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Vilvoorde/Innsbruck (ots) - Mit dem Hearing Matters-Ribbon wurde am 19.
September im Rahmen der Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen des Deutschen
Schwerhörigenbundes e. V. (DSB) in Berlin ein neues internationales Symbol für
Hörgesundheit, Inklusion und Aufklärung vorgestellt. Nach dem erfolgreichen
Start in Deutschland wird die Initiative in dieser Woche beim Internationalen
Hörakustiker-Kongress der EUHA in Hannover erstmals einem internationalen
Fachpublikum präsentiert.
Hinter dem Ribbon steht die globale Initiative "Hearing Matters", die vom
Hearing Health Forum IVZW (HHF) initiiert und vom österreichischen
Hörimplantathersteller MED-EL als Gründungspartner unterstützt wird. Zu den
weiteren Partnern der Initiative in Deutschland zählen der Deutsche
Schwerhörigenbund e. V. (DSB), die Deutsche Cochlea Implantat Gesellschaft e. V.
(DCIG) und der Deutsche Hörverband e. V. (DHV). Gemeinsam setzen sie sich dafür
ein, das Bewusstsein für Hörgesundheit zu stärken, Vorurteile gegenüber
Hörverlust abzubauen und die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit
Hörbeeinträchtigungen zu fördern.
Im Zentrum von Hearing Matters steht das Hearing Matters-Ribbon, eine Schleife,
die als internationales Symbol für Hörgesundheit, Inklusion und Aufklärung
dient. Sie soll Menschen mit Hörverlust, ihre Familien, Fachkräfte,
Selbsthilfeorganisationen und Unterstützer*innen weltweit vereinen und ein
sichtbares Zeichen für mehr Aufmerksamkeit und Verständnis setzen.
Aus der Community, für die Community
Hearing Matters wurde gemeinsam mit Menschen mit Hörverlust,
Selbsthilfeorganisationen, medizinischen Fachkräften, Medienvertreter*innen und
weiteren Mitgliedern der Hör-Community entwickelt. Ein internationales Advisory
Board begleitet die Initiative und stellt sicher, dass unterschiedliche
Perspektiven und Erfahrungen berücksichtigt werden. Obwohl MED-EL die Initiative
als Gründungspartner unterstützt hat, wurde Hearing Matters bewusst als
gemeinschaftliche und herstellerübergreifende Plattform konzipiert. Ziel ist es,
Menschen, Organisationen und Fachkreise zusammenzubringen und den
gesellschaftlichen Dialog über Hörgesundheit zu stärken. "Mit Hearing Matters
möchten wir Hörgesundheit stärker in das öffentliche Bewusstsein rücken.
Hörverlust betrifft Menschen jeden Alters und hat Auswirkungen auf viele
Bereiche des Lebens. Umso wichtiger ist es, darüber zu sprechen, Vorurteile
abzubauen und gemeinsam mehr Aufmerksamkeit für dieses oft unterschätzte Thema
zu schaffen" , sagt Dr. Patrick D'Haese, Präsident des Hearing Health Forum.
Zu den ersten Partnern der Initiative in Deutschland zählen der Deutsche
Schwerhörigenbund e.V. (DSB), die Deutsche Cochlea Implantat Gesellschaft e.V.
(DCIG) und der Deutsche Hörverband e.V. (DHV). Deren Präsidenten Dr. Mathias
Müller, DSB, Dr. Harald Seidler, DHV, und Dr. Roland Zeh, DCIG sind Unterstützer
der ersten Stunde und glauben an die Sinnhaftigkeit des Hearing Matters-Ribbons.
Dr. Roland Zeh, Präsident der DCIG, erklärt: "Hören ist mehr als die Wahrnehmung
von Schall. Hören bedeutet Verbindung, Teilhabe und Lebensqualität. Deshalb
brauchen wir mehr Aufmerksamkeit für Prävention und Früherkennung, eine
bedarfsgerechte Versorgung und eine Gesellschaft, in der Menschen mit
Hörbeeinträchtigungen selbstverständlich dazugehören."
