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Holzminden (ots) -
- Prognose 2045: Gas- und Ölheizkosten könnten sich mehr als verdoppeln
Das Heizen in Deutschland hat sich nach einer kurzen Phase der Entspannung
wieder spürbar verteuert. Im Abrechnungsjahr 2025 mussten Verbraucher vor allem
bei Gas- und Holzpelletheizungen deutlich mehr bezahlen. Für das laufende Jahr
prognostizieren Experten eine gemischte Entwicklung mit Preissprüngen beim
Heizöl. Langfristig droht allen fossilen Heizsystemen eine deutliche
Kostensteigerung. Wärmepumpensysteme bleiben dagegen dauerhaft am günstigsten.
Das geht aus dem neuen "Heizspiegel für Deutschland 2026" hervor, den die
gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online gemeinsam mit dem Deutschen
Mieterbund und dem Bauherren-Schutzbund veröffentlicht hat.
"65 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland sprechen sich
dafür aus, in eine strombasierte Heizung zu investieren. Diese soll vorrangig
mit erneuerbaren Energien heizen, um die laufenden Betriebskosten zu senken und
bei den steigenden Emissionskosten bei Öl oder Gas zu sparen. Darüber hinaus
soll sie einen Ausweg aus den Abhängigkeiten in der Versorgung bei den fossilen
Energieträgern Öl und Gas bieten", sagt Heinz-Werner Schmidt, Geschäftsführer
von Stiebel Eltron. "Diese Ergebnisse hatte unsere bevölkerungsrepräsentative
Umfrage ´Energie-Trendmonitor´ bereits zum Jahresstart 2026 ergeben. Die
aktuelle Teuerung bei fossilen Energien mit langfristig negativer Preisprognose
dürfte die Motivation der Menschen zum Wechsel auf eine Wärmepumpenheizung
weiter steigern."
Wärmepumpen hängen fossile Systeme ab
Im Abrechnungsjahr 2025 zeigten sich laut "Heizspiegel Deutschland" massive
Preisunterschiede je nach Heizart. Nach Auswertung von mehr als 90.000
Gebäudedaten heizten Haushalte mit einer Wärmepumpe am günstigsten.
Für eine 70 Quadratmeter große Wohnung in einem Mehrfamilienhaus fielen im
Schnitt folgende Kosten an:
- Erdgas : 1.170 Euro (+14 Prozent gegenüber dem Vorjahr)
- Fernwärme : 1.295 Euro (+6 Prozent)
- Heizöl : 1.030 Euro (unverändert)
- Holzpellets : 735 Euro (+20 Prozent)
- Wärmepumpe : 715 Euro (+5 Prozent)
In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus (130 Quadratmeter) kletterten die
Ausgaben bei einer Gasheizung im Schnitt auf 2.040 Euro (+15 Prozent), während
Besitzer einer Ölheizung 2.145 Euro (+1 Prozent) bezahlten. Mit einer Wärmepumpe
lagen die Kosten bei lediglich 1.260 Euro (+5 Prozent).
Für das laufende Abrechnungsjahr 2026 wird mit weiteren starken Verschiebungen
gerechnet. Verbraucher mit einer Ölheizung müssen sich wegen globaler Krisen auf
erhebliche Mehrkosten einstellen: Für die 70-qm-Musterwohnung prognostiziert der
"Heizspiegel" einen Sprung um 24 Prozent auf 1.275 Euro. Bei Einfamilienhäusern
droht sogar ein Plus von 28 Prozent (auf 2.745 Euro). Auch Holzpellets dürften
wegen knapper Rohstoffe um rund 17 Prozent teurer werden.
Beim Erdgas könnten die Kosten im Jahresschnitt leicht um etwa 4 Prozent sinken,
weil die Gasspeicherumlage entfällt. Allerdings warnen die Experten vor
gestiegenen Großhandelspreisen, die zeitverzögert bei den Verbrauchern ankommen.
Ende 2026 oder 2027 ist wieder mit Preisanstiegen zu rechnen. Im Vergleich dazu
bleiben Wärmepumpen (+3 Prozent) mit nur moderat steigenden Kosten weitgehend
preisstabil. Dazu kommt, dass staatliche Förderung Verbraucherinnen und
Verbraucher bei der Energiewende finanziell unterstützt: "Deutschland hilft bei
der persönlichen Energiewende im Heizungskeller mit Förderung", weiß
Heinz-Werner Schmidt. "Für private Haushalte gibt es aktuell gute Gründe,
zeitnah zu handeln. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude, kurz BEG, ist
sehr gut ausgestaltet. Wegen einer starken sozialen Komponente profitieren in
ganz besonderer Weise auch Familien mit Kindern. Allerdings verringern sich die
Fördersummen in Zukunft regelmäßig, so dass der Umstieg so schnell wie möglich
zumindest eingestielt werden sollte", rät der Experte.
Wie sich die private Energiewende im Einzelfall rechnet, lässt sich über den
Stiebel Eltron-Angebotsservice ( http://www.stiebel-eltron.de/heizungstausch )
auf der Homepage des Unternehmens ermitteln. Hausbesitzer bekommen hier sofort
einen ersten unverbindlichen Überblick zu den anfallenden Kosten sowie auf
Wunsch ein unverbindliches Komplettangebot eines qualifizierten Fachhandwerkers
aus der Region für die Installation einer Wärmepumpe.
Über STIEBEL ELTRON
Stiebel Eltron, gegründet 1924, gehört mit einem Jahresumsatz von 954 Millionen
Euro (2025) zu den führenden Unternehmen auf dem Markt der Erneuerbaren
Energien, Wärme- und Haustechnik. Als innovationsgetriebenes Familienunternehmen
verfolgt Stiebel Eltron bei der Produktion und Entwicklung von Produkten eine
klare Linie - für eine umweltschonende, effiziente und komfortable Haustechnik.
Mit rund 5.000 Beschäftigten weltweit setzt das Unternehmen von der
Produktentwicklung bis zur Fertigung konsequent auf eigenes Know-how. Das
Resultat sind effiziente und innovative Lösungen für Warmwasser, Wärme, Lüftung
und Kühlung. Stiebel Eltron produziert am Hauptstandort im niedersächsischen
Holzminden, in Höxter (NRW), in Hameln (NDS), in Freudenberg (NRW) und in
Eschwege (Hessen) sowie an fünf weiteren Standorten im Ausland (Arvika/Schweden,
Tianjin/China, Ayutthaya/Thailand, Poprad/Slowakei, West Hatfield, Massachusetts
/USA).
Pressekontakt:
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Carsten Heer
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