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Frankfurt/Main (ots) - Auch in der ersten Jahreshälfte 2026 setzen die
Angebotsmieten in allen Städtekategorien ihren Aufwärtstrend mit hoher Dynamik
fort. Der Mietpreisanstieg zieht sich dabei breit durch alle Marktsegmente. Vor
dem Hintergrund einer anhaltenden Angebotsknappheit und einer unverändert hohen
Nachfrage bleibt der Druck auf die Mietpreise bestehen. Die Analyse von BNP
Paribas Real Estate verbindet eine fundierte Einordnung der Mietwohnungsmärkte
mit einer differenzierten Betrachtung der Wohninvestmentmärkte in den A-, B- und
C-Städten seit der Zinswende. Sie bietet institutionellen Investoren eine
verlässliche Orientierung zur Entwicklung der Investment- und Vermietungsmärkte
bundesweit sowie in elf Top-Städten, ergänzt durch zentrale Marktkennzahlen und
Fact Sheets für über 100 Städte.
Der deutsche Mietwohnungsmarkt präsentiert sich auch im ersten Halbjahr 2026 in
einer bemerkenswert robusten Verfassung. Trotz bereits hoher Mietniveaus sind
die Angebotsmieten in allen betrachteten Städtekategorien innerhalb von nur
sechs Monaten erneut spürbar gestiegen. In den A-Städten sowie den Groß- und
Mittelstädten legten die Angebotsmieten im Bestand seit Jahresbeginn um jeweils
3 % zu, während Hochschulstädte mit einem Plus von 4 % die höchste Dynamik
aufweisen. Die A-Städte führen das Mietpreisranking weiterhin mit einer
mittleren Angebotsmiete von 16,25 EUR/m² an, gefolgt von den Hochschulstädten
mit 12,75 EUR/m². Auffällig ist dabei, dass sich die Mietpreisdynamik immer
stärker auf Standorte außerhalb der großen Metropolen verlagert. Insbesondere
Hochschul- und Mittelstädte profitieren von einer hohen Wohnraumnachfrage,
während das Angebot infolge rückläufiger Baufertigstellungen und anhaltend hoher
Baukosten vielerorts knapp bleibt. Besonders deutlich zeigt sich dieser Trend im
Neubausegment.
"Bemerkenswert ist, dass die stärkste Mietpreisdynamik aktuell meist außerhalb
der klassischen Top-Standorte zu beobachten ist. Zahlreiche Hochschul- und
Mittelstädte weisen heute ähnlich stabile Fundamentaldaten wie die Metropolen
auf, profitieren aber teilweise noch von niedrigeren Miet- und Kaufpreisniveaus.
Für Investoren ergeben sich dadurch zunehmend attraktive Opportunitäten jenseits
der etablierten A-Städte", erläutert Christoph Meszelinsky, Geschäftsführer und
Head of Residential Investment der BNP Paribas Real Estate GmbH.
Im Durchschnitt der sieben größten deutschen Städte liegt die
Median-Angebotsmiete für Neubauwohnungen derzeit bei 21,35 EUR/m² und damit 2 %
über dem Niveau zum Jahresbeginn. München bleibt mit einer mittleren Neubaumiete
von 25,90 EUR/m² der teuerste Neubaustandort. Hamburg rangiert mit 23,00 EUR/m²
weiterhin auf Rang zwei. Auf den dritten Platz rückt Stuttgart mit 20,80 EUR/m²
vor und überholt damit Berlin, Frankfurt und Düsseldorf im Ranking der teuersten
Neubaumärkte. Außerhalb der Top-Standorte zählen Freiburg im Breisgau (20,00
EUR/m²), Heidelberg (19,90 EUR/m²) und Potsdam (19,35 EUR/m²) zu den teuersten
Neubau-Mietwohnungsmärkten Deutschlands.
Marktqualität wird wieder stärker bepreist
Die Zinswende hat den deutschen Wohninvestmentmarkt nachhaltig verändert. Die
aktuelle Analyse zeigt jedoch, dass die Marktanpassung seit dem Peak 2021 je
nach Städtekategorie unterschiedlich ausgefallen ist. Während sich die
Kaufpreisfaktoren in A- und B-Städten vergleichsweise ähnlich entwickelten, fiel
die Korrektur in den C-Städten deutlich stärker aus. Gleichzeitig haben sich die
Fundamentaldaten vieler Wohnungsmärkte durch steigende Mieten, sinkende
Leerstände und einen anhaltenden Nachfrageüberhang weiter gefestigt. Die
Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Marktanpassung der vergangenen Jahre
primär kapitalmarktgetrieben war und weniger auf eine Verschlechterung der
wohnungswirtschaftlichen Fundamentaldaten zurückzuführen ist.