Das erste Hearing Matters-Ribbon wurde an Leonie Gebers, Staatssekretärin im
Bundesministerium für Arbeit und Soziales, überreicht, die die Grüße von
Bundesministerin Bärbel Bas überbrachte. In ihrer Rede betonte sie die Bedeutung
von Hörgesundheit für gesellschaftliche Teilhabe und erfolgreiche Inklusion im
Arbeitsleben und würdigte die Initiative als wichtigen Beitrag zu mehr
Sichtbarkeit für Menschen mit Hörverlust.
Vorstellung vor internationalem Fachpublikum
Nach dem erfolgreichen Start in Deutschland wird das Hearing Matters-Ribbon in
dieser Woche einem internationalen Fachpublikum vorgestellt. Im Rahmen des 69.
Internationalen Hörakustiker-Kongresses der EUHA in Hannover präsentieren
Vertreter*innen der Initiative das Hearing Matters-Ribbon erstmals Fachkräften,
Branchenvertreter*innen und Organisationen aus dem Bereich Hörgesundheit. Die
Vorstellung auf einer der weltweit bedeutendsten Fachveranstaltungen der
Hörakustik markiert einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur internationalen
Verbreitung der Initiative.
"Mit dem Start in Deutschland haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht.
Die Präsentation auf der EUHA bietet nun die Möglichkeit, Hearing Matters und
das Ribbon mit Expertinnen und Experten aus aller Welt zu teilen und weitere
Partner für die Initiative zu gewinnen", sagt Dr. Patrick D'Haese.
Ein Symbol für Sichtbarkeit und Zusammenhalt
Das Hearing Matters-Ribbon macht Hörverlust sichtbar, ohne zu stigmatisieren,
und soll Menschen dazu ermutigen, über Hörgesundheit ins Gespräch zu kommen. Mit
dem Ribbon möchten die Initiatoren der Community ein gemeinsames Symbol geben,
dessen zentrale Botschaft lautet: Hörgesundheit verdient mehr Aufmerksamkeit,
und niemand sollte die Herausforderungen eines Hörverlusts allein bewältigen
müssen. Das Motto der Initiative bringt diesen Gedanken auf den Punkt: "Schleife
tragen. Weitersagen."
HEARoes machen Mut
Ein zentraler Bestandteil von Hearing Matters sind die HEARoes - Menschen mit
Hörverlust, die ihre persönlichen Erfahrungen teilen und damit anderen Mut
machen möchten. Zu ihnen gehört die deutsche Schülerin und
Cochlea-Implantat-Nutzerin Linn Trippel, die als Kind einseitig ihr Hörvermögen
verlor. Als Mitglied des Advisory Boards war sie auch an der Entwicklung der
Initiative beteiligt. Für sie erinnert der mintfarbene Punkt im Hearing
Matters-Ribbon an einen Startknopf und damit an die Chancen, die entstehen, wenn
Menschen Unterstützung finden und neue Wege gehen können. "Ich wünsche mir eine
Welt, in der niemand seinen Hörverlust oder sein Cochlea-Implantat erklären
muss" , sagt Linn Trippel. Eine weitere Stimme der Initiative ist Tobias
Fischer, der 1988 als erstes Kind Europas mit einem Cochlea-Implantat versorgt
wurde und heute Präsident der EURO-CIU, der europäischen Vereinigung von
Cochlea-Implantat-Nutzerorganisationen, ist. "Hörverlust ist nicht das Ende,
sondern oft ein Anfang, denn heute gibt es viele Lösungen. Ich bin der lebende
Beweis", sagt Tobias Fischer.
Die HEARoes-Geschichten zeigen, wie unterschiedlich die Erfahrungen von Menschen
mit Hörverlust sein können. Gleichzeitig machen sie deutlich, wie wichtig
Information, Unterstützung und der Zugang zu geeigneten Hörlösungen für ein
selbstbestimmtes Leben sind.
Verantwortung für die Community
Für den österreichischen Hörimplantathersteller MED-EL ist die Unterstützung von
Hearing Matters Ausdruck des langjährigen Engagements für Menschen mit
Hörverlust. "Was ich an dieser Initiative besonders schätze, ist, dass sie uns
daran erinnert, wer wir sind: ein Unternehmen, das von Verantwortung, Empathie
und einem tiefen Engagement für die Gemeinschaft geprägt ist" , sagt Dr.
Ingeborg Hochmair, Mitgründerin und CEO von MED-EL.
