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Mannheim (ots) - Eine Fachkraft prüft abends allein eine technische Anlage. Ein
Mitarbeiter kontrolliert ein Tiefkühllager. Eine Servicetechnikerin ist im
Außendienst unterwegs, während im Betrieb längst Feierabend ist. Kein
Ausnahmezustand, kein dramatischer Sonderfall, sondern Alltag in vielen
Unternehmen. Doch genau in solchen Situationen stellt sich eine Frage, die in
der Arbeitssicherheit oft zu spät gestellt wird: Wer merkt eigentlich, wenn ein
Mensch nicht mehr selbst Hilfe rufen kann?
Viele Betriebe haben Brandschutz, Zutrittskontrolle, Einbruchmeldeanlagen,
Erste-Hilfe-Konzepte und Gefährdungsbeurteilungen professionell organisiert. Bei
Alleinarbeit entsteht jedoch ein besonderer Risikobereich. Denn klassische
Sicherheitsmaßnahmen setzen häufig voraus, dass Beschäftigte im Ernstfall noch
handeln können: telefonieren, Kolleginnen oder Kollegen informieren, einen
Notruf absetzen, den Weg zur Hilfe selbst antreten. Was aber, wenn genau das
nicht mehr möglich ist?
Alleinarbeit ist in vielen Unternehmen längst Normalität, Alleinarbeiterschutz
häufig nicht
Alleinarbeit betrifft deutlich mehr Arbeitsbereiche, als man auf den ersten
Blick vermuten könnte: Instandhaltung, Logistik, Facility Management,
Produktion, Werkstätten, Kühlbereiche, technische Betriebsräume, Betriebshöfe,
Versorgungsanlagen, Sicherheitsdienste oder Außendienst. Häufig arbeiten
Beschäftigte dort nur zeitweise allein, etwa außerhalb der Kernarbeitszeiten,
bei Kontrollgängen, Störungen, Wartungen oder in Randbereichen eines Gebäudes.
Fachlich spricht man von Alleinarbeit, wenn eine Person außerhalb von Ruf- und
Sichtweite anderer Personen arbeitet. Die gern zitierte DGUV-Regel 112-139
beschreibt gefährliche Alleinarbeiten als Tätigkeiten, bei denen eine erhöhte
oder kritische Gefährdung aus Arbeitsverfahren, Art der Tätigkeit, verwendeten
Stoffen oder der Umgebung entstehen kann. Damit ist klar: Es geht nicht darum,
jede allein ausgeführte Tätigkeit automatisch zum Hochrisiko zu erklären. Aber
Unternehmen müssen erkennen, wo aus gewöhnlicher Alleinarbeit ein relevantes
Sicherheitsrisiko wird.
Der blinde Fleck im Arbeitsschutz
In der Praxis wird Alleinarbeit häufig organisatorisch gelöst: regelmäßige
Kontrollanrufe, Meldeintervalle, Absprachen mit Kolleginnen und Kollegen oder
ein Mobiltelefon. Das kann bei geringer Gefährdung ausreichend sein. Doch sobald
ein Unfall, ein medizinischer Notfall, ein Sturz, eine Bewegungslosigkeit, eine
Bedrohungssituation oder schlechte Erreichbarkeit hinzukommt, reicht ein
verabredetes "Ruf mich kurz an, wenn du fertig bist" oft nicht mehr aus.
Genau hier kommen moderne Totmannschalter ins Spiel. Fachlich handelt es sich um
Personen-Notsignal-Anlagen, kurz PNA. Sie können willensabhängige Alarme
auslösen, also durch aktives Drücken einer Taste. Entscheidend ist aber: Sie
können je nach System auch willensunabhängige Alarme ermöglichen, etwa bei
Bewegungslosigkeit, Lageveränderung oder ausbleibender Quittierung des
Alleinarbeiters.
Ein Totmannschalter ist kein Gadget, sondern Teil der Rettungskette
Der Begriff "Totmannschalter" ist vielen geläufig. Er klingt technisch, fast ein
wenig martialisch oder altmodisch. Moderne Lösungen für Alleinarbeiterschutz
gehen jedoch deutlich weiter als ein einfacher Knopf am Gürtel zu sein.
Eine Personen-Notsignal-Anlage löst im Ernstfall nicht nur automatisch oder
manuell einen Alarm aus, sie übermittelt auch den Standort und setzt eine zuvor
individuell definierte Alarmkette in Gang. Je nach Einsatzszenario kann das bei
einem Unfall in der Werkstatt genauso relevant sein wie bei einem Sturz auf
einem Betriebshof oder einer Bedrohungssituation im mobilen Einsatz.
Wichtig ist: Ein Totmannschalter ersetzt nicht die Gefährdungsbeurteilung.
Dieser macht verbotene Alleinarbeit auch nicht automatisch zulässig. Die DGUV
weist ausdrücklich darauf hin, dass ein Verbot der Alleinarbeit durch den
Einsatz von Personen-Notsignal-Anlagen unberührt bleibt. Unternehmen müssen also
zuerst prüfen, welche Gefährdungen bestehen und welche Schutzmaßnahmen
angemessen sind. Genau deshalb sollte der Totmannschalter nicht als Einzelgerät
betrachtet werden, sondern als Teil eines durchdachten Sicherheitskonzepts.
Die entscheidende Frage lautet nicht: Haben wir einen Totmannschalter?