"Für Investoren ist besonders interessant, dass die Marktanpassung seit 2021
deutlich differenzierter ausgefallen ist als vielfach erwartet. Während C-Städte
heute mit höheren Risiko- und Liquiditätsprämien bewertet werden, weisen
zahlreiche B-Städte weiterhin eine bemerkenswerte Nähe zu den A-Standorten auf.
Die Zinswende hat damit die Unterschiede zwischen den Marktsegmenten wieder
sichtbarer gemacht und die Bedeutung von Marktqualität, Liquidität und
Fungibilität spürbar erhöht", so Christoph Meszelinsky.
Perspektiven
Die strukturelle Angebotsknappheit auf den deutschen Mietwohnungsmärkten dürfte
auch in den kommenden Jahren bestehen bleiben. Zwar mehren sich die Anzeichen
für eine Stabilisierung der Neubautätigkeit, eine spürbare Ausweitung des
Wohnungsangebots ist jedoch aufgrund der langen Entwicklungs- und Bauzeiten
kurzfristig nicht zu erwarten. Gleichzeitig bleibt die Wohnraumnachfrage hoch.
Vor allem die A-Städte profitieren weiterhin von Bevölkerungszuwächsen und
anhaltenden Urbanisierungstendenzen. Gleichzeitig zeigen jedoch auch zahlreiche
Hochschul-, Groß- und Mittelstädte eine anhaltend hohe Nachfragedynamik, sodass
der Nachfrageüberhang zunehmend eine Vielzahl deutscher Wohnungsmärkte erfasst.
Die bestehende Neubaulücke dürfte sich vorerst nur langsam schließen, sodass der
Nachfrageüberhang insbesondere in den angespannten Wohnungsmärkten fortbestehen
wird. Vor diesem Hintergrund ist weiterhin von steigenden Mieten auszugehen,
wobei das Neubausegment aufgrund des begrenzten Angebots und der hohen
Entwicklungskosten die stärkste Dynamik aufweisen dürfte.
Auch mittel- bis langfristig sprechen die Rahmenbedingungen für eine anhaltend
hohe Attraktivität des deutschen Mietwohnungsmarkts. Stabile demografische
Entwicklungslinien, der Trend zu kleineren Haushalten sowie die häufig
deutlichen Preisvorteile bestehender Mietverträge gegenüber Neuvermietungen
begrenzen die Fluktuation und halten den Nachfrageüberhang aufrecht.
Grundlegende Veränderungen dieser Marktmechanismen sind derzeit nicht absehbar.
Gleichzeitig bieten Wohnimmobilien angesichts weiterhin erhöhter geo- und
makroökonomischer Unsicherheiten ein hohes Maß an Stabilität und Planbarkeit.
Insbesondere vor dem Hintergrund der in den vergangenen Jahren deutlich
gestiegenen Mietniveaus und der anhaltend niedrigen Leerstandsquoten verfügen
viele Wohnungsmärkte heute über eine robuste Ertragsbasis. Durch die Kombination
aus resilienter Nachfrage, begrenztem Angebot und vergleichsweise verlässlichen
Cashflows dürfte der deutsche Mietwohnungsmarkt daher auch künftig als
attraktive Anlageklasse gelten.
Alle ausführlichen Informationen und Grafiken zum Wohnungsmarkt unter diesem
Link: Wohnimmobilienmarkt Deutschland H1 2026 | BNP Paribas Real Estate (https:/
/www.realestate.bnpparibas.de/marktberichte/wohnungsmarkt/deutschland-report-res
idential-institutional)
In den Stadtteile-Dashboards von BNP Paribas Real Estate können Sie für mehr zum
aktuellen (Miet-)Preisniveau und der Entwicklung auf Stadtteil-Ebene erfahren.
Ausführliche Miet- und Preiszeitreihen unter diesem Link: Stadtteile Dashboards
| BNP Paribas Real Estate
(https://www.realestate.bnpparibas.de/dashboards/stadtteile)
Pressekontakt:
Chantal Schaum
Head of Public Relations
BNP Paribas Real Estate Holding GmbH
Goetheplatz 4 - 60311 Frankfurt am Main
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E-Mail: mailto:chantal.schaum@bnpparibas.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/50927/6357580
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