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Sanierungsfall statt Traumhaus - warum Problemimmobilien oft die besten Deals sein können (FOTO)

23.09.2026 12:08 Uhr Oliver Fischer

Delmenhorst (ots) - Alte Bäder, schlechte Energieklasse, Leerstand oder jahrelanger Sanierungsstau schrecken viele Käufer ab - und genau darin kann für professionelle Investoren die Chance liegen. Sanierungsbedürftige Immobilien werden teilweise mit deutlichen Abschlägen gehandelt, während gezielte Modernisierungen ihren Wert erheblich steigern können.

Die interessantesten Deals sind häufig Immobilien, bei denen der normale Käufer nur die Probleme sieht. Wer dagegen genau kalkulieren kann, was Sanierung, neue Nutzung und eine bessere Präsentation kosten und welchen Mehrwert sie schaffen, kann genau an diesen Schwächen verdienen. Nachfolgend erfahren Sie, warum Profis gezielt nach Problemimmobilien suchen und auf welche Aspekte Interessenten vorab achten sollten.

Nicht der Zustand entscheidet, sondern das Entwicklungspotenzial

Viele Kaufinteressenten suchen eine Immobilie, die sich möglichst ohne größeren Aufwand beziehen oder vermieten lässt. Entsprechend gering ist die Nachfrage nach Objekten mit Sanierungsbedarf. Für Investoren eröffnet genau das jedoch häufig attraktive Möglichkeiten, denn eine geringere Nachfrage schafft oft größeren Spielraum bei den Preisverhandlungen.

Ein niedriger Kaufpreis allein macht allerdings noch kein gutes Investment. Entscheidend ist vielmehr, ob sich die vorhandenen Schwächen mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand beheben lassen. Erfahrene Investoren bewerten deshalb nicht den aktuellen Zustand einer Immobilie, sondern ihr Entwicklungspotenzial. Bereits vor dem Ankauf kalkulieren sie, welche Maßnahmen erforderlich sind, welche Zielgruppe später angesprochen werden soll und welcher Marktwert nach Abschluss der Arbeiten realistisch erreichbar ist. Erst wenn diese Rechnung aufgeht, wird aus einem Sanierungsobjekt ein wirtschaftlich interessantes Investment.

Welche Mängel sich besonders gut beheben lassen

Dabei zeigt die Erfahrung: Nicht jeder Mangel ist gleichermaßen kritisch. Vor allem optische Defizite wirken auf viele Kaufinteressenten gravierender, als sie tatsächlich sind. Veraltete Bodenbeläge, alte Bäder, eine in die Jahre gekommene Küche oder unattraktive Wandgestaltungen lassen sich häufig mit überschaubarem Aufwand modernisieren und verändern den Gesamteindruck einer Immobilie deutlich.

Ähnliches gilt für energetische Schwächen. Nicht jede schlechte Energieklasse erfordert sofort eine umfassende Kernsanierung. Bereits kleinere Maßnahmen wie neue Fensterdichtungen, die Abdichtung von Rollladenkästen oder Anschlussfugen, moderne Thermostatventile oder eine fachgerechte Heizungswartung können die Energieeffizienz verbessern. Darüber hinaus bieten die Dämmung der obersten Geschossdecke oder der Kellerdecke häufig ein günstiges Verhältnis zwischen Investitionskosten und Einsparpotenzial. Solche Maßnahmen steigern nicht nur die Energieeffizienz, sondern erhöhen gleichzeitig die Attraktivität der Immobilien. Voraussetzung ist jedoch die Erfahrung des Käufers. Denn sanierungsbedürftige Immobilien können durchaus auch Risiken bergen.

Ohne realistische Kalkulation wird aus der Chance schnell ein Risiko

Deshalb genügt es nicht, lediglich die Renovierungskosten zu überschlagen. Vielmehr sollten sämtliche Ausgaben berücksichtigt werden - von den Erwerbsnebenkosten über Finanzierungskosten und Modernisierungsmaßnahmen bis hin zu möglichen Verzögerungen und ausreichenden Reserven für unvorhergesehene Arbeiten.

Ebenso wichtig ist eine realistische Einschätzung des späteren Verkaufspreises oder der erzielbaren Miete. Optimistische Annahmen mögen auf dem Papier attraktiv wirken, bieten jedoch keine belastbare Entscheidungsgrundlage. Erfahrene Investoren kalkulieren deshalb bewusst konservativ und prüfen bereits vor dem Kauf, ob das Projekt auch dann wirtschaftlich bleibt, wenn einzelne Kosten höher ausfallen oder sich der Verkauf verzögert.

Die spätere Zielgruppe sollte früh feststehen

Ebenso entscheidend ist die Frage, für wen die Immobilie nach der Modernisierung gedacht ist. Ein häufiger Fehler besteht darin, zunächst ein günstiges Objekt zu kaufen und erst anschließend über dessen Vermarktung nachzudenken. Erfolgversprechender ist der umgekehrte Weg. Bereits vor dem Ankauf sollte feststehen, welche Käufer oder Mieter später angesprochen werden sollen und welche Anforderungen diese Zielgruppe an Ausstattung, Grundriss oder energetischen Zustand stellt.

Gerade private Käufer bevorzugen häufig modernisierte Immobilien, weil sie Sanierungsrisiken und organisatorischen Aufwand vermeiden möchten. Wer diese Erwartungen kennt, kann gezielt in Maßnahmen investieren, die den größten Mehrwert schaffen, und gleichzeitig auf kostspielige Arbeiten verzichten, die den späteren Verkauf kaum beeinflussen.

Nicht jede Problemimmobilie ist ein gutes Investment

So attraktiv Problemimmobilien auch sein können, nicht jedes Objekt eignet sich für eine erfolgreiche Entwicklung. Schwere Bauschäden, komplizierte rechtliche Rahmenbedingungen, ungünstige Lagen oder unrealistische Preisvorstellungen können dazu führen, dass sich selbst umfangreiche Modernisierungen wirtschaftlich nicht rechnen.

Erfahrene Investoren verzichten deshalb bewusst auf Objekte, die ihre Kalkulation nicht erfüllen. Sie lassen sich weder von einem niedrigen Kaufpreis noch von vermeintlichen Schnäppchen blenden, sondern orientieren sich an klaren Kriterien und belastbaren Zahlen. Genau diese Disziplin entscheidet häufig darüber, ob aus einem Sanierungsfall ein erfolgreiches Investment oder ein kostspieliger Fehlkauf wird.

Über Oliver Fischer:

Oliver Fischer ist Immobilienexperte mit über 40 Jahren Erfahrung und Entwickler des FIX&FLIP-Systems. Er hat über 3.000 Projekte realisiert und mehr als 2.800 Teilnehmer ausgebildet. Mit praxisnahen Strategien unterstützt er Investoren im strukturierten Immobilienhandel und beim nachhaltigen Vermögensaufbau. Weitere Informationen unter: https://www.oliverfischer.de

Pressekontakt:

Oliver Fischer E-Mail: mailto:support@fixundflip.de Webseite: https://www.OliverFischer.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/181933/6357386 OTS: Oliver Fischer


Quelle: ots / newsaktuell - Pressemitteilung - Oliver Fischer
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