Die Initiatoren verstehen Hearing Matters als langfristige Plattform für
Aufklärung, Dialog und Sichtbarkeit. Das Hearing Matters-Ribbon soll dazu
beitragen, Hörgesundheit weltweit stärker in den Fokus zu rücken und Menschen
miteinander zu verbinden.
Das Hearing Matters-Ribbon steht sowohl als Stoffschleife als auch als digitale
Version zur Verfügung. Interessierte können die Initiative unterstützen,
Informationsmaterialien herunterladen oder die Geschichten der HEARoes
entdecken. Weitere Informationen: www.hearingmatters.now
(https://hearingmatters.now/de/)
Über Hearing Matters
Hearing Matters ist eine globale Initiative für mehr Hörgesundheit. Sie setzt
sich dafür ein, das Bewusstsein für Hörverlust zu stärken, Vorurteile abzubauen
und den Zugang zu Informationen, Unterstützung und Lösungen zu erleichtern. Die
Initiative wurde vom Hearing Health Forum ins Leben gerufen und von MED-EL als
Gründungspartner unterstützt.
Im Mittelpunkt steht die Idee "von der Community für die Community": Gemeinsam
mit Betroffenen, Fachkräften, Organisationen und internationalen Partnern macht
Hearing Matters auf die Bedeutung des Hörens aufmerksam und fördert
gesellschaftliche Teilhabe. Das Hearing Matters-Ribbon dient dabei als weltweit
sichtbares Symbol der Verbundenheit und Solidarität mit Menschen, die von
Hörverlust betroffen sind. Die Initiative wurde im September 2026 in Deutschland
gestartet und wird ab 2027 schrittweise international ausgerollt. Weitere
Informationen: https://hearingmatters.now/de/
Über das Hearing Health Forum IVZW (HHF)
Das Hearing Health Forum IVZW (HHF) ist eine internationale, gemeinnützige
Initiative, die sich dafür einsetzt, Hörgesundheit stärker in der europäischen
Gesundheits- und Sozialpolitik zu verankern. Es vereint die Perspektiven von
Menschen mit Hörverlust, medizinischen Fachkräften und der
Hörtechnologiebranche. Im Austausch mit politischen Entscheidungsträgern fördert
das Forum Aufklärung, frühzeitige Erkennung und einen gleichberechtigten Zugang
zu Hörversorgung und Rehabilitation. Ziel ist es, die Lebensqualität von
Menschen mit Hörverlust zu verbessern und ihre Teilhabe an Bildung, Beruf und
Gesellschaft zu stärken.
Weitere Informationen: https://www.hearinghealth.eu/
Über MED-EL
MED-EL Medical Electronics, führender Hersteller von implantierbaren
Hörlösungen, hat es sich zum vorrangigen Ziel gesetzt, Hörverlust als
Kommunikationsbarriere zu überwinden. Das österreichische Familienunternehmen
wurde von den Branchenpionieren Ingeborg und Erwin Hochmair gegründet, deren
richtungsweisende Forschung zur Entwicklung des ersten mikroelektronischen,
mehrkanaligen Cochlea-Implantats (CI) führte, das 1977 implantiert wurde und die
Basis für das moderne CI von heute bildet. Damit war der Grundstein für das
erfolgreiche Unternehmen gelegt, das 1990 die ersten Mitarbeiter aufnahm. Heute
beschäftigt MED-EL weltweit mehr als 3.300 Personen aus rund 90 Nationen in 30
Niederlassungen.
Das Unternehmen bietet die größte Produktpalette an implantierbaren und
implantationsfreien Lösungen zur Behandlung aller Arten von Hörverlust; Menschen
in 142 Ländern hören mithilfe eines Produkts von MED-EL. Zu den Hörlösungen von
MED-EL zählen Cochlea- und Mittelohrimplantat-Systeme, ein System zur Elektrisch
Akustischen Stimulation, Hirnstammimplantate sowie implantierbare und
operationsfreie Knochenleitungsgeräte. https://www.medel.com/de/
Pressekontakt:
PR & Corporate Communications
Julia Kujawa
Tel.: +49 8151 77 03 73
Tel.: +49 172 567 26 81
mailto:Julia.kujawa@medel.de
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Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/62623/6369863
OTS: MED-EL
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