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Berlin (ots) - Das statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) hat für
die EU-Mitgliedsstaaten neue Zahlen zum Vertrieb von Elektrogeräten und zur
Sammlung von Elektroschrott im Jahr 2024 veröffentlicht. Deutschland nimmt beim
Verkauf mit 38 Kilogramm pro Kopf und Jahr nach Österreich den zweiten Platz
ein, erreicht aber gleichzeitig mit einer Sammelquote von 28,7 Prozent im
europäischen Vergleich lediglich den 15. Platz von 18 vergleichbaren Staaten.
Für das schlechte Abschneiden bei der Sammelquote ist nach Einschätzung der
Deutschen Umwelthilfe (DUH) vor allem die Ausgestaltung des aktuelles
Elektrogesetzes verantwortlich.
Dazu Barbara Metz, DUH-Bundesgeschäftsführerin:
" Deutschland ist beim Umgang mit Elektrogeräten ein Problemfall in Europa.
Einerseits werden hier besonders viele Elektrogeräte verkauft, was viele
Ressourcen verbraucht und das Klima belastet. Andererseits liegt Deutschland mit
einer Sammelquote von 28,7 Prozent im EU-Vergleich auf den hintersten Rängen,
obwohl EU-weit eine Quote von 65 Prozent vorgeschrieben ist. Das bedeutet, dass
in Deutschland viele Elektrogeräte illegal entsorgt werden und beispielsweise im
Restmüll, in der Natur oder auf Deponien im Ausland landen. Während in anderen
EU-Ländern Hersteller von Elektrogeräten für die Sammlung und Verwertung die
vollständige Verantwortung tragen, gibt es in Deutschland nur eine
unverbindliche 'geteilte' Produktverantwortung. Dadurch können
Wirtschaftsakteure ohne Konsequenzen die gesetzliche Sammelquote einfach
ignorieren. Wir fordern von Umweltminister Carsten Schneider einen grundlegenden
Systemwechsel im Elektrogesetz. Hersteller müssen dabei für die Erreichung von
Sammel- und Verwertungszielen zwingend verantwortlich gemacht werden. Mit einer
Studie können wir zeigen, dass ein solcher Systemwechsel jährlich bis zu 810.000
Tonnen mehr recycelte Rohstoffe, 1,9 Millionen Tonnen eingesparte
Treibhausgasemissionen und 39.000 zusätzliche Arbeitsplätze ermöglichen könnte."
Pressekontakt:
Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin
0170 7686923, mailto:metz@duh.de
DUH-Newsroom:
030 2400867-20, mailto:presse@duh.de
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OTS: Deutsche Umwelthilfe e.V.
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