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Stuttgart (ots) - In den vergangenen Wochen zeigten Analysen der Daten aus der
mehr-tanken -App von auto motor und sport tausendfache Verstöße gegen die seit
dem 1. April 2026 geltende gesetzliche Regelung zur Spritpreisgestaltung. Danach
dürfen die Preise nur noch einmal am Tag erhöht werden und zwar um 12 Uhr
mittags - Senkungen sind dagegen jederzeit möglich.
Doch das Ziel, damit für mehr Transparenz und Fairness an der Zapfsäule zu
sorgen, wird von vielen Anbietern unterlaufen. Dass es sich dabei in den meisten
Fällen nicht um technische Schwierigkeiten handelte, zeigte unter anderem die
auffällig hohe Spitze von Verstößen am 30. April - also am Tag, bevor die als
"Tankrabatt" bekannte Steuersenkung die Spritpreise eigentlich um 17 Cent senken
sollte.
Nun erreichten das Analyseteam von mehr-tanken Hinweise auf einzelne
Tankstellen, bei denen offenbar besonders häufig unzulässige Preiserhöhungen
vorgenommen werden. Bei der Auswertung der Daten zeigte sich, dass bei vielen
Tankstationen die Zahl der Unregelmäßigkeiten außergewöhnlich hoch ist (hier ist
nachzulesen, an welchen 15 Stationen besonders viele unzulässige Erhöhungen
registriert wurden). "Dabei sind auffällig oft die Marken Esso, bft und
Raiffeisen vertreten", sagt Thomas Ranki-Harloff, Leiter der Digitalredaktion
von auto motor und sport . Unrühmlicher Spitzenreiter ist jedoch eine Station
der besonders in Mittelfranken verbreiteten Marke SUPOL, an der im gesamten
Analysezeitraum (1. April bis 24. Mai) allein 223 Verstöße registriert wurden -
allerdings alle in den ersten drei Wochen nach Einführung des Gesetzes, seitdem
wird dort mit Preiserhöhungen korrekt umgegangen.
"Sofern die Betreiber, Verbände oder Mineralölgesellschaften Stellung genommen
haben, wurden die Verstöße allerdings entweder geleugnet oder auf technische
Schwierigkeiten geschoben - was jedoch in der Regel leicht zu entkräften ist",
so Ranki-Harloff weiter. "Zumal es auch Anbieter gibt, die positiv auffallen: So
wurden bei ARAL als Deutschlands größter Tankstellenmarke mit über 2.000
Stationen in den ersten sechs Wochen nach Einführung der Spritpreisbremse
insgesamt nur 24 Verstöße erfasst."
Hinweis: In die Datenauswertung durch das mehr-tanken -Analyseteam fließen
bewusst keine Verstöße im Zeitraum zwischen 11.30 und 12.30 Uhr ein, um eine
Verzerrung durch technische Schwierigkeiten zu minimieren.
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