Viele Unternehmen stellen bei Sicherheitstechnik zunächst die naheliegende
Frage: Was kostet das Gerät? Beim Alleinarbeiterschutz greift diese Perspektive
zu kurz. Die wichtigeren Fragen lauten: Wer arbeitet bei uns regelmäßig allein?
Welche Tätigkeiten sind mit erhöhter Gefährdung verbunden? Kann die Person im
Notfall noch selbst Hilfe rufen? Wie schnell muss reagiert werden? Wer empfängt
den Alarm? Wie wird der Einsatzort eindeutig bestimmt? Was passiert nachts, am
Wochenende oder außerhalb der Kernarbeitszeit? Sind Mitarbeitende in die Nutzung
eingewiesen? Wird die Funktionsfähigkeit regelmäßig geprüft?
Erst aus diesen Antworten ergibt sich, welche Lösung wirklich passt, denn es
gibt unterschiedliche Totmannschalter für unterschiedliche Arbeitsbereiche,
selbst für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen.
"Beim Thema Totmannschalter geht es nicht darum, Unternehmen einfach ein
weiteres Gerät zu verkaufen. Entscheidend ist, ob im Ernstfall eine verlässliche
Rettungskette entsteht", sagt Joshua Langer, Leiter Personenschutztechnik bei
Almas Industries, einem der führenden Full-Service-Anbieter von Sicherheits- und
Notfalltechnik in Europa. "Dazu gehören die richtige Einschätzung der
Gefährdung, eine passende technische Lösung, klare Alarmwege und Menschen, die
wissen, was im Notfall zu tun ist."
Warum Full Service beim Alleinarbeiterschutz entscheidend ist
Almas Industries unterstützt Unternehmen dabei, Alleinarbeiter praktisch und
professionell abzusichern. Der Ansatz beginnt nicht beim Produkt, sondern bei
der konkreten Situation im Betrieb: Wo arbeiten Menschen allein? Welche Risiken
bestehen? Welche technischen und organisatorischen Maßnahmen sind sinnvoll? Und
wie lässt sich sicherstellen, dass ein Alarm im Ernstfall nicht ins Leere läuft?
Zum Full-Service-Ansatz gehören je nach Anforderung die Analyse der
Einsatzbereiche, die Auswahl geeigneter Personen-Notsignal-Geräte, die
Definition von Alarmwegen, die Aufschaltung auf eine 24/7-Notrufleitstelle, die
Einweisung der Mitarbeitenden und die laufende Betreuung der Lösung.
Damit wird aus einem Totmannschalter ein funktionierendes System für
Arbeitssicherheit und Alleinarbeiterschutz.
Auch Bedrohungssituationen gehören zur Realität
Alleinarbeit bedeutet nicht immer nur Unfallrisiko. In manchen Branchen stehen
Beschäftigte allein, mobil oder exponiert im direkten Kontakt mit Dritten: im
Sicherheitsdienst, bei Kontrollgängen, im Transportwesen, im kommunalen
Außendienst, im Empfangs- oder Nachtdienst oder in Bereichen mit
Publikumsverkehr. Alles Tätigkeiten, in denen mit Aggression und Übergriffen zu
rechnen ist.
Auch hier kann eine Totmannschaltung für Alleinarbeiter sinnvoll sein. Dann geht
es weniger um den klassischen Sturz im Technikraum, sondern um diskrete
Alarmierung, Standortübermittlung und schnelle Unterstützung bei
Bedrohungslagen. Für Unternehmen entsteht damit ein breiterer Blick auf
Fürsorgepflicht: Mitarbeitende sollen ihre Arbeit erledigen können, ohne im
Ernstfall auf sich allein gestellt zu sein.
Verantwortung braucht ein System
Alleinarbeiter werden in vielen Unternehmen weiter zunehmen: durch flexible
Arbeitszeiten, Fachkräftemangel, Automatisierung, dezentrale Standorte, mobile
Einsätze und den wirtschaftlichen Druck, Abläufe effizient zu organisieren. Umso
wichtiger ist es, Sicherheit nicht dem Zufall zu überlassen.
Eine zuverlässige Totmannschaltung kann dabei ein zentrales Element sein. Ihre
eigentliche Stärke entfaltet sie aber erst, wenn sie in ein durchdachtes System
eingebettet ist: mit klarer Risikobeurteilung, zuverlässiger Technik,
Leitstellenanbindung, definierten Prozessen und geschulten Mitarbeitenden.
Almas Industries verfolgt genau diesen Ansatz. Das Unternehmen verbindet moderne
Totmannschalter mit Beratung, Installation, Aufschaltung und Service. Das
Unternehmen ist einer der führenden Anbieter im Bereich moderner Sicherheits-
und Notfalltechnik und verantwortet seit 2004 mehr als 33.000
Sicherheitsinstallationen in acht europäischen Ländern. Zum Portfolio gehören
unter anderem Lösungen im Perimeter- und Einbruchschutz, biometrische
Zutrittssysteme und Zeiterfassung sowie lebensrettende DOC-Defibrillatoren und
Notfallsäulen mit 24/7-Leitstellenanbindung.
Weitere Informationen zum Totmannschalter von Almas Industries finden sich
unter: https://totmann-schalter.de/
Pressekontakt:
Verantwortlich i. S. d. TMG
Almas Industries AG
Matthias Klüwer
Floßwörthstraße 57
68199 Mannheim
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OTS: ALMAS INDUSTRIES AG
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