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Berlin (ots) - Angesichts wiederholter Forderungen aus Politik und Verbänden
nach deutlichen Tabaksteuererhöhungen und neuen Verboten für Tabak- und
Nikotinprodukte empfiehlt der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger
Erzeugnisse (BVTE) eine Versachlichung der Debatte. Die anlässlich des
Weltnichtrauchertags am 31. Mai vom Statistischen Bundesamt und dem
Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG) veröffentlichten Daten zum
Rauchen und Nikotinkonsum bei Minderjährigen und jungen Erwachsenen in
Deutschland bestätigten insgesamt einen langfristig rückläufigen Trend. Anlass
für eine neue Verbotsdebatte böten die Zahlen zum Rauchverhalten nicht.
"Für einen Überbietungswettbewerb der Verbotsbefürworter fehlt eine belastbare
Grundlage", erklärte BVTE-Hauptgeschäftsführer Jan Mücke: "Stattdessen müssen
die Zahlen des Bundesinstituts und des Mikrozensus sachlich und ohne Schaum vor
dem Mund bewertet werden, um eine echte Stärkung des Jugendschutzes zu
erreichen."
Die aktuellen Mikrozensus-Daten des Statistischen Bundesamts zeigen einen
Rückgang des Raucheranteils unter Minderjährigen (15 bis 17 Jahre) auf 5,0
Prozent im Jahr 2025. Die sogenannte Drogenaffinitätsstudie des BIÖG zeichnet
ein ähnliches Bild, auch wenn die ausgewiesene Raucherquote etwas höher liegt:
7,9 Prozent der 12- bis 17-Jährigen gaben hier an, in den letzten 30 Tagen
geraucht zu haben (2023: 7,4 Prozent). Einen deutlicheren Anstieg auf 9,6
Prozent registrierte das BIÖG beim Anteil der Minderjährigen, die sich selbst
als Raucher einstufen. Dies deutet darauf hin, dass der Begriff "Raucher" von
Jugendlichen heute nicht mehr ausschließlich mit dem Konsum von Tabakzigaretten
verbunden wird, sondern zunehmend auch E-Zigaretten und andere Nikotinprodukte
einschließt.
Zusammenfassend stellt die BIÖG-Drogenaffinitätsstudie sowohl für Minderjährige
als auch für junge Erwachsene "insgesamt und langfristig" einen "Rückgang des
Konsums von Tabak-Zigaretten und anderen Tabak- und nikotinhaltigen Produkten"
fest. Das Statistische Bundesamt verzeichnet auch für die Gesamtbevölkerung mit
19,1 Prozent eine im Vergleich zu 2021 nahezu unveränderte Raucherquote.
"Der reflexartige Ruf nach höheren Steuern und neuer Bevormundung stärkt weder
den Jugendschutz noch senkt es die Raucherquote. Gewinner ist der Schwarzmarkt
und der Staat verliert die Kontrolle", kritisierte Jan Mücke. Zum Scheitern
reiner Verbotsansätze liefert die BIÖG-Studie aktuelle Daten:
Obwohl tabakfreie Nikotinbeutel in Deutschland nicht verkauft werden dürfen,
konsumierten laut BIÖG 1,9 Prozent der Minderjährigen diese Produkte.
"Auf dem Schwarzmarkt wird kein Ausweis kontrolliert", warnte
BVTE-Hauptgeschäftsführer Mücke: "Wer den Jugendschutz stärken will, muss den
illegalen Handel bekämpfen und bestehende Regeln konsequent durchsetzen, statt
immer neue Verbote zu fordern."
Der BVTE empfiehlt zielgerichtete Kontrollen, regelmäßige Testkäufe und gerade
in Wiederholungsfällen harte, abschreckende Strafzahlungen, um den Verkauf an
Jugendliche wirksam zu unterbinden. Mit einer Regulierung von Nikotinbeuteln
würde der Schwarzmarkt mit den dort erhältlichen verbrauchergefährdenden und
besonders jugendaffinen Produkten ausgetrocknet. Erwachsene erhielten eine
weitere legale, schadstoffarme Alternative, die eine zusätzliche Option für den
Rauchstopp eröffnet.
Zur BVTE-Themenseite Jugendschutz mit Faktencheck
(https://www.bvte.de/de/themen/jugendschutz)
Ansprechpartner für Rückfragen:
Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE)
Jan Mücke
Hauptgeschäftsführer
Georgenstraße 25
10117 Berlin
Tel. +49 30 88 66 36 - 123
mailto:presse@bvte.de
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Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/141532/6286556
OTS: Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse
(BVTE)
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