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Straubing (ots) - Die betriebliche Krankenversicherung boomt - aber im
Mittelstand wird ihr Potenzial noch massiv unterschätzt. Nur gut ein Viertel der
Unternehmen bietet sie überhaupt an, obwohl bereits rund 40 Prozent sie als
wichtigen Benefit sehen. Das Problem: Zwischen Interesse und Umsetzung klafft
eine riesige Lücke - und genau dort geht bares Geld verloren.
Richtig eingesetzt kann eine bKV nicht nur Fehlzeiten senken und Mitarbeiter
binden, sondern sie ist oft günstiger und wirkungsvoller als eine klassische
Gehaltserhöhungen. Trotzdem wird sie in vielen Betrieben noch nicht strategisch
genutzt, sondern eher halbherzig oder gar nicht umgesetzt. Hier erfahren Sie,
warum gerade der Mittelstand hier Millionen liegen lässt - und wie Unternehmen
die bKV gezielt einsetzen können, um Kosten zu senken und gleichzeitig
attraktiver für Fachkräfte zu werden.
Warum Gehaltserhöhungen oft deutlich teurer sind
Ein zentraler Vorteil der bKV liegt in ihrer steuerlichen Behandlung. Beiträge
von bis zu 50 Euro monatlich können für Beschäftigte steuer- und
sozialabgabenfrei gewährt werden. Für den Arbeitgeber gelten die Kosten
gleichzeitig als Betriebsausgabe.
Wie groß der Unterschied zu einer klassischen Gehaltserhöhung ausfallen kann,
zeigt ein einfaches Beispiel: Soll ein Mitarbeiter 600 Euro netto zusätzlich pro
Jahr erhalten, entstehen dem Unternehmen - inklusive Sozialabgaben - schnell
Gesamtkosten von mehr als 1.100 Euro. Eine bKV mit identischem Nettoeffekt
kostet dagegen lediglich 600 Euro jährlich.
Gerade mittelständische Unternehmen könnten ihre Personalkosten dadurch deutlich
effizienter einsetzen. Dennoch bleibt dieser Hebel in vielen Betrieben
ungenutzt. Häufig fehlt schlicht das Bewusstsein dafür, dass Zusatzleistungen
steuerlich wesentlich günstiger sein können als höhere Bruttolöhne.
Fehlzeiten und Fluktuation werden zum Kostenfaktor
Hinzu kommt ein weiterer wirtschaftlicher Aspekt: krankheitsbedingte Ausfälle
und Mitarbeiterwechsel belasten Unternehmen zunehmend. Fehlzeiten sind in vielen
Branchen zuletzt deutlich gestiegen. Jeder Ausfalltag verursacht dabei nicht nur
direkte Kosten, sondern wirkt sich auch auf Abläufe und Produktivität aus.
Je nach Tätigkeit können pro Fehltag mehrere hundert Euro an indirekten Kosten
entstehen. Bereits wenige vermiedene Krankheitstage pro Mitarbeiter reichen
deshalb oft aus, um die jährlichen Beiträge einer bKV auszugleichen.
Noch teurer wird es, wenn qualifizierte Fachkräfte das Unternehmen verlassen.
Recruiting, Einarbeitung und Produktivitätsverluste während der Nachbesetzung
verursachen häufig Kosten in erheblicher Höhe. Gleichzeitig wächst der Druck auf
Unternehmen, sich im Wettbewerb um Fachkräfte attraktiver aufzustellen.
Die bKV kann dabei ein relevanter Faktor sein, weil sie für Beschäftigte
unmittelbar spürbare Vorteile bietet. Schnellere Facharzttermine oder
zusätzliche Gesundheitsleistungen besitzen für viele Mitarbeiter einen konkreten
Alltagsnutzen; deutlich stärker als abstrakte Zusatzangebote.
Warum viele Unternehmen dennoch zögern
Trotz dieser Vorteile setzen viele Mittelständler die bKV bislang nicht
strategisch ein. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen herrscht weiterhin
Unsicherheit bei der steuerlichen Behandlung. Viele Unternehmen befürchten
zusätzlichen Aufwand in der Lohnbuchhaltung oder komplizierte
Abrechnungsprozesse. Zum anderen wird der organisatorische Aufwand häufig
überschätzt.
Hinzu kommt, dass das Thema lange Zeit nur eine untergeordnete Rolle spielte.
Weder Steuerberater noch klassische Versicherungsmakler haben die bKV in vielen
Fällen aktiv adressiert. Dadurch fehlt in zahlreichen Unternehmen bis heute eine
strukturierte Auseinandersetzung mit dem Thema.
Zudem ist der Markt inzwischen schwer überschaubar geworden. Die angebotenen
Tarife unterscheiden sich teilweise erheblich. Während einige Modelle mit
umfangreichen Leistungen werben, enthalten sie gleichzeitig Einschränkungen oder
Leistungsgrenzen, die erst im Ernstfall sichtbar werden.
Strategische Umsetzung statt Standardlösung
Entscheidend ist deshalb weniger die bloße Einführung einer bKV als vielmehr
deren konkrete Ausgestaltung. Unternehmen, die das Instrument gezielt einsetzen
wollen, arbeiten zunehmend mit gestaffelten Modellen. So erhalten neue
Mitarbeiter beispielsweise einen Basisschutz, während langjährige Beschäftigte
zusätzliche Leistungen nutzen können. Dadurch entsteht ein weiterer
Bindungseffekt.
Ebenso wichtig ist die interne Kommunikation. Zusatzleistungen entfalten ihre
Wirkung nur dann, wenn Beschäftigte deren Nutzen nachvollziehen können. Viele
Unternehmen unterschätzen bislang, wie stark die Wahrnehmung eines Benefits
davon abhängt, ob er verständlich erklärt wird.
Die betriebliche Krankenversicherung entwickelt sich damit zunehmend von einem
optionalen Zusatznutzen zu einem strategischen Instrument der Personalpolitik.
Unternehmen, die frühzeitig tragfähige Modelle etablieren, können Personalkosten
gezielter einsetzen und sich gleichzeitig im Wettbewerb um Fachkräfte besser
positionieren. Viele Mittelständler schöpfen dieses Potenzial bislang jedoch
noch nicht aus - und genau darin liegt der eigentliche wirtschaftliche Verlust.
Über Georg Soller:
Georg Soller ist Gründer und CEO der Georg Soller Unternehmensgruppe, die sich
auf Unternehmensversicherungen, Beratung und Mitarbeiterbenefits spezialisiert
hat. Sein Fokus liegt auf digitalen, transparenten und ganzheitlichen
Absicherungskonzepten für Unternehmen. Mit strukturierten Lösungen und
branchenspezifischen Modellen unterstützt er Firmen dabei, Risiken zu minimieren
und Prozesse effizient zu steuern. Weitere Informationen unter:
https://www.georgsoller.de/
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