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Berlin (ots) -
- 37 Prozent der Flugreisenden haben wegen einer Verspätung oder Annullierung
einen wichtigen persönlichen Moment verpasst.
- 5 von 10 Reisenden fühlten sich bei einer Flugstörung völlig alleingelassen.
- 4 von 10 Reisenden beantragen nach einem verspäteten oder annullierten Flug
keine Entschädigung.
- Flightright warnt vor einer Schwächung der Fluggastrechte durch die geplante
Revision der EU-Fluggastrechte-Verordnung.
Flightright, das führende Portal zur Durchsetzung von Fluggastrechten, zeigt in
einer aktuellen Befragung: Flugverspätungen und Annullierungen belasten Reisende
nicht nur finanziell, sondern auch emotional. Dennoch beantragen viele
Betroffene keine Entschädigung. Die Fluggastrechtsexperten von Flightright
ordnen die Ergebnisse ein.
Flugverspätungen und Annullierungen sind für viele Reisende mehr als nur ein
Ärgernis am Flughafen. Eine aktuelle Befragung von Flightright zeigt: 37 Prozent
der Flugreisenden geben an, wegen einer Flugverspätung oder Flugannullierung
wichtige persönliche Termine wie Familienfeiern oder private Verabredungen
verpasst zu haben. Darüber hinaus verpassten Befragte auch berufliche Termine
wie Meetings oder Konferenzen.
Flightright warnt vor Schwächung der Fluggastrechte
Die Befragung erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem auf EU-Ebene über die
Revision der Fluggastrechte-Verordnung verhandelt wird. Nur noch bis zum 15.
Juni 2026 haben der europäische Rat und das europäische Parlament Zeit, sich auf
die Inhalte zu einigen. Im Raum stehen Änderungen, die Entschädigungen für
Passagiere deutlich erschweren könnten, etwa höhere Verspätungsgrenzen,
niedrigere Entschädigungssummen und mehr Ausnahmen zugunsten der Airlines. Dabei
zeigt die aktuelle Befragung, wie wichtig starke Fluggastrechte für Reisende
sind. Flugprobleme bedeuten für Betroffene häufig nicht nur verlorene Zeit,
sondern auch Unsicherheit, zusätzliche Kosten und das Gefühl, irgendwo zu
stranden, ohne dass sich jemand zuständig fühlt. Die Fluggastrechte-Verordnung
sichert in solchen Fällen zentrale Ansprüche wie Entschädigung,
Ticketerstattung, Ersatzbeförderung und Betreuung. Gerade vor dem Hintergrund
aktueller Krisen zeigt sich: Fluggastrechte sind Verbraucherrechte. Aus Sicht
von Flightright sollte die Reform deshalb nicht zu einer Schwächung des
bestehenden Schutzniveaus führen.
"Unsere Befragung zeigt: Airlines halten sich schon heute nicht immer
ausreichend an bestehende Fluggastrechte. Eine Reform darf diese Rechte deshalb
nicht schwächen, sondern muss Passagiere besser schützen, besonders in
Krisenzeiten. Gerade bei der Verspätungsgrenze, den Entschädigungshöhen und den
außergewöhnlichen Umständen musss das europäische Parlament das aktuelle
Absicherungsniveau beibehalten", sagt Dr. Jan-Frederik Arnold, CEO von
Flightright.
Diese wichtigen Momente werden aufgrund von Flugproblemen verpasst
Laut der Befragung verpassten 26 Prozent der Betroffenen ein berufliches Meeting
oder eine Konferenz, 25 Prozent eine Familienfeier und 20 Prozent ein lang
ersehntes Date. Damit zeigen die Ergebnisse deutlich: Flugprobleme haben nicht
nur organisatorische Folgen, sondern greifen oft direkt in das Privat- und
Berufsleben der Reisenden ein.
"Wenn ein Flug ausfällt oder sich massiv verspätet, verlieren Reisende nicht nur
Zeit. Sie verpassen Hochzeiten, Familienfeiern, wichtige berufliche Termine oder
langersehnte Treffen. Genau deshalb sind Fluggastrechte so wichtig: Sie sichern
nicht nur eine mögliche Entschädigung, sondern auch zentrale Ansprüche wie
Ersatzbeförderung, Ticketerstattung und Betreuung am Flughafen" , sagt Feyza
Türkön, Fluggastrechtsexpertin bei Flightright.
Viele Reisende fühlen sich bei Flugproblemen alleingelassen
Neben den verpassten Momenten zeigt die Befragung auch eine deutliche emotionale
Belastung: 5 von 10 Reisenden fühlten sich völlig alleingelassen, als ihr Flug
annulliert wurde oder verspätet war. Für viele Betroffene bedeutet eine
Flugstörung nicht nur Stress am Flughafen, sondern auch Unsicherheit darüber,
welche Rechte sie haben und welche Unterstützung ihnen zusteht.
Auch finanziell entstehen Reisenden durch Flugprobleme häufig zusätzliche
Kosten. 19 Prozent der Befragten gaben an, persönlich zwischen 51 und 100 Euro
wegen Flugverspätungen oder Flugannullierungen ausgegeben zu haben. 18 Prozent
zahlten zwischen 101 und 200 Euro, weitere 15 Prozent zwischen 201 und 300 Euro
- etwa für Verpflegung, Hotelübernachtungen, Transfers oder alternative
Verbindungen.
4 von 10 Reisenden beantragen keine Entschädigung
Trotz möglicher Ansprüche zeigt die Befragung: 4 von 10 Reisenden beantragen
nach einem verspäteten oder annullierten Flug keine Entschädigung. Dabei können
Passagiere nach der EU-Fluggastrechteverordnung bei einer Ankunftsverspätung von
mehr als drei Stunden, kurzfristigen Flugannullierungen oder Nichtbeförderung
unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf 250 bis 600 Euro Entschädigung
haben.
Flugprobleme beeinflussen Reiseentscheidungen
Die Möglichkeit von Flugverspätungen und Annullierungen beeinflusst auch die
Urlaubsplanung: 33 Prozent der Befragten geben an, dass mögliche Flugprobleme
ihre Entscheidung, Urlaub in Deutschland statt im Ausland zu machen, stark oder
sehr stark beeinflussen. 37 Prozent sagen, dass dies sie nicht sehr stark
beeinflusst, 28 Prozent gar nicht.
Damit zeigt sich: Flugstörungen wirken nicht nur im Moment der Reise, sondern
können auch langfristig das Reiseverhalten beeinflussen.
Disclaimer:
Alle Angaben der Pressemitteilung basieren auf den uns zur Verfügung stehenden
Daten. Die Daten sind zuverlässig, erheben jedoch keinen Anspruch auf
Vollständigkeit. Befragt wurden zwischen dem 28. April 2026 und dem 6. Mai 2026
500 Personen, die von einem Flugproblem (Verspätung und/oder Stornierung)
betroffen waren.
Pressekontakt:
Mara Zatti & Felix Hoefermann
mailto:presse@flightright.de
0152 54633145
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/106327/6279052
OTS: Flightright GmbH
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