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Hamburg (ots) - Prof. Dr. Klaus Schweinsberg: "Nachricht und Meinung scharf zu
trennen, ist heute kaum mehr der Fall" / Diese Vermischung führt zu Misstrauen
bei den Bürgern / Erosion faktenbasierter Nachrichten jenseits und diesseits des
Atlantiks / In den USA ist die Lüge bereits integraler Bestandteil des Systems /
Öffentlich rechtlicher Rundfunk wichtiges Bollwerk gegen demokratiefeindliche
Fake News
Hamburg, 4. Mai 2026 - Um dem Vertrauensverlust gegenüber Institutionen und
Medien entgegen zu wirken, sollten sich Medien wieder stärker auf ihre
tradierten Tugenden besinnen und Nachricht und Meinung scharf trennen. "Die
Medien haben sich meines Erachtens keinen Gefallen getan mit der
'Featurisierung' ihrer Berichterstattung. In meinem Journalistik-Studium habe
ich seinerzeit gelernt, dass Nachricht und Meinung scharf zu trennen sind. Das
ist ja heute kaum mehr der Fall", erklärt Prof. Dr. Klaus Schweinsberg, Leiter
des Centrums für Strategie und Höhere Führung sowie Mitgründer des European
Center for Digital Competitivness der ESCP Europe, im Interview mit dem
Internet-Portal http://www.hausderpressefreiheit.de .
Als Publizist und ehemaliger Chefredakteur und Herausgeber der Wirtschaftstitel
Capital und impulse sowie Mit-Herausgeber des Sicherheitsreports wies
Schweinsberg darauf hin, dass "dieser Vermischung viele Bürgerinnen und Bürger
mit Misstrauen begegnen". Was ihn persönlich wirklich aufrege, seien
TV-Interviews und TV-Runden, bei denen man sofort merke, dass die Redakteurin
oder der Redakteur vor allem eines im Sinn habe: den Interviewpartner zu
stellen. Erstens funktioniere das selten und zweitens sei das nicht die Aufgabe.
Ziel müsse doch sein, dass der Interviewpartner seine Sicht der Dinge zunächst
mal darlegt und sich der Zuschauer eine Meinung bilden könne. https://www.hausde
rpressefreiheit.de/Home/Aktuelles-und-Informationen/2026/Tag-der-Pressefreiheit-
2026.html
Mit großer Sorge beobachtet Schweinsberg die Erosion faktenbasierter Nachrichten
jenseits und diesseits des Atlantiks: "In den USA wird ganz offen und schamlos
gelogen. Die Lüge ist bereits integraler Bestandteil des Systems geworden und
wird an der Spitze des Staates von Donald Trump in extremis als politische Waffe
genutzt." In Europa sei es noch so, dass die Lüge genutzt werde, um das
freiheitlich-demokratische System zu bedrängen und zu beschädigen. Die Angriffe
kämen von außen u.a. aus Russland, den USA und China und von den politischen
Rändern, insbesondere der AfD. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei hier, bei
allen offenkundigen Schwächen, ein wichtiges Bollwerk gegen demokratiefeindliche
Fake News.
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Das im April 2016 gestartete Internet-Portal www.hausderpressefreiheit.de
dokumentiert Angriffe auf die Meinungs- und Pressefreiheit, auf die
Redaktionsfreiheit und den Quellenschutz von Journalisten. Darüber hinaus zeigt
es aktuelle und historische Aspekte zum Thema Pressefreiheit. In der Rubrik
"Hall of Fame" finden sich inzwischen Porträts von über 450 Journalisten,
Verlegern, Karikaturisten und Fotografen - Vorbilder für den Einsatz für die
Pressefreiheit. Das Internet-Portal bietet allen Interessierten Informationen
zur Entwicklung der Pressefreiheit auch mit Rechtsdokumenten und
Präzedenz-Urteilen.
Pressekontakt:
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Joachim Haack, Tel. 040/39 92 72-0, E-Mail: presse@hausderpressefreiheit.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/120403/6267770
OTS: Haus der Pressefreiheit
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