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Kiefersfelden (A93) / Rosenheim (ots) - Die Bundespolizei hat am Mittwoch (20.
Mai) an der A93 nahe Kiefersfelden drei slowakische Pkw-Insassen festgenommen.
Einer von ihnen musste für rund 21 Monate ins Gefängnis. Die anderen beiden
kamen mit Strafanzeigen davon.
Bei der Kontrolle des Fahrzeugführers stellte sich zunächst heraus, dass dieser
den Beamten keinen Führerschein aushändigen konnte. Weitergehende Recherchen
ergaben, dass dem 39-Jährigen die Fahrerlaubnis entzogen worden war und er das
Auto nicht hätte führen dürfen. Der Mann wurde vorläufig festgenommen und der
zuständigen Rosenheimer Verkehrspolizeiinspektion überstellt. Diese zeigte ihn
wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis an.
Sein Beifahrer musste die Reise hingegen vollends beenden. Mithilfe der
Personalien des 48-Jährigen fanden die Bundespolizisten heraus, dass ein
Haftbefehl gegen ihn vorlag. Demnach muss der slowakische Staatsangehörige für
die Dauer von 640 Tagen ins Gefängnis. Hierbei handelt es sich um den noch nicht
verbüßten Rest einer ursprünglich vom Landgericht Nürnberg-Fürth wegen
Vergewaltigung verhängten Freiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten.
Nachdem er 42 Monate davon "abgesessen" hatte, wurde er aus Deutschland
abgeschoben. Dabei war er belehrt worden, dass er bei einer Rückkehr in die
Bundesrepublik mit der Vollstreckung des Rests zu rechnen habe. Dieser Fall ist
nach seiner Einreise über die deutsch-österreichische Grenze eingetreten. Die
Bundespolizisten lieferten ihn in die Justizvollzugsanstalt Bernau ein, wo er
voraussichtlich bis Februar 2028 bleiben muss.
In einer Jackentasche des dritten Slowaken, der auf der Rückbank mitgefahren
war, fanden die Kontrollbeamten ein Springmesser, das als verbotener Gegenstand
einzustufen war. Daher wurde er beschuldigt, gegen das Waffengesetz verstoßen zu
haben. Die Einleitung des Strafverfahrens "quittierte" der 38-Jährige gegenüber
den Bundespolizisten mit einem Hitler-Gruß. Angesichts dieser Entgleisung musste
der Mann auch noch eine Strafanzeige wegen Verwendens von Kennzeichen
verfassungswidriger und terroristischer Organisationen entgegennehmen, ehe er
seine Reise fortsetzen durfte.
Rückfragen bitte an:
Dr. Rainer Scharf
Bundespolizeiinspektion Rosenheim | Pressestelle
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Telefon: 08031 8026-2200
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Der bahn- und grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich der
Bundespolizeiinspektion Rosenheim, der das Bundespolizeirevier
Garmisch-Partenkirchen zugeordnet ist, erstreckt sich auf die
Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen
sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Die rund 450
Inspektionsangehörigen gehen zwischen Chiemsee und Zugspitze
besonders gegen die grenzüberschreitende Kriminalität vor. In einem
etwa 200 Kilometer langen Abschnitt des deutsch-österreichischen
Grenzgebiets wirken sie vor allem dem Einschleusen von Ausländern
sowie der ungeregelten, illegalen Migration entgegen. Ferner sorgt
die Rosenheimer Bundespolizeiinspektion auf rund 370 Bahnkilometern
und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten für die Sicherheit von
Bahnreisenden und Bahnanlagen. Weitere Informationen erhalten Sie
über oben genannte Kontaktadresse oder unter www.bundespolizei.de
sowie unter www.x.com/bpol_by .
Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/64017/6279530
OTS: Bundespolizeidirektion München
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