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München (ots) - Die Leistungsfähigkeit internationaler Hyperscaler mit zentralen
Souveränitätskriterien verbinden: Das ist ein strategisches Ziel, das derzeit
viele Unternehmen in Deutschland verfolgen. Sie wollen ihre IT-Infrastruktur in
Europa ausbauen und dadurch insbesondere unabhängiger von US-amerikanischen
Hyperscalern werden, wie die neue Studie "Souveräne Hypercloud - Zwischen
Vertrauen, Kontrolle und geopolitischem Wandel" der Digitalberatung valantic
zeigt. Wie müssen moderne Cloud Services konkret aufgebaut sein, um den neuen
Marktanforderungen gerecht zu werden? Diese und weitere Fragen haben 212
Entscheiderinnen und Entscheider aus Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitenden
beantwortet.
Geopolitische Spannungen, eine unberechenbare US-Handelspolitik und die Sorge
vor extraterritorialem Datenzugriff haben digitale Souveränität von einem
Compliance-Aspekt zum strategischen Vorstandsthema gemacht. Vier von fünf
Befragten (80 Prozent) geben an, ihre IT-Infrastruktur angesichts dieser
Herausforderungen stärker in Europa auszubauen. Gleichzeitig bestätigen 72
Prozent eine strukturelle Abhängigkeit von Hyperscalern - vor allem mit Blick
auf Performance, Stabilität und Wirtschaftlichkeit. Es zeigt sich: Hyperscaler
werden nicht grundsätzlich in Frage gestellt, aber die Rahmenbedingungen für
ihren Einsatz verändern sich.
Souveränität als zentrales Entscheidungskriterium
Wenn Cloud-Entscheidungen anstehen, gibt es der Befragung zufolge klare
Prioritäten in den Unternehmen: Wichtigste Kriterien sind demnach die
Performance und Stabilität bei Lastspitzen. Direkt dahinter folgen Datenhoheit
und EU-Souveränität, deren Bedeutung ebenfalls klar vor Aspekten der
Skalierbarkeit und der Kosten angesiedelt wird. Souveränität ist damit kein
"nice to have", sondern ein zentrales Entscheidungskriterium, mindestens
gleichbedeutend mit der technischen Leistungsfähigkeit.
Viele Unternehmen befinden sich derzeit in einem Spannungsfeld: 73 Prozent
zeigen sich zwar grundsätzlich bereit, US-Public-Clouds auch für kritische Daten
zu nutzen. Würden souveräne Hypercloud-Angebote europäischer Anbieter jedoch ein
vergleichbares Sicherheitsniveau bieten, würden 64 Prozent diese bevorzugen.
Hohe Migrationsbereitschaft, aber großes Orientierungsdefizit
Die Migrationsbereitschaft ist generell hoch. 51 Prozent planen einen teilweisen
Transfer ihrer Workloads in souveräne Hypercloud-Modelle, 21 Prozent ziehen
einen vollständigen Wechsel in Betracht, weitere 18 Prozent erwägen den Schritt.
Nur neun Prozent schließen Public Cloud für sensible Workloads kategorisch aus.
Gleichzeitig besteht ein ausgeprägtes Orientierungsdefizit: 73 Prozent der
Umfrageteilnehmer sehen den US CLOUD Act als starkes Risiko, 69 Prozent
bemängeln fehlende Übersicht über souveräne Angebote. Einen klaren
Wahrnehmungsführer gibt es hier aktuell nicht. Microsoft und Telekom/T-Systems
werden von jeweils 42 Prozent als potenzielle Sovereign-Cloud-Anbieter gesehen,
Google von 41 Prozent, AWS, IBM und IONOS von je rund einem Drittel.
Souveränität als mehrschichtige Vertrauensarchitektur
Damit souveräne Hyperscaler-Angebote sich durchsetzen, müssen sie aus Sicht der
Umfrageteilnehmer einen klar definierten Kriterienkatalog erfüllen: An erster
Stelle steht hierbei die durchgängige Verschlüsselung, gefolgt von
Sovereign-Cloud-Zertifizierungen, einer klaren EU-Data-Boundary sowie EU-only
Operations mit europäischem Support.
Souveränität wird dabei nicht als einzelne Maßnahme verstanden, sondern als
mehrschichtige Vertrauensarchitektur aus technischen, organisatorischen und
rechtlichen Schutzmechanismen. Eine große Mehrheit erwartet zudem, dass eine
souveräne Single-Hypercloud den Aufwand heutiger Hybrid- und
Multi-Cloud-Landschaften spürbar reduziert.
