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München (ots) - Die ersten sommerlichen Tage stehen bevor, daher warnt der ADAC
vor den Folgen von Hitze im Auto. Denn im Wageninneren entwickeln hohe
Außentemperaturen und direkte Sonnenstrahlen eine oft viel stärkere Wirkung.
In einer Versuchsreihe haben Experten des Mobilitätsclubs ein Fahrzeug in der
prallen Sonne abgestellt und die Temperaturen im Innenraum dokumentiert. Die
Außentemperatur lag dauerhaft unter 30 Grad. Ganz andere Werte ergaben sich im
Innenraum: Bereits nach einer halben Stunde stieg die Temperatur auf über 50
Grad - nach eineinhalb Stunden wurde ein Höchstwert von 59,1 Grad festgestellt.
Für Kleinkinder oder Tiere herrscht bei diesen Bedingungen absolute
Lebensgefahr.
Auch ohne hochsommerliche Temperaturen kann sich ein Auto innerhalb kürzester
Zeit stark aufheizen. Entscheidend sind nicht nur die Lufttemperatur, sondern
auch die Sonneneinstrahlung. Bei direkter Sonne wird ein Auto nahezu zum
Treibhaus: Strahlung dringt durch die Scheiben ein, wird im Innenraum
gespeichert und heizt diesen massiv auf. Auch Oberflächen wie Lenkrad,
Gurtschlösser oder Kindersitze können Temperaturen von bis zu 80 Grad erreichen
und Verbrennungen verursachen.
Der ADAC appelliert daher an Autofahrer, auch für vermeintlich kurze Stopps
niemanden im Fahrzeug zu lassen - auch dann nicht, wenn die Fenster einen Spalt
weit geöffnet sind. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass leicht geöffnete
Fenster nur einen sehr geringen Einfluss auf die Innenraumtemperatur haben. Auch
temperaturempfindliche Gegenstände wie z.B. Handys oder Feuerzeuge sollten aus
dem Auto mitgenommen werden, wenn es in der Sonne abgestellt wird.
In der Versuchsreihe wurde auch untersucht, welche Hilfsmittel das Aufheizen des
Innenraums wirksam unterbinden können. Am effektivsten war eine sogenannte
Halbgarage, die wie eine Abdeckplane über das Auto gelegt wird: Sie machte eine
Temperaturdifferenz von zehn Grad aus. Ebenfalls gut funktioniert eine silberne
Schutzfolie, die auch im Winter auf vielen Windschutzscheiben zu finden ist;
hier lag die Temperaturdifferenz bei acht Grad. Ein weißes Tuch auf dem
Armaturenbrett dagegen schaffte nur drei Grad Differenz.
Entdeckt man ein Kind oder Tier in einem Auto, das in der Sonne abgestellt ist,
sollte man handeln: Zunächst kann man zum Beispiel durch Klopfen an die Scheibe
prüfen, ob es den Insassen gut geht. Gibt es merkliche Anzeichen für Überhitzung
- etwa Apathie oder starkes Schwitzen respektive Hecheln bei einem Hund -
sollten Polizei oder Feuerwehr verständigt werden. Das Einschlagen der Scheibe
ist nur in einer akuten Notsituation beziehungsweise bei Gefahr für Leib und
Leben gerechtfertigt. Für diesen Fall sollte man sich dringend Zeugen suchen und
nach Möglichkeit nochmals die Rettungskräfte über das Vorgehen informieren.
Mehr zu den Untersuchungen des ADAC lesen Sie hier. (https://www.adac.de/rund-um
s-fahrzeug/ausstattung-technik-zubehoer/zubehoer/sonnenschutz-auto/)
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