzenden Landkreise
mit durchschnittlich +8,8 Prozent noch stärker zu. Potsdam weist dagegen
dasselbe Plus auf wie sein Umland (je +3,5 Prozent).
Ein Grund für die oftmals stärkeren Preiszuwächse im Umland dürfte das weiterhin
deutlich niedrigere Ausgangsniveau sein. Gerade angesichts hoher
Finanzierungskosten achten Käufer stärker darauf, wie viel Wohnfläche sie sich
für ihr Budget leisten können. Orte außerhalb der Kernstädte können dadurch an
Attraktivität gewinnen, sofern Arbeitsplätze und Infrastruktur der Großstadt
weiterhin gut erreichbar bleiben. Gleichzeitig bedeutet das niedrigere
Preisniveau, dass bereits moderate absolute Preissteigerungen pro Quadratmeter
zu höheren prozentualen Zuwächsen führen können.
Berlin und Dresden als Ausnahmen
In Berlin (+2,9 Prozent) und Dresden (+5,4 Prozent) verteuerten sich die
Angebotspreise dagegen etwas stärker als im Umland (+2,2 Prozent bzw. +4,0
Prozent). Beide Städte haben in den vergangenen Jahren deutlich an Einwohnern
gewonnen und verfügen über entsprechend etablierte, stark nachgefragte
Wohnungsmärkte. In Berlin stieg die Einwohnerzahl seit 2011 um rund 14
Prozent[1], in Dresden um rund 9 Prozent[2]. Während Berlin auch zuletzt weiter
wuchs, ging die Einwohnerzahl Dresdens 2025 zwar leicht zurück. Der über Jahre
aufgebaute Nachfragedruck auf den Wohnungsmarkt dürfte jedoch dazu beitragen,
dass sich die Preise in beiden Kernstädten weiterhin vergleichsweise robust
entwickeln.
Halle überholt Leipzig
In Halle (+11,7 Prozent) verteuerten sich Bestandswohnungen ebenfalls stärker
als im Umland (Saalekreis: +8,4 Prozent). Aufgrund des deutlichen Preisanstiegs
kostet der Quadratmeter in Halle (2.945 Euro) inzwischen mehr als in Leipzig
(2.626 Euro). Die Saalestadt galt lange als die günstigere Alternative zum stark
nachgefragten Leipziger Wohnungsmarkt, gut angebunden über eine kurze
Zugverbindung. Neben dem in der Vergangenheit günstigen Preisniveau dürften auch
die Martin-Luther-Universität und mehrere Forschungszentren dazu beigetragen
haben, dass das Interesse an Wohnungen und folglich die Preise in den letzten
Jahren deutlich gestiegen sind. Auch für Kapitalanleger ist Halle interessant:
Das im Vergleich zu vielen anderen Großstädten niedrigere Kaufpreisniveau
ermöglicht weiterhin attraktive Renditen.
Noch stärker als in Halle fiel die Verteuerung lediglich in Gera aus. Die
Angebotspreise von Bestandswohnungen in der thüringischen Stadt legten binnen
eines Jahres um 12,2 Prozent auf durchschnittlich 1.343 Euro pro Quadratmeter
zu. Trotz des kräftigen Anstiegs zählt Gera damit weiterhin zu den günstigsten
Wohnungsmärkten unter den kreisfreien Städten. Das niedrige Ausgangsniveau
dürfte den starken prozentualen Anstieg mitbegünstigen: Schon geringe absolute
Preisaufschläge schlagen hier deutlich stärker zu Buche als in hochpreisigen
Städten.
Ausführliche Tabellen zu den 76 kreisfreien Städten und Landkreisen in
Ostdeutschland stehen hier zum Download bereit. (https://content.cdn.immowelt.co
m/iw_group2/import/Redaktion/Pressemitteilungen/2026/2026_09_22_Tabellen_Kreise_
Ostdeutschland.pdf)
Berechnungsgrundlage:
Datenbasis für die Berechnung der Kaufpreise waren auf immowelt.de inserierte
Angebote in den kreisfreien Städten und Landkreisen in Ostdeutschland. Die
mittels hedonischer Verfahren errechneten Werte geben die Quadratmeterpreise von
Bestandswohnungen (75 Quadratmeter, 3 Zimmer, 1. Stock, Baujahr 1990er-Jahre)
zum 01.09.2026 sowie deren Entwicklung im Vergleich zum 01.09.2025 wieder. Es
handelt sich um Angebots-, keine Abschlusspreise.
Diese und andere Pressemitteilungen von immowelt.de finden Sie in unserem
Pressebereich
(https://www.immowelt.de/ueberuns/presse/pressemitteilungenkontakt/) .
Über immowelt:
Das Immobilienportal immowelt.de ist einer der führenden Online-Marktplätze für
Miet- und Kaufimmobilien in Deutschland. Die Plattform bringt seit über 30
Jahren erfolgreich Eigentümer, Immobilienprofis und Suchende zusammen. Die
immowelt Mission ist es, künftig alle Schritte der Immobilientransaktion zu
digitalisieren, um diese für alle Beteiligten so unkompliziert und einfach wie
möglich zu gestalten. immowelt unterstützt mit datengestützten Services die
unkomplizierte Suche nach einer Mietwohnung, die effektive Vermarktung einer
Immobilie und maßgeschneiderte Finanzierungen der eigenen vier Wände. Dank
jahrzehntelanger Erfahrung und breitem Immobilien-Know-how kreiert immowelt so
das perfekte Erfolgserlebnis für Mieter und Vermieter, Immobilienprofis,
Immobilieneigentümer und Käufer.
Betrieben wird immowelt.de von der AVIV Germany GmbH, die zur AVIV Group gehört,
einem der größten digitalen Immobilien-Tech-Unternehmen der Welt.
[1] Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (https://www.statistik-berlin-b
randenburg.de/meine-region/berlin-statistik/einwohnerbestand)
[2] Quelle: Landeshauptstadt Dresden, Kommunale Statistikstelle (https://www.dre
sden.de/media/pdf/statistik/Statistik_1201_10_E2012-1981-Melderegister.pdf?)
Pressekontakt:
AVIV Germany GmbH
Ostendstraße 113
90482 Nürnberg
Barbara Schmid
+49 (0)911/520 25-808
mailto:presse@immowelt.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/24964/6356540
OTS: immowelt
|