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Pforzheim/München (ots) - Der europäische Batteriemarkt skaliert im Rekordtempo:
Laut dem aktuellen "Solar+-Report" von SolarPower Europe erreichte die
installierte Speicherflotte in der EU Ende 2025 eine Gesamtleistung von 40
Gigawatt (GW) sowie eine Speicherkapazität von 77 Gigawattstunden (GWh) - ein
Plus von über 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bis 2030 prognostiziert die
Studie im Solar+-Szenario, dass sich die Leistung auf 171 GW vervierfacht,
während die Kapazität sogar um das Achtfache auf 598 GWh ansteigt. Weil
wachsende Solar- und Windkapazitäten die europäischen Netze zunehmend fordern,
müssen Speicher Strom künftig über viele Stunden verschieben. Folglich
verlängert sich die durchschnittliche Speicherdauer von 1,9 auf 3,5 Stunden -
ein technologischer Sprung, der den Trend zu systemrelevanten Netzspeichern
untermauert. Wie die Industrie diesen enormen Bedarf deckt, zeigt die ees Europe
vom 23. bis 25. Juni in München. Als Europas größte Fachmesse für Batterien und
Energiespeichersysteme führt die ees Europe die globalen Marktführer zusammen.
Aussteller präsentieren dort marktreife Innovationen, die Stromkosten senken und
Netze stabilisieren - von künstlicher Intelligenz im Speichermanagement bis hin
zu Natrium-Ionen-Technologien. Eingebettet in die Messeallianz The smarter E
Europe vernetzt die Fachmesse rund 2.800 Aussteller und mehr als 100.000
Entscheider, um Netzspeicher wirtschaftlich in die Infrastruktur der Zukunft zu
integrieren.
Weniger als fünf Jahre verbleiben der Europäischen Union, um ihre verbindlichen
Klima- und Energieziele für 2030 zu erreichen. Doch die Realität hinkt dem
Anspruch hinterher: Trotz des jüngsten Booms bei erneuerbaren Energien zeigen
aktuelle Prognosen, dass die EU ihre Ausbauziele für Wind- und Solarkapazitäten
ohne Kurskorrektur verfehlen wird. Das von SolarPower Europe und Rystad Energy
modellierte Solar+-Szenario zeigt jedoch einen klaren und hocheffizienten
Ausweg. Wird das System konsequent auf Flexibilität getrimmt, avanciert die
Kombination aus Photovoltaik und Batteriespeichern (BESS) zur technologischen
Allzweckwaffe: Solarstrom allein könnte dank Kostenvorteile und hoher
Zubaugeschwindigkeit rund 26 Prozent des europäischen Strombedarfs decken. Der
gesamte Erneuerbaren-Anteil im Strommix würde so auf knapp 70 Prozent klettern
und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen drastisch reduzieren.
Milliarden-Einsparungen stärken den EU-Standort
Das Erreichen dieser Ziele dient keineswegs nur dem Klimaschutz, sondern sichert
die wirtschaftliche Zukunft des gesamten EU-Standorts. Indem die Marktteilnehmer
teure fossile Kraftwerke systematisch zurückdrängen, halbieren sich die
jährlichen Betriebskosten des europäischen Stromsystems im Solar+-Szenario bis
2030, was Jahr für Jahr rund 55 Milliarden Euro einspart. Gleichzeitig sinken
die Großhandelsstrompreise im EU-Schnitt um 14 Prozent auf etwa 63,4 Euro pro
Megawattstunde (MWh). Weil die installierten Netzspeicher den Strom zeitlich
flexibel verschieben, verhindern sie das unkontrollierte Ausufern von
Negativpreis-Stunden und schützen somit die Rentabilität großer
Solarinvestitionen. Zudem befreit diese Kombination die europäische Wirtschaft
von geopolitischer Erpressbarkeit. Allein während der ersten zwei Monate der
jüngsten Nahost-Krise sparte der Solarzubau der EU bereits Gasimportkosten in
Höhe von 8,5 Milliarden Euro ein. Bis 2030 summiert sich dieser Schutz im
Solar+-Szenario auf jährlich über 53 Milliarden Euro beziehungsweise kumuliert
223 Milliarden Euro an vermiedenen fossilen Importen, was die europäische
Energiesicherheit direkt und nachhaltig verbessert.
Investitionsvakuum bedroht die Dynamik
Dass der Speichermarkt bereit ist, seine Aufgabe im System zu erfüllen, belegen
die Zahlen: Allein im Jahr 2025 wurden in der EU neue Batteriespeicher mit einer
Kapazität von 27,1 GWh installiert, angetrieben zu 55 Prozent von privaten,
völlig subventionsfreien Großspeichern (BESS). Doch unkoordinierte
regulatorische Eingriffe in den Mitgliedstaaten drohen diesen Motor abzuwürgen.
Im europäischen Binnenmarkt richtet sich der Blick derzeit verstärkt auf
Deutschland, wo aktuelle regulatorische Weichenstellungen die Dynamik des
Speicherausbaus maßgeblich beeinflussen könnten. Die Diskussionen um eine
Anpassung der Netzentgeltbefreiung für Speicher werfen bei internationalen
Investoren Fragen zur langfristigen Planungssicherheit auf. Vor diesem
Hintergrund haben sich mehr als 150 Unternehmen zusammengeschlossen, um im
Dialog mit der Politik für verlässliche und investitionsfreundliche
Rahmenbedingungen einzutreten. Georg Gallmetzer, CEO von Eco Stor, warnt
eindringlich vor einem Dominoeffekt: "Mit ihrem Vorbehalt zum Vertrauensschutz
bei der Netzentgeltbefreiung im Rahmen des AgNes-Prozesses hat die
Bundesnetzagentur die Speicherbranche faktisch in ein Investitionsvakuum
geführt. Die Behörde muss dringend die Investitionssicherheit wiederherstellen
und klare Signale zum gesetzlichen Vertrauensschutz sowie einem finanziell
tragfähigen Netzentgeltmodell nach Ablauf der gesetzlichen Befreiungsfrist
senden. Damit wir nicht durch ausbleibende Investitionen in eine irreparable
Speicherlücke fallen." Ein solcher Vertrauensbruch im größten EU-Markt hätte
laut Gallmetzer europaweit Signalwirkung und erinnert an die Branchenkrisen der
Vergangenheit: "Ein möglicher Vertrauensbruch bei der Netzentgeltbefreiung hätte
vergleichbar gravierende Auswirkungen wie die rückwirkenden Eingriffe in
Förderregime in Spanien und Italien in den 2010er-Jahren. Gleichzeitig zeigen
Länder wie Italien und Großbritannien, wie durch klare Marktmechanismen,
zusätzliche Erlösquellen und schnelle Genehmigungsverfahren
investitionsfreundliche Rahmenbedingungen geschaffen werden können -
entscheidend ist letztlich die Kombination aus Marktgröße, regulatorischer
Klarheit sowie Planungs- und Investitionssicherheit."
Ziel muss es sein, Speicher fest in das Netzkostendesign zu integrieren und den
regulatorischen Rahmen so zu gestalten, dass der Ausbau der europäischen
Speicherflotte auf die im Solar+-Szenario prognostizierten 171 GW bis 2030
verlässlich und rechtlich abgesichert gelingen kann.
ees Europe 2026: Flexibilität und Marktdesign im Fokus
Wie die europäische Industrie diesen enormen Transformationsbedarf technologisch
und strategisch deckt, präsentiert die ees Europe Conference am 22. und 23. Juni
in München. Im Fokus stehen transnationale Fragen wie die großskalige
Finanzierung von Stand-alone-Großspeichern, die erfolgreiche Projektierung
paneuropäischer Hybridkraftwerke und der regulatorische Umgang mit Netzentgelten
im gewandelten europäischen Energiesystem. Auf der Fachmesse bildet das ees
Forum (Halle C2) mit einer Vielzahl an Diskussionsformaten die Plattform für den
europarechtlichen Austausch. Parallel dazu schlägt auf der ees Innovation Hub
Stage (Halle B0) das innovative Herz der Veranstaltung: Hier präsentieren
europäische Spitzenforschung und Industrie State-of-the-Art-Projekte - vom
KI-Einsatz in der Batterieforschung über Best Cases zur Kreislaufwirtschaft bis
hin zu Strategien für den Aufbau einer resilienten, eigenständigen
Batterieproduktion in Europa. Ein weiteres Highlight ist am 22. Juni die
Verleihung des renommierten The smarter E AWARD in der Kategorie Energy Storage.
Die ees Europe sowie die Parallelveranstaltungen Intersolar Europe, Power2Drive
Europe und EM-Power Europe finden vom 23.-25. Juni 2026 im Rahmen von The
smarter E Europe, Europas größter Messeallianz für die Energiewirtschaft, auf
der Messe München statt.
Mehr Hintergrundinformationen zur Rolle von Netzspeichern finden Sie hier (https
://www.ees-europe.com/publikationen/batteriespeicher-rolle-energiewende?ref=m5f5
3a6a3ef039b48c02695ea-s602d18cb58767a16407fe0c2-t1776957362-c68580270) .
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
http://www.ees-europe.com
http://www.TheSmarterE.de
ees Europe
Unter dem Motto "Innovating Energy Storage" versammelt die ees Europe als
Europas größte und internationalste Fachmesse für Batterien und
Energiespeichersysteme jährlich die führenden Akteure der Branche - darunter
Hersteller, Händler, Projektentwickler, Systemintegratoren sowie professionelle
Anwender und Zulieferer. Dabei rückt sie die aktuellen Technologien, Trends und
Marktentwicklungen in den Fokus.
Die ees Europe findet vom 23.-25. Juni 2026 - erstmals mit der neuen
Messelaufzeit von Dienstag bis Donnerstag - im Rahmen von The smarter E Europe,
Europas größter Messeallianz für die Energiewirtschaft, auf dem Messegelände in
München statt. Ob für Strom, Wärme oder Verkehr - im Zeichen einer erneuerbaren
Energieversorgung 24/7 finden parallel zur ees Europe folgende drei Fachmessen
statt:
- Intersolar Europe - Die weltweit führende Fachmesse für die Solarwirtschaft
- Power2Drive Europe - Die internationale Fachmesse für Ladeinfrastruktur und
Elektromobilität
- EM-Power Europe - Die internationale Fachmesse für Energiemanagement und
vernetzte Energielösungen
Ebenso findet parallel die ees Europe Conference vom 22.-23. Juni 2026
(Montag-Dienstag) statt, in der namhafte Experten bahnbrechende Innovationen in
den Mittelpunkt stellen. Um alle Aspekte einer zukunftsfähigen Energiewelt
abzubilden, wird diese von drei weiteren Fachkonferenzen begleitet.
Veranstalter der ees Europe sind die Solar Promotion GmbH und die Freiburg
Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG (FWTM).
Pressekontakt:
ressourcenmangel an der Panke GmbH | Schlesische Straße 26/c4 |10997
Berlin
Roberto Freiberger | Tel.: +49 163 8430 943
mailto:roberto.freiberger@ressourcenmangel.de
Solar Promotion GmbH | Postfach 100 170 | 75101 Pforzheim
Peggy Härter-Zilay | Tel.: +49 7231 58598-240
mailto:haerter-zilay@solarpromotion.com
Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/82549/6286784
OTS: The smarter E Europe
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