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Politik/Sachsen-Anhalt/Ministerpräsidentenwahl (ots) - Halle - Die CDU in
Sachsen-Anhalt berät intern über einen Vorschlag, der möglichen CDU-Stimmen für
den AfD-Ministerpräsidentenkandidaten Ulrich Siegmund einen Riegel vorschieben
soll. Wie die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Dienstagausgabe)
berichtet, hat der Bundestagsabgeordnete Sepp Müller dem CDU-Landesvorstand am
Montag vorgeschlagen, dass alle CDU-Abgeordneten vor der Abstimmung über
Siegmund den Plenarsaal verlassen sollen.
"Nach intensiven Abwägungen komme ich zu einem Vorschlag, den wir diskutieren
sollten: Die Fraktion verlässt bei der Wahl des Ministerpräsidenten geschlossen
den Saal", heißt es in einer der MZ vorliegenden Nachricht an den
CDU-Landesvorstand. Müllers Argument: "Wer keinen Stimmzettel abgibt, dem kann
hinterher niemand etwas unterstellen. Und keiner unserer Kollegen muss sich noch
einmal einzeln befragen lassen, wie er abgestimmt hat."
Müller ist mit seinem Vorschlag nicht allein. Noch während am Montagnachmittag
der geschäftsführende CDU-Landesvorstand darüber beriet, machte die
CDU-Fraktionsspitze intern denselben Vorschlag, wie der Parlamentarische
Geschäftsführer Stefan Ruland bekanntgab. Er sei sich mit Fraktionschef Sven
Schulze einig und empfehle, den Plenarsaal zu verlassen, erklärte Ruland.
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Mitteldeutsche Zeitung
Marc Rath
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