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Hannover (ots) -
- Die EKD-Ratsvorsitzende Bischöfin Kirsten Fehrs und Synodenpräses Anna-Nicole
Heinrich würdigen zum bundesweiten Ehrentag das Engagement von rund 1,5
Millionen Ehrenamtlichen in Kirche und Diakonie.
- Besonders junge Menschen übernehmen in der evangelischen Jugendarbeit früh
Verantwortung und sammeln wichtige Erfahrungen für gesellschaftliches
Engagement.
- Rund um den 23. Mai laden Kirchengemeinden und diakonische Einrichtungen
bundesweit dazu ein, freiwilliges Engagement kennenzulernen und
mitzugestalten.
Hannover (20. Mai 2026). Anlässlich des ersten bundesweiten Ehrentags am 23. Mai
sprechen die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD),
Bischöfin Kirsten Fehrs, und Synodenpräses Anna-Nicole Heinrich allen
Ehrenamtlichen ihren Dank aus. Allein in der evangelischen Kirche und der
Diakonie engagieren sich 1,5 Millionen Menschen ehrenamtlich. "Unsere Demokratie
ist darauf angewiesen, dass Menschen sich engagieren und Verantwortung für das
Gemeinwesen übernehmen. Ich erlebe jeden Tag, wie groß gerade bei jungen
Menschen die Bereitschaft dazu ist", sagt die Präses der Synode der
Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Anna-Nicole Heinrich. "Für diesen
Einsatz im Bereich unserer Kirche und darüber hinaus möchten wir am bundesweiten
Ehrenamtstag am 77. Geburtstag des Grundgesetzes danken." Nach der jüngsten
Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung ist das ehrenamtliche Engagement der 14- bis
17-Jährigen um sieben Prozent höher als das Durchschnittsengagement. Das
bedeutet: Mehr als jeder zweite evangelische Jugendliche engagiert sich
ehrenamtlich (53 Prozent).
Die EKD-Ratsvorsitzende, Bischöfin Kirsten Fehrs, unterstreicht zum Ehrentag die
Bedeutung der Ehrenamtlichen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt: "Ohne
ehrenamtliche Unterstützung wäre unsere Kirche, wäre unsere gesamte Gesellschaft
nicht denkbar. Wir sind angewiesen auf Menschen, die Zeit schenken, zuhören,
anpacken, begleiten, trösten, organisieren, besuchen, helfen." Weil die
Anerkennung für engagierte Menschen gar nicht groß genug sein könne, und dennoch
selten auf Seite eins der Zeitungen landen, sei der Ehrentag auch für kirchlich
Engagierte ein wichtiges Zeichen: "Wir wissen: Viele, die sich in der Kirche
engagieren, tun das nicht nur dort. Sie sind auch im Sportverein aktiv, in der
Nachbarschaft, in Initiativen, in der Kommune, bei der Feuerwehr oder an vielen
anderen Orten. Unsere Gesellschaft lebt von diesem Engagement. Es ist eine
Wurzel unseres Zusammenhalts und es steht im Einklang mit den Grundprinzipien
unseres Grundgesetzes, das auf Verantwortung und Mitwirkung der Bürgerinnen und
Bürger in unserem Gemeinwesen angelegt ist."
Präses Heinrich engagiert sich selbst seit ihrer Jugend in der evangelischen
Kirche: "Für viele Jugendliche ist das Ehrenamt in der Kirche ein erster Schritt
in verantwortungsvolles gesellschaftliches Handeln. Ob als Teamer im
Konfirmandenunterricht, bei Freizeiten, in Jugendgruppen oder sozialen Projekten
- junge Ehrenamtliche gestalten Gemeinschaft und erwerben wichtige Kompetenzen
für ihr weiteres Leben." Sie sieht allerdings auch dringenden Handlungsbedarf,
um Ehrenamt zu ermöglichen: "Gleichzeitig hängt die Möglichkeit zum Engagement
noch immer zu stark von Einkommen, Bildung oder verfügbarer Zeit ab. Wer
gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken will, muss deshalb Barrieren abbauen und
Beteiligung ermöglichen. Engagement entsteht aus Freiheit und der Überzeugung:
hier mache ich was Sinnvolles."
Der bundesweite Ehrentag wurde durch den Bundespräsidenten Frank-Walter
Steinmeier ins Leben gerufen. Der Tag bietet Gelegenheit, Kirchengemeinden und
Einrichtungen der Diakonie kennenzulernen, sich über Mitmachmöglichkeiten zu
informieren und Teil einer lebendigen Gemeinschaft zu werden. Kirchen, Verbände,
Gewerkschaften und zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen sind
eingeladen, diesen Tag als sichtbares Zeichen für demokratisches und
solidarisches Miteinander zu gestalten. Eine Übersicht über die vielfältigen
Möglichkeiten finden Sie auf http://www.ehrentag.de .
Pressekontakt:
Carsten Splitt
Evangelische Kirche in Deutschland
Pressestelle
Stabsstelle Kommunikation
Herrenhäuser Strasse 12
D-30419 Hannover
Telefon: 0511 - 2796 - 269
E-Mail: presse@ekd.de
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/55310/6278620
OTS: EKD - Evangelische Kirche in Deutschland
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