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Saale-Holzland-Kreis (ots) - Am Dienstagabend suchten Polizeibeamte eine Person
an ihrer Wohnanschrift in der Moskauer Straße in Kahla auf. Hintergrund war eine
Gefährderansprache, nachdem der Polizei bekannt geworden war, dass der dort
Wohnhafte im Verdacht steht, für eine versuchte gefährliche Körperverletzung im
Stadtgebiet Kahla verantwortlich zu sein.
Während des Polizeieinsatzes wurden aus der Wohnung bei geöffneten Fenstern
lautstark verfassungsfeindliche Parolen gerufen, die bis auf die Straße zu hören
waren. Darüber hinaus bedrohten ein 19-jähriger und ein 49-jähriger Mann zwei
eingesetzte Polizeibeamte. Gegenüber einem Beamten äußerte einer der beiden:
"Zieh deine Weste und deine Handschuhe aus, leg die Pistole ab und komme nach
dem Dienst zu mir, dass ich dir eine auf die Fresse hauen kann." Ein 49-Jähriger
sagte zu einem weiteren Polizeibeamten: "Zieh deine Weste aus und dann haue ich
dir auf die Schnauze."
Die Polizei zog weitere Einsatzkräfte hinzu und betrat die Wohnung mit
Einverständnis des Wohnungsinhabers. Gegen die beteiligten Personen wurden
Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Verwendens von Kennzeichen
verfassungswidriger Organisationen, Bedrohung, versuchter gefährlicher
Körperverletzung sowie Beleidigung eingeleitet. Die Zusammenkunft wurde
anschließend beendet.
Am darauffolgenden Tag suchten Polizeibeamte den Wohnungsinhaber erneut auf,
nachdem bekannt geworden war, dass für den kommenden Freitag eine
Geburtstagsfeier geplant sei. Im Rahmen einer weiteren Gefährderansprache wurde
darauf hingewiesen, dass die Polizei bei Beschwerden über nächtliche
Ruhestörungen oder bei der Begehung von Straftaten unverzüglich einschreiten
wird.
Während dieses Polizeibesuchs trat eine Zeugin an die Beamten heran und gab an,
bereits am 15. Juli aus derselben Wohnung deutlich hörbar die Parole "Sieg Heil"
sowie weitere verfassungsfeindliche Äußerungen wahrgenommen zu haben. Die
Polizei leitete daraufhin ein gesondertes Ermittlungsverfahren wegen des
Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ein.
Rückfragen bitte an:
Thüringer Polizei
Landespolizeiinspektion Jena
Telefon: 03641-81-1503
E-Mail: Pressestelle.LPI.Jena@polizei.thueringen.de
http://www.thueringen.de/th3/polizei/index.aspx
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OTS: Landespolizeiinspektion Jena
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