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München (ots) - Wegen Verdachts der Hinterziehung von Tabaksteuer haben am
09.04.2026 Kräfte des Zollfahndungsamtes München bayernweit 10 Objekte
durchsucht, darunter Geschäftsräume und Privatwohnungen von
Firmenverantwortlichen und Zeugen. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein im
südbayerischen Raum ansässiges Unternehmen für aus Dubai (VAE) importierten
Wasserpfeifentabak unzutreffende Steuerzeichen für mit niedrigerer Tabaksteuer
belasteten Rauchtabak missbräuchlich verwendet haben. Dadurch könnte Tabaksteuer
in Höhe von über einer Million Euro verkürzt worden sein. Der mutmaßliche
Tatumfang beläuft sich für den Zeitraum ab 2022 bis dato auf etwa 60 Tonnen
Wasserpfeifentabak.
Die Ermittlungen richten sich gegen drei Tatverdächtige im Alter von 42 und 51
Jahren, die als Verantwortliche beim Bezug der Steuerbanderolen die Steuer für
Rauchtabak bezahlt und diese an die Behältnisse für importierten
Wasserpfeifentabak angebracht haben. Wasserpfeifentabak unterliegt einer
Zusatzsteuer von 23 Euro je Kilogramm.
Bei den Durchsuchungen wurde sowohl umfangreiches Beweismaterial wie
schriftliche Aufzeichnungen und digitale Datenträger aber auch knapp 400
Kilogramm Wasserpfeifentabak mit missbräuchlich verwendeten Steuerzeichen
sichergestellt.
Rückfragen bitte an:
Zollfahndungsamt München
Pressesprecher
Christian Schüttenkopf
Telefon: 089 99568 1710
E-Mail: presse@zfam.bund.de
www.zoll.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/116259/6259436
OTS: Zollfahndungsamt München
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