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Osnabrück (ots) - Vor der Einführung des deutschlandweit ersten
Religionsunterrichts, der von der katholischen und den evangelischen Kirchen
gemeinsam verantwortet wird, hat Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie
Hamburg (Grüne) eine Übernahme des Konzepts auch in anderen Bundesländern
vorgeschlagen. "Es wäre wünschenswert, wenn unser Modell aufgegriffen würde, und
ich gehe ehrlich gesagt auch davon aus", sagte Hamburg im Interview mit der
"Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz). "Es ist die richtige Entscheidung zur
richtigen Zeit."
Niedersachsens neues Schulfach Christliche Religion startet in diesem Sommer. Es
soll nach und nach die bisherigen Fächer Evangelische Religion und Katholische
Religion ersetzen. Zuvor hatten die Kirchen jahrelang über die gemeinsamen
Lehrpläne verhandelt.
Innerkirchlich hätten "nicht alle geklatscht im ersten Moment", sagte Ministerin
Hamburg gegenüber noz weiter. Dabei habe Niedersachsen angesichts einer
ausgeprägten Ökumene vergleichsweise günstige Voraussetzungen für das Modell.
"Ich nehme schon wahr, dass das nicht in allen Bundesländern so ist. Insofern
hat auch nicht jedes Land sofort die Voraussetzungen, das morgen zu kopieren.
Solche Prozesse entstehen über Jahrzehnte."
Trotzdem erlebe sie bei ihren Länderkollegen derzeit ein wachsendes Interesse an
dem Projekt, so Hamburg. "Jetzt, wo es konkret wird, bekommt das Ganze eine
große Aufmerksamkeit, und viele Länder schauen sich das sicher gerade sehr
neugierig an. Das ist zumindest auch mein Eindruck aus dem, was ich aus
Kirchenkreisen höre."
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