"Die Idee einer souveränen Hypercloud ist keine ideologische Gegenbewegung zu
den bestehenden Angeboten der großen Hyperscaler - sie ist deren logische
Weiterentwicklung unter europäischen Vorzeichen" , sagt Dr. Robert Klimke,
Director Advanced Cloud Solutions bei valantic. "Unsere Studie zeigt:
Unternehmen wollen nicht weniger Cloud-Performance, sondern mehr Kontrolle
darüber, wer unter welchen Bedingungen auf ihre Daten zugreifen kann. Wer diesen
Spagat glaubwürdig löst, wird die Cloud-Architektur der nächsten Dekade prägen."
Kernergebnisse der Studie im Überblick
- 80 % treiben den Ausbau ihrer IT-Infrastruktur in Europa aus geopolitischen
Gründen voran; 72 % sehen eine strukturelle Abhängigkeit von Hyperscalern.
- 73 % würden US-Public-Clouds auch für kritische Daten einsetzen; bei gleichen
Sicherheitsstandards würden jedoch 64 % eine souveräne Hypercloud eines
EU-verankerten Anbieters bevorzugen.
- Souveränität rangiert im Cloud-Entscheidungsprozess direkt hinter Performance
und Stabilität - klar vor Skalierbarkeit und Kosten.
- 73 % sehen den US CLOUD Act als starkes Risiko; 69 % bemängeln fehlende
Übersicht über souveräne Cloud-Angebote.
- 90 % planen oder erwägen die Migration von Workloads in souveräne
Hyperscaler-Umgebungen; 9 % lehnen Public Cloud für sensible Workloads ab.
- 88 % sehen souveräne Hyperscaler-Angebote als ernstzunehmende Alternative zu
rein europäischen Public-Cloud-Providern.
Infos zum Studiendesign:
Für die vorliegende Studie wurden im März 2026 insgesamt 212
Entscheidungsträgerinnen und -träger sowie aktiv in die Cloud-Strategie
eingebundene Fach- und Führungskräfte aus deutschen Großunternehmen online von
der techconsult GmbH befragt. Alle Teilnehmenden sind in ihrer Organisation
hauptentscheidend, mitentscheidend oder beratend an Cloud-Architektur- und
Anbieterentscheidungen beteiligt. Die Erhebung umfasst ausschließlich
Unternehmen ab 1.000 Beschäftigten in Deutschland.
Hier geht's zum kostenlosen Download des vollständigen Studienreports:
valantic Hypercloud-Studie 2026 | Souveräne Hypercloud
(https://www.valantic.com/de/research/hypercloud-studie/)
Über valantic
valantic zählt zu den am schnellsten wachsenden Digital Consulting-, Solutions-
und Software-Gesellschaften am Markt. Über 500 Blue Chip Kunden vertrauen
bereits auf valantic - davon 33 von 40 DAX-Konzernen sowie eine Vielzahl
internationaler Marktführer. Mit mehr als 4.300 Digitalisierungs-Expertinnen und
-Experten ist valantic in 20 Ländern weltweit vertreten und wird in 2026(e)
voraussichtlich einen Umsatz von 650 Mio. Euro erwirtschaften.
Etwa 2.000 erfolgreiche Digitalisierungsprojekte in den letzten fünf Jahren
haben gezeigt, dass die Expertinnen und Experten von valantic die
Herausforderungen ihrer Kunden genaustens verstehen. Von der Strategie bis zur
handfesten Umsetzung verfügen diese über die notwendige Expertise, Projekte von
Anfang bis Ende zu begleiten und erfolgreich zu machen. Dabei verbinden sie
technologische Kompetenz mit Branchenkenntnis und Menschlichkeit.
valantic berät Unternehmen zu allen Herausforderungen der Digitalen
Transformation, hilft diesen, ihre Corporate Performance besser zu managen und
die Potenziale von Daten und Künstlicher Intelligenz zu heben. Darüber hinaus
unterstützt valantic seine Kunden dabei, die Cloud-Transformation erfolgreich zu
meistern, Kerntechnologien der Digitalisierung gewinnbringend einzusetzen und
Unternehmensprozesse durchgängig zu optimieren. http://www.valantic.com/